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Zu hohe Erwartungshaltung

Das steckt hinter dem "Perfect-Moment-Syndrome" - bist du gefährdet?

  • Aktualisiert: 22.02.2024
  • 13:31 Uhr
Es ist dein Geburtstag, aber anstatt glücklich darüber zu sein, verkriechst du dich lieber unter der Decke, weil du es dir anders vorgestellt hast?
Es ist dein Geburtstag, aber anstatt glücklich darüber zu sein, verkriechst du dich lieber unter der Decke, weil du es dir anders vorgestellt hast?© Westend61 GmbH

Es sollte der perfekte Moment sein, doch dann fließen unerwartet Tränen. Woher die seltsame Traurigkeit in glücklichen Momenten rührt und was du gegen eine zu hohe Erwartungshaltung tun kannst.

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Es war alles bis ins kleinste Detail geplant, der Termin auf das Wetter abgestimmt, das Outfit sorgsam zusammengestellt, das Menü detailgenau konzipiert - und dann genügt eine Kleinigkeit, um den "perfekten Tag" zu zerstören. Sei es ein Geburtstag, eine Hochzeit, ein Jahrestag, ein besonderer Urlaub oder ein Date: Bei manchen Ereignissen haben wir eine präzise Vorstellung, wie sie im Idealfall ablaufen sollen. Trifft diese Vorstellung auf die Realität, gibt es manchmal eine böse Überraschung.

Im Clip: Das steckt hinter dem Post-Avatar-Syndrom

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Was ist das Perfect-Moment-Syndrome?

Die Enttäuschung, wenn besondere Ereignisse nicht den eigenen Erwartungen entsprechen, hat nun einen Namen: Auf Social Media kursieren derartige Geschichten unter dem Begriff "Perfect-Moment-Syndrome". Erstmals wurde der Begriff von der australischen Bestsellerautorin Sarah Wilson geprägt.

Wilson beschreibt das "Perfect-Moment-Syndrome" als ein Leiden derer, die "der Meinung sind, dass das Leben auf eine bestimmte Art und Weise in bestimmten Verhältnissen ablaufen sollte, dass Geburtstage immer glücklich sind, dass eine Woche in Thailand entspannend sein sollte, dass ein lang ersehntes Date mit der Partnerin oder dem Partner in einem besonderen Restaurant sie einander näher bringt." Es handelt sich dabei also nicht um eine allgemein anerkannte psychische oder medizinische Erkrankung, sondern um einen umgangssprachlichen Ausdruck, der sich auf die Tendenz bezieht, Momente im Leben zu idealisieren und hohe Erwartungen aufzubauen.

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Woran erkenne ich, dass ich zu hohe Erwartungen an etwas habe?

Die Vorstellung vom perfekten Moment führt oft zu Enttäuschungen, wenn die Realität nicht mit der Gedankenwelt übereinstimmt. Doch woher weiß man, dass die eigenen Erwartungen zu hoch sind? Diese 6 Anzeichen können ein Warnsignal sein.

1. Perfektionismus

Du strebst nach einer perfekten Veranstaltung, bei der alles reibungslos abläuft und jeder Moment besonders ist. Dieser Drang nach Perfektion führt schon im Vorfeld zu Stress.

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2. Übermäßige Planung

Du planst jede Minute des Events im Voraus sehr detailliert und weißt schon vorher genau, wie die einzelnen Programmpunkte ablaufen sollen.

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3. Ständiges Vergleichen

Du vergleichst den geplanten Anlass mit idealisierten Vorstellungen oder vergangenen Ereignissen, die als besonders empfunden wurden. Hier haben wir ein paar Tipps, wie du in sechs Schritten aufhören kannst, dich mit anderen zu vergleichen.

4. Starke emotionale Investition

Du investierst so viel emotionale Energie in die Vorfreude auf den Moment, dass dich jede Abweichung stark enttäuscht.

5. Angst vor Enttäuschung

Du hast Angst, dass der besondere Tag nicht so wird, wie du es dir erhoffst, und diese Angst beeinträchtigt deine Stimmung.

6. Hohe Erwartungen an andere

Du setzt hohe Erwartungen an das Verhalten und die Reaktionen anderer Menschen auf deiner Party. Wenn jemand kurzfristig absagt, bricht deine Welt zusammen.

Was kann man gegen das Perfect-Moment-Syndrome tun?

Um herauszufinden, ob deine Erwartungen angemessen sind, kannst du versuchen, eine realistische Perspektive einzunehmen. Das kann bedeuten, flexibler mit den Plänen umzugehen, sich bewusst auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren. Es ist wichtig, die Realität zu akzeptieren und Flexibilität zu zeigen, um Enttäuschungen zu vermeiden. Genieß die Gelegenheit, so viele liebe Menschen zu treffen und konzentriere dich auf gute Gespräche.

Wenn alles schon zu spät ist und sich das Gefühl der Enttäuschung bereits in dir breit macht, kannst du Strategien entwickeln, um diese Emotion zu regulieren. Dabei kann zum Beispiel positives Denken hilfreich sein. Anstatt dich auf die negativen Dinge zu konzentrieren, versuchst du, positive Aspekte an der neuen, unerwarteten Situation zu finden. Das nennt man kognitive Umstrukturierung.

Wenn tatsächlich etwas richtig schiefgelaufen ist, ist es besser, sich nicht nur auf das Problem zu konzentrieren, sondern darüber nachzudenken, wie man es lösen kann. Das aktive Handeln ist eine Form der Emotionsregulation. Dabei geht es darum, Wege zu finden, mit Gefühlen umzugehen, sie zu beeinflussen und für dein inneres Gleichgewicht zu sorgen. Lässt die Enttäuschung dich gar nicht mehr los, hilft es manchmal auch, mit Vertrauten über diese Gefühle zu sprechen und gemeinsam Wege zu finden, um die Situation zu entspannen.

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