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Alleskönner Papaya: Die Wunderfrucht hilft sogar bei Schmerzen

  • Veröffentlicht: 12.04.2024
  • 11:21 Uhr
  • Lisa Millinger

Die Papaya ist in den vergangenen Jahren immer öfter in den deutschen Supermarktregalen aufgetaucht. Nicht nur die Frucht selbst ist gesund, sondern auch die kleinen unscheinbaren Kerne können als Gewürz verwendet werden.

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Das Wichtigste in Kürze zur Papaya

  • Die Papaya gehört zu den Melonenbaum-Gewächsen. Die Frucht stammt ursprünglich aus Mittelamerika und wurde bereits von indigenen Völkern angebaut.

  • Das Enzym Papain macht die Papaya besonders gesund: Es sorgt für eine gute Verdauung und kann dank seiner antioxidativen Wirkung auch Schmerzen von Sportverletzungen lindern.

  • Aus den Kernen der Papaya kann eine neue Pflanze gezogen werden. Schon nach einem Jahr gibt’s die ersten Blüten, aus denen neue Früchte entstehen.

Inhalt

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Wissenswertes über die Papaya

Die Papaya ist die Frucht des Papayabaums und gehört zur Familie der Melonenbaum-Gewächse. Genau genommen wird der Papayabaum aufgrund seiner Wuchsform aber weder als Baum noch als Strauch oder Pflanze bezeichnet. Daher wird manchmal auch von baumförmigem Kraut gesprochen. Das Kraut selbst wächst sehr schnell und kann eine Höhe von drei bis vier Metern erreichen.

Die ursprüngliche Heimat der Papaya liegt wohl in Mittelamerika. Dort wurde die Frucht bereits von indigenen Völkern angebaut. Aufgrund der Kolonialisierung hat sich das Anbaugebiet ausgeweitet und heute wird sie auch in Brasilien, Costa Rica, Peru, Kuba, Kenia, Mexiko, Australien, Indonesien und Indien angebaut.

Bildergalerie: Fakten über die Papaya

Die Papayapflanze wird bis zu zehn Meter hoch. Sie wachsen schnell  und bereits zehn bis vierzehn Monate nach der Keimung werden Früchte gebildet, die dann etwa fünf Monate zum Reifen benötigen.
Die Papayapflanze wird bis zu zehn Meter hoch. Sie wachsen schnell und bereits zehn bis vierzehn Monate nach der Keimung werden Früchte gebildet, die dann etwa fünf Monate zum Reifen benötigen.© picture alliance / imageBROKER
Die Papaya ist vor allem in Mexiko und Südamerika beheimatet. Das wichtigste Anbauland ist mit über 5,5 Millionen Tonnen jährlich eindeutig Indien.
Die Papaya ist vor allem in Mexiko und Südamerika beheimatet. Das wichtigste Anbauland ist mit über 5,5 Millionen Tonnen jährlich eindeutig Indien.© picture alliance / blickwinkel / A. Hartl
An der Schalenfarbe lässt sich erkennen, ob die Frucht reif ist oder nicht. Sind die Papayas gelblich mit rötlichen Flecken, dann schmecken sie am besten. Im Kühlschrank halten sie in diesem Stadium etwa eine Woche.
An der Schalenfarbe lässt sich erkennen, ob die Frucht reif ist oder nicht. Sind die Papayas gelblich mit rötlichen Flecken, dann schmecken sie am besten. Im Kühlschrank halten sie in diesem Stadium etwa eine Woche.© picture alliance / Zoonar
Papaya-Kerne zeichnen sich durch ihre milde Schärfe aus. Daher eignen sie sich optimal zum Würzen. Achte darauf, nur Kerne von vollreifen Papayas zu verwenden. Diese musst du dafür waschen und trocknen.
Papaya-Kerne zeichnen sich durch ihre milde Schärfe aus. Daher eignen sie sich optimal zum Würzen. Achte darauf, nur Kerne von vollreifen Papayas zu verwenden. Diese musst du dafür waschen und trocknen.© picture alliance / J. Pfeiffer / imageBROKER
Die Papayapflanze wird bis zu zehn Meter hoch. Sie wachsen schnell  und bereits zehn bis vierzehn Monate nach der Keimung werden Früchte gebildet, die dann etwa fünf Monate zum Reifen benötigen.
Die Papaya ist vor allem in Mexiko und Südamerika beheimatet. Das wichtigste Anbauland ist mit über 5,5 Millionen Tonnen jährlich eindeutig Indien.
An der Schalenfarbe lässt sich erkennen, ob die Frucht reif ist oder nicht. Sind die Papayas gelblich mit rötlichen Flecken, dann schmecken sie am besten. Im Kühlschrank halten sie in diesem Stadium etwa eine Woche.
Papaya-Kerne zeichnen sich durch ihre milde Schärfe aus. Daher eignen sie sich optimal zum Würzen. Achte darauf, nur Kerne von vollreifen Papayas zu verwenden. Diese musst du dafür waschen und trocknen.
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Superfood Papaya: Das kann die Frucht

🍊 Der eigentliche Superstar der Papaya ist das Enzym Papain. Es kommt in der Papaya in einer hohen Konzentration vor und unterstützt die Verdauung. Es erleichtert nämlich das Aufspalten der Proteine, wodurch die Papaya sehr leicht verdaut werden kann und ihre Nährstoffe leicht aufgenommen werden können. In tropischen Regionen ist die Frucht dank des Enzyms ein natürliches Mittel bei einer gestörten Verdauung.

🍊 Nicht nur bei der Verdauung kann Papain helfen, auch bei der Behandlung von Entzündungen wird es eingesetzt. Das Enzym hat eine antientzündliche Wirkung und kann bei Sportverletzungen oder Insektenstichen die Beschwerden lindern. Papain regt nämlich die körpereigene Produktion von Zytokinen (Proteine, die Entzündungen in unserem Körper regulieren) an.

🍊 Eine Studie aus 2014 hat gezeigt, dass unser Körper Nährstoffe wie Beta-Carotin und Lycopin aus der Papaya sogar besser aufnehmen kann, als aus Karotten oder Tomaten.

🍊 In einer kleinen Portion von 100 Gramm stecken rund 76 Milligramm Vitamin C und decken damit fast den Tagesbedarf.

🍊 Antioxidantien, wie Lycopin und Vitamin C aus Papaya sind essenziell für unsere Gesundheit. Sie wirken als Radikalfänger und sind in der Lage, oxidativen Stress zu verringern.

Papaya zu Hause anpflanzen: So geht's

  1. Um aus den Kernen der Papaya eine neue Frucht zu ziehen, musst du im ersten Schritt die Kerne entnehmen. Nimm dafür eine Frucht, die schon sehr weit gereift ist. Entferne die Kerne, spüle sie ab und rubble sie mit einem Geschirrtuch trocken.
  2. Fülle einen kleinen Topf mit Anzuchts-Substrat. Pro Topf setzt du den Samen am besten 0.5 cm tief in die Erde. Pflanze auch immer gleich mehrere Samen, denn die Chance, dass ein Samen keimt, ist relativ gering.
  3. Der Samen benötigt nun zwei Wochen lang eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine warme Umgebung mit etwa 27 Grad Celsius. Wenn sich drei Blätter gebildet haben, kann der Samen umgetopft werden.
  4. Stelle die Pflanze nach dem Umtopfen an einen sonnigen Platz. Wähle dabei einen ausreichend großen Topf, da sie nicht öfter als 1x pro Jahr umgetopft werden sollte.
  5. Gieße und dünge die Pflanze regelmäßig. Im Sommer sind Temperaturen über 20 Grad Celsius perfekt, im Winter darf es mit 13 bis 18 Grad Celsius gerne etwas kühler sein. Im Sommer sollte die Pflanze auch draussen platziert werden.
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Papaya: So kannst du die Frucht in der Küche verwenden

Reife Papayas eignen sich gut für Obstsalate oder Süßspeisen. Sie passen dank ihres recht milden Geschmacks aber auch gut in Salate und sind generell eine gute Ergänzung in salzigen Speisen. Unreif kann man Papayas wie Gemüse verwenden, beispielsweise in Currys, Chutneys oder Salsa.

Gut zu wissen: Das Enzym Papain sorgt einerseits dafür, dass Fleisch zarter wird. Andererseits werden Speisen, in denen Gelatine enthalten wird, nicht hart (Cremes und Gelees).

Papaya kaufen: So erkennst du, ob die Frucht reif ist

Eine reife Papaya hat eine durchgängig gelbe Schale, eventuell mit roten Bereichen. Außerdem gibt eine reife Frucht auf leichten Druck der Finger nach. Ist die Papaya noch fest und gibt auf Druck nicht nach, kann man sie noch nachreifen lassen. Das funktioniert allerdings nur bei Früchten, die schon leicht gelb sind. Wenn eine Papaya grün ist, reift sie nicht mehr nach.

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Die besten Gerichte mit Papaya

Ein leichter und knackiger Papayasalat, der sich gut als Vorspeise oder Beilage eignet. Dünne Papaya- und Möhrenstreifen mit einem Dressing aus Limette und Sojasauce sorgen für den erfrischend säuerlichen Geschmack.
Ein leichter und knackiger Papayasalat, der sich gut als Vorspeise oder Beilage eignet. Dünne Papaya- und Möhrenstreifen mit einem Dressing aus Limette und Sojasauce sorgen für den erfrischend säuerlichen Geschmack.© Imago Images / ZUMA Wire
Karotten und Papaya ergänzen sich nicht nur farblich gut: Sie verbindet fruchtige Süße mit herzhaftem Gemüse für einen unvergleichlichen Geschmack. Garniert mit frittierten Karotten ein echtes Geschmackserlebnis.
Karotten und Papaya ergänzen sich nicht nur farblich gut: Sie verbindet fruchtige Süße mit herzhaftem Gemüse für einen unvergleichlichen Geschmack. Garniert mit frittierten Karotten ein echtes Geschmackserlebnis.© picture alliance / Foodcollection
Der Papaya-Smoothie ist der perfekte Start in den Tag oder ein fruchtiger Snack zwischendurch. Die süße und saftige Papaya wird mit cremiger Joghurt, frischen Früchten und einem Hauch von Minze zu einem köstlichen und nährstoffreichen Smoothie gemixt.
Der Papaya-Smoothie ist der perfekte Start in den Tag oder ein fruchtiger Snack zwischendurch. Die süße und saftige Papaya wird mit cremiger Joghurt, frischen Früchten und einem Hauch von Minze zu einem köstlichen und nährstoffreichen Smoothie gemixt.© Imago Images / Pond5 Images
Ein Papaya-Chutney eignet sich hervorragend als Beilage zu verschiedenen Gerichten. 
Ein Papaya-Chutney eignet sich hervorragend als Beilage zu verschiedenen Gerichten. © picture alliance / Food Collection
Ein leichter und knackiger Papayasalat, der sich gut als Vorspeise oder Beilage eignet. Dünne Papaya- und Möhrenstreifen mit einem Dressing aus Limette und Sojasauce sorgen für den erfrischend säuerlichen Geschmack.
Karotten und Papaya ergänzen sich nicht nur farblich gut: Sie verbindet fruchtige Süße mit herzhaftem Gemüse für einen unvergleichlichen Geschmack. Garniert mit frittierten Karotten ein echtes Geschmackserlebnis.
Der Papaya-Smoothie ist der perfekte Start in den Tag oder ein fruchtiger Snack zwischendurch. Die süße und saftige Papaya wird mit cremiger Joghurt, frischen Früchten und einem Hauch von Minze zu einem köstlichen und nährstoffreichen Smoothie gemixt.
Ein Papaya-Chutney eignet sich hervorragend als Beilage zu verschiedenen Gerichten. 

Wie nachhaltig ist der Papaya-Konsum?

Papayas legen einen langen Weg zurück, bis sie schließlich in den deutschen Supermarktregalen landen. In Ländern wie beispielsweise Brasilien sind nach wie vor Pestizide im Einsatz, die im EU-Raum verboten sind. In einer Studie wurde herausgefunden, dass exotische Früchte prozentual am häufigsten die Höchstwerte der Pestizide überschreiten. Dazu zählt beispielsweise das Fungzid Cabendazim. Es wirkt sich dieses unter anderem negativ auf die embryonale Entwicklung, auf das Hormonsystem und die Fortpflanzung von Tieren aus. Die Substanz verpestet außerdem Böden und Gewässer.

Den besten ökologischen Fußabdruck haben spanische Bio-Papayas. Diese haben den geringsten Weg und der Einsatz von Pestiziden ist in Europa sehr reduziert.

Im Video: So wirst du die nervigen Fruchtfliegen los

Die häufigsten Fragen zur Papaya

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