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Tipps von der Expertin

Wir wird man Model? Mit diesen Tipps gelingt der Einstieg in die Mode-Branche

  • Aktualisiert: 29.05.2024
  • 14:30 Uhr
  • Regine Wagner
Posen fürs Shooting, in Couture auf den Laufsteg? So startet man als Model durch!
Posen fürs Shooting, in Couture auf den Laufsteg? So startet man als Model durch!© Wayhome Studio - stock.adobe.com

Träumst du davon, als Model Karriere zu machen? Wie du Zugang zur Fashion-Welt und erste Aufträge bekommst: von der perfekten Bewerbung über eine professionelle Sedcard bis zur besten Strategie fürs Casting.

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Heidi Klum
Joyn

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Der Weg ins Model-Business: von der Bewerbung bis zum Foto-Shooting

Heidi Klum und die GNTM-Kandidat:innen wecken bei vielen jungen Menschen den Traum, Model zu werden. Doch nicht jede:r hat das Glück, beim offenen Casting, Open Call oder Scouting entdeckt zu werden. Dann heißt es, den klassischen Weg zu gehen und sich von der Bewerbung bis zum Foto-Shooting hochzuarbeiten. Wie das klappt? Dazu gibt Bookerin Cindy Holland der Münchner Modelagentur "PS-Models" wertvolle Tipps.

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Bewerbung: Wie du dich bei einer Agentur präsentierst

Wie bei jedem Job gilt: Die Bewerbung ist deine Eintrittskarte. Häufig wird eine Sedcard verlangt, das ist eine Art Visitenkarte für Models, auf der Bewerbungsfotos und deine wichtigsten Daten vermerkt sind. Hier kannst du auch gerne selbstgemachte Fotos verwenden, wichtig ist, dass du gut darauf zu erkennen bist. "Wir mögen keine Duckfaces, Sonnenbrillen oder Fotos, auf denen man nur die Haare sieht. Wenn man sich dabei schon keine Mühe gibt, kann man bereits jetzt davon ausgehen, dass das nicht funktionieren wird", erklärt Cindy Holland.

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Achte auf verschiedene Posen, Ganzkörperfotos, Nahaufnahmen, frontal oder im Profil. Neben den Fotos gehören noch persönliche Angaben auf die Sedcard: Name Alter, Größe, Maße, Schuhgröße, Konfektionsgröße, Augenfarbe, Haarfarbe, Erfahrungen/Empfehlungen, Social-Media-Accounts und Kontaktdaten. Denke daran, Social-Media-Accounts vorher aufzuräumen, Party-Bilder kommen nicht so gut an.

Im Clip: Profi-Tipps für tolle Sedcard-Fotos

Voraussetzungen: Modelmaße, Persönlichkeit und professionelles Auftreten sind gefragt

Die richtigen Maße sind auch heute noch eines der wichtigsten Kriterien für ein Model. "Früher war 90-60-90 angesagt, heute liegen die Maße deutlich darunter. Der Hüftumfang sollte, wenn möglich, nicht mehr als 90 Zentimeter betragen. Doch wir haben auch Models, die mehr haben, weil das in Deutschland gerade ganz gut für die kommerziellen Jobs ist", so Bookerin Holland. Plus-Size-Models sind gefragt, die für Shootings und für den Laufsteg gebucht werden. Die beste Erfolgsgeschichte in dieser Hinsicht sind die Ex-GNTM-Kandidatinnen Sarina Nowak und Vivien Blotzki, die als Plus-Size-Model eine steile Karriere hingelegt haben.

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Neben den Maßen achtet PS-Models auch insbesondere auf das Alter. Die Agentur bevorzugt Mädchen und Jungen ab 16 oder noch besser ab 18. "Wir möchten, dass das Mädchen oder der Junge eine Ausbildung hat und nichts für das Modeln abbricht. Eine Ausbildung ist einfach wahnsinnig wichtig", so Holland. Auch ein angehendes Model muss bedenken: Irgendwann ist die Karriere zu Ende - und was dann? Dazu Holland: "Wir übernehmen da aber auch gerne Verantwortung und sagen demjenigen, er solle lieber seine Schule oder Ausbildung fertig machen."

Pünktlich, zuverlässig, belastbar, ein gepflegtes Äußeres und in jeder Situation professionell auftreten: Mit diesen Eigenschaften kannst du bei den Kunden punkten. Heidi Klum betont bei "Germany's Next Topmodel" oft genug, dass der Model-Job kein Zuckerschlecken ist.

Wer zwar all diese Voraussetzungen erfüllt, aber unsicher ist, weil er oder sie vom Typ her beispielsweise mit krausen roten Haaren nicht dem kommerziellen "Modeltyp" entspricht, sollte nicht verzagen. Zwar kommen symmetrische Gesichter und sogenannte Beauty-Faces gut bei Kunden an. Doch Holland betont: "Es muss nicht immer der kommerzielle Typ sein, der allen gefällt. Wir nehmen auch sehr gerne Models auf, die etwas Besonderes haben, wie zum Beispiel eine Zahnlücke oder eine Hakennase. Wenn das vom Gesamtkonzept passt, finden wir das toll", betont Cindy Holland.

Lilli ist Kandidatin der 19. Staffel von GNTM. Ihr ausgefallener Look, die süße Zahnlücke und die Monobraue verleihen ihr einen großen Wiedererkennungswert.

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Vorstellung: erster Termin in der Agentur

Die erste Etappe ist bewältigt, der Agentur gefällt deine Bewerbung und lädt dich zu einem ersten Termin ein - was nun? Als weibliches Model solltest du am besten direkt High-Heels mitbringen. So könne man laut Holland gleich erkennen, wie das Model läuft oder ob noch etwas Coaching nötig sei. Da Outfit sollte eher schlicht gehalten werden, eine enge Hose und ein körperbetontes Oberteil, was einen Blick auf die Figur erlaubt. "Die Haare möglichst natürlich und nicht gefärbt, am besten nur ein leichtes Tages-Make-up, keine langen roten Fingernägel", erläutert die Bookerin.

Casting: Tipps für das perfekte Styling

Auch beim Casting gilt: Weniger ist mehr! Wähle ein Outfit, das deine natürliche Schönheit betont und deine Figur gut zur Geltung bringt, ohne dabei zu übertrieben oder extravagant zu wirken. Auffällige Muster und grelle Farben sind genauso fehl am Platz wie Baggy-Jeans und Oversized-Hemden. Zeige Stilbewusstsein und Branchenwissen, indem du dich an den aktuellen Trends orientierst. Eine gut sitzende Jeans und ein einfaches weißes T-Shirt sind oft eine gute Wahl.

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Trage dazu bequeme Schuhe, etwa Sneakers, in denen du gut laufen kannst, und packe die High-Heels in die Handtasche. Halte dein Make-up und deine Frisur natürlich und dezent. Ein frisches, gepflegtes Aussehen ist oft am besten für Castings geeignet, da die Agentur sehen möchte, wie du natürlich aussiehst und wie flexibel du bezüglich verschiedener Looks bist. Cindy Holland hat noch einen Geheimtipp parat: Unterwäsche in Nude-Tönen! Denn die ist wirklich unauffällig.

Ganz wichtig sind bei jedem Casting natürlich die Sedcard sowie euer Modelbook. Doch auch die Branche geht mit der Zeit: "Mittlerweile kann man auch Tablets als Buch mitbringen", wie Holland erzählt.

Was brauchst du noch für dein Casting? Mit dieser Check-Liste hast du alles Wichtige dabei.

  • Sedcard
  • Modelbook, darf auch digital sein
  • Kopie deiner Bewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf
  • Ausweis und Kontaktdaten
  • Make-up und Pflegeprodukte
  • Wasser und Snacks
  • High-Heels
  • Notizbuch und Stift

Bringe eine positive Einstellung und Selbstvertrauen mit. Zeige dem Kunden, dass du gerne da bist, sei freundlich, offen und bereit, Anweisungen zu befolgen. Deine Ausstrahlung und dein Selbstbewusstsein sind genauso wichtig wie dein Aussehen.

Falls der Kunde Wünsche für den Casting-Termin hat, dann brieft euch die Agentur vorher, erklärt Cindy Holland. Dieses Briefing sollte man sich als Model-Anfänger:in zu Herzen nehmen. Steht eine spezielle Frisur an, solltest du deine Haare am besten am Vorabend des Castings waschen, damit sie sich am nächsten Tag besser frisieren lassen.

Foto-Shooting: Wer hat die Rechte am Bild?

Bei einem Shooting erstellt der Fotograf oder die Fotografin professionelle Bilder von einem Model. Hat der Kunde besondere Wünsche für ein Foto-Shooting, wirst du über deine Agentur darüber informiert. Auf die Unterstützung deiner Agentur kannst du immer zählen, wie Cindy Holland erklärt: "Wenn es eine Unstimmigkeit beim Job selbst gibt, kann man uns immer anrufen und fragen, ob das abgesprochen ist."

Nach dem Shooting stellt sich die Frage, welche Rechte man als Model an den Bildern hat. Holland: "Das wird vorher abgeklärt zwischen Agentur und Kunde. Wenn der Kunde beispielsweise sagt, er möchte ein Jahr die Fernsehrechte für die Bilder in Deutschland, wird das vertraglich festgehalten." Normalerweise kauft der Kunde die Rechte an den Bildern ein. Dafür bekommt das Model die normale Tages-Gage. "Oben drauf kommt das sogenannte Buy-Out, das sind die Nutzungsrechte. Wir handeln das aus und schauen, dass die Nutzung angemessen bezahlt wird."

Foto-Shooting der besonderen Art: Jermaine und Maximilian beim Unterwasser-Shooting

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Vom Casting zum Topmodel: Wie gelingt der Durchbruch?

Nicht alle Jungen und Mädchen gehen den Weg über mühsame Bewerbungen bei Model-Agenturen. Viele versuchen über offene Castings den Einstieg zu schaffen, wie etwa bei GNTM. Doch bei solchen Shows gewinnt am Ende nur eine - und was ist mit den anderen Kandidat:innen? Ist die Chance, ein Model zu werden, mit dem Ausscheiden vertan? Nicht unbedingt, wie Holland erklärt: "Wir als Booker verfolgen das schon ein bisschen, was mit den Mädels passiert, vor allem, wenn man eines aus der Sendung toll fand. Man bekommt das hier im Business schon mit." Einige nutzen GNTM als Sprungbrett: "Es gibt viele, die nicht gewonnen haben, die aber immer noch in dem Business und auch erfolgreich sind.”

Bekanntes Beispiel: Rebecca Mir. Die Zweitplatzierte bei "Germany’s Next Topmodel" 2011 ist nicht nur als Model gefragt, sondern auch als taff-Moderatorin erfolgreich.

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Vorsicht: Schwarze Schafe gibt es überall!

Der Traum, ein Model zu werden, kann ganz schnell zum Albtraum werden, wenn man an fragwürdige Casting-Anbieter. Doch wie erkennt man sie und wie schützt man sich davor? Holland erzählt: "Das sind meistens Leute, die sich als Booker:in oder Scout von einer Agentur ausgeben. Die haben dann eine zwielichtige Visitenkarte, auf der zum Beispiel eine nicht existente Website steht. Man erkennt solche Personen auch daran, dass sie Geld für Sachen verlangen, für die man normalerweise nichts zahlt." Was also tun, wenn man von jemandem angesprochen wird, aber auf Nummer sicher gehen möchte? Holland: "Man kann eine Agentur anrufen und fragen: 'Kennt ihr die? Was haltet ihr von denen?" Wichtig sei für Minderjährige auch, sich immer mit den Eltern abzusprechen und eine Vertrauensperson zum Casting mitzunehmen. Unseriöse Booker:innen entpuppen sich dann sehr schnell als solche.

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