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Mystery

Die Osterinsel: Das steckt hinter dem Geheimnis der riesigen Moai-Stein-Köpfe

  • Aktualisiert: 13.05.2024
  • 10:10 Uhr
  • Heike Predikant
Kolossale Sehenswürdigkeiten erwarten die Besucher:innen auf der Osterinsel. Den Ursprung bzw. den Zweck der riesigen Moai-Statuen konnten Forschende immer noch nicht final klären. 
Kolossale Sehenswürdigkeiten erwarten die Besucher:innen auf der Osterinsel. Den Ursprung bzw. den Zweck der riesigen Moai-Statuen konnten Forschende immer noch nicht final klären. © adobestock.de - Peter

Am Ostersonntag vor über 300 Jahren, am 5. April 1722, wurde die Insel entdeckt. Geheimnisse hütet die Osterinsel jedoch noch immer. Wir nehmen dich mit und zeigen, was das Paradies gerade bedroht - jetzt bei "Galileo X-Plorer" auf Joyn. 

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Das Wichtigste zum Thema Osterinsel

  • Vermutlich im ersten Jahrtausend n. Chr. besiedelten die Rapanui im Rahmen der Polynesischen Völkerwanderung die 162 Quadratkilometer große Insel. Sie nannten sie "Rapa Nui". 2017 lebten 7.750 Menschen dort, wie eine Volkszählung ergab.

  • Ihren heutigen Namen verdankt die Osterinsel dem Seefahrer Jacob Roggeveen: Der Niederländer sichtete sie 1722 als erster Europäer - und zwar am Ostersonntag.

  • Bekannt ist die Osterinsel wegen der monumentalen Stein-Statuen. Die Mehrzahl von ihnen steht im Nationalpark Rapa Nui, der 1995 zum Unesco-Welterbe erklärt wurde.

Inhalt

Hier befindet sich die Osterinsel

Die <a href="https://www.galileo.tv/natur/la-palma-wird-wegen-vulkan-groesser-koennen-wir-da-bald-sonnenbaden/">vulkanische Insel</a> liegt abgeschieden im <strong>Südostpazifik</strong>. Geographisch gehört sie zu <strong>Polynesien</strong>, politisch zu Chile.
Die vulkanische Insel liegt abgeschieden im Südostpazifik. Geographisch gehört sie zu Polynesien, politisch zu Chile.© Galileo
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Moai: Die geheimnisvollen Stein-Statuen der Osterinsel

Knapp 900 Moai bevölkern Rapa Nui. Imposante Stein-Statuen, die im Schnitt vier Meter hoch und 12,5 Tonnen schwer sind. Sie sind Teil größerer Zeremonial-Anlagen, wie man sie aus der polynesischen Kultur kennt. Das genau Alter der Figuren ist umstritten, als gesichert gilt nur, dass sie nicht älter als 1.500 Jahre sind.

Um sie herzustellen, vollbrachten die Rapanui wahre Meisterleistungen. Zunächst wurden mit Hämmern massive Steinblöcke aus den Hängen des Vulkans Rano Raraku geschlagen. Danach wurden aus dem Tuffstein Gesicht und Körper herausgemeißelt. Die fertigen Statuen ließ man schließlich an Seilen an den Hängen herab.

Wie die Einheimischen jedoch die Kolosse transportiert und über die gesamte Insel verteilt haben, konnte von Wissenschaftler:innen bislang nicht endgültig geklärt werden. Als durchführbar erwiesen sich sowohl der liegende Transport mit Rollen, Gleisen oder Schlitten als auch der aufrechte Transport in einem Balken-Korsett. Ebenso ist es möglich, dass die Moai an Seilen durch Schaukel-Bewegungen zum "Laufen" gebracht wurden.

Und dann ist da noch das größte aller Geheimnisse: Welchem Zweck dienten die Moai? Eine weitverbreitete Theorie ist, dass die Rapanui sie errichteten, um Häuptlinge, Ahnen oder andere bedeutende Personen zu ehren. Zudem sollten die menschenähnlichen Gestalten offenbar vor Eindringlingen schützen, da ein Großteil mit dem Rücken zum Meer ausgerichtet war.

Forschende der Binghamton University analysierten 2019 die Standorte der Moai - und kamen zu einer neuen Erkenntnis. Auffallend war die Nähe zu Süßwasser-Quellen. Demnach "markierten" die Figuren jene Plätze auf der Osterinsel, an denen Trinkwasser zu finden war.

Kolossale Sehenswürdigkeiten: Aha Tongariki ist die größte Zeremonial-Stätte der Osterinsel. Hier reihen sich 15 Moai auf einer Plattform aus Lava-Stein.
Kolossale Sehenswürdigkeiten: Aha Tongariki ist die größte Zeremonial-Stätte der Osterinsel. Hier reihen sich 15 Moai auf einer Plattform aus Lava-Stein.© adobestock.de - Erich

Im Video: Die Geschichte hinter den Moai-Statuen

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Aber: Finger weg von den Moai!

Jährlich besuchen über 100.000 Tourist:innen die Insel. Da sich die Einheimischen jedoch über den Ansturm beklagten, verringerte Chile 2018 den maximalen Aufenthalt für Gäste von 90 auf 30 Tage.

🚫 Die Moai auf der Osterinsel sind gesetzlich geschützt. Man darf sie nicht berühren und auch die Plattformen, auf denen sie stehen, nicht betreten. Wenn jemand es dennoch tut und erwischt wird, drohen Strafen. So war es etwa bei einem finnischen Touristen, der 2008 einer der Stein-Figuren ein Ohr abschlug und es als Souvenir mit nach Hause nehmen wollte. Dafür musste er eine Geldstrafe von 17.000 Dollar zahlen und sich drei Jahre von der Insel fernhalten.

Reise-Tipps: 5 Dinge, die du auf der Osterinsel tun kannst

5 Reise-Tipps für die Osterinsel

1. Hanga Roa erkunden. Die einzige Ortschaft der Insel mit dem einzigen Hafen liegt an der südlichen Westküste. Ein Besuch im Museo Antropológico Sebastián Englert ist ein "Muss": Das anthropologische Museum, benannt nach dem deutschen Missionar Sebastian Englert, präsentiert Artefakte und informiert über die Rapa-Nui-Kultur.&nbsp;
1. Hanga Roa erkunden. Die einzige Ortschaft der Insel mit dem einzigen Hafen liegt an der südlichen Westküste. Ein Besuch im Museo Antropológico Sebastián Englert ist ein "Muss": Das anthropologische Museum, benannt nach dem deutschen Missionar Sebastian Englert, präsentiert Artefakte und informiert über die Rapa-Nui-Kultur. © Getty Images
2. Einen Strandtag in Anakena einlegen. In die rund 500 Meter lange Bucht an der Nordküste schmiegt sich ein weißer Sandstrand. Er gilt als einer der schönsten Strände der Südsee. Und wer durchs türkisblaue Wasser schwimmt, trifft auf Goldfische. Hier soll der Legende nach der polynesische König Hotu Matua gelandet sein und eine Siedlung gegründet haben.&nbsp;
2. Einen Strandtag in Anakena einlegen. In die rund 500 Meter lange Bucht an der Nordküste schmiegt sich ein weißer Sandstrand. Er gilt als einer der schönsten Strände der Südsee. Und wer durchs türkisblaue Wasser schwimmt, trifft auf Goldfische. Hier soll der Legende nach der polynesische König Hotu Matua gelandet sein und eine Siedlung gegründet haben. © Getty Images
3. Zum Terevaka hinauf wandern. Vom Fuß des erloschenen Vulkans geht es&nbsp; etwa 500 Höhenmeter bergauf zu seinem Gipfel, der höchsten Erhebung der Insel. Oben angekommen bietet sich eine 360-Grad-Aussicht auf die Weiten des Pazifiks. Man kann auch geführte Nachtwanderungen buchen. Dabei erfährt man unter anderem, wie die Polynesier:innen früher die Sterne zur Navigation nutzten.&nbsp;
3. Zum Terevaka hinauf wandern. Vom Fuß des erloschenen Vulkans geht es  etwa 500 Höhenmeter bergauf zu seinem Gipfel, der höchsten Erhebung der Insel. Oben angekommen bietet sich eine 360-Grad-Aussicht auf die Weiten des Pazifiks. Man kann auch geführte Nachtwanderungen buchen. Dabei erfährt man unter anderem, wie die Polynesier:innen früher die Sterne zur Navigation nutzten. © IMAGO/ robertharding
4. Surfen an der Westküste. Die Geschichte des Wellenreitens begann in Polynesien, Höhlen-Malereien aus dem 12. Jahrhundert zeigen erste Surf-Versuche der Bevölkerung. Auf die Osterinsel rollen von allen Seiten - ungebremst - oft mehrere Meter hohe Brecher heran. Die besten Spots finden sich im Westen: Für Anfänger:innen eignet sich der "Pea Beach", "Experienced Surfers" können sich in Mataveri oder Tahai beweisen.&nbsp;
4. Surfen an der Westküste. Die Geschichte des Wellenreitens begann in Polynesien, Höhlen-Malereien aus dem 12. Jahrhundert zeigen erste Surf-Versuche der Bevölkerung. Auf die Osterinsel rollen von allen Seiten - ungebremst - oft mehrere Meter hohe Brecher heran. Die besten Spots finden sich im Westen: Für Anfänger:innen eignet sich der "Pea Beach", "Experienced Surfers" können sich in Mataveri oder Tahai beweisen. © Getty Images
5. Sich in die Höhlen wagen. Über 800 Höhlen sind katalogisiert, aber schätzungsweise sind es über Tausend, die die Osterinsel zu einem "Emmentaler" machen. Eine der spektakulärsten ist Ana Kagenga mit ihren zwei Fenstern oberhalb der Steilküste. Entstanden sind die "Guck-Löcher", indem sich einst Lava ihren Weg - durchs Gestein - nach draußen bahnte.&nbsp;
5. Sich in die Höhlen wagen. Über 800 Höhlen sind katalogisiert, aber schätzungsweise sind es über Tausend, die die Osterinsel zu einem "Emmentaler" machen. Eine der spektakulärsten ist Ana Kagenga mit ihren zwei Fenstern oberhalb der Steilküste. Entstanden sind die "Guck-Löcher", indem sich einst Lava ihren Weg - durchs Gestein - nach draußen bahnte. © Getty Images
1. Hanga Roa erkunden. Die einzige Ortschaft der Insel mit dem einzigen Hafen liegt an der südlichen Westküste. Ein Besuch im Museo Antropológico Sebastián Englert ist ein "Muss": Das anthropologische Museum, benannt nach dem deutschen Missionar Sebastian Englert, präsentiert Artefakte und informiert über die Rapa-Nui-Kultur.&nbsp;
2. Einen Strandtag in Anakena einlegen. In die rund 500 Meter lange Bucht an der Nordküste schmiegt sich ein weißer Sandstrand. Er gilt als einer der schönsten Strände der Südsee. Und wer durchs türkisblaue Wasser schwimmt, trifft auf Goldfische. Hier soll der Legende nach der polynesische König Hotu Matua gelandet sein und eine Siedlung gegründet haben.&nbsp;
3. Zum Terevaka hinauf wandern. Vom Fuß des erloschenen Vulkans geht es&nbsp; etwa 500 Höhenmeter bergauf zu seinem Gipfel, der höchsten Erhebung der Insel. Oben angekommen bietet sich eine 360-Grad-Aussicht auf die Weiten des Pazifiks. Man kann auch geführte Nachtwanderungen buchen. Dabei erfährt man unter anderem, wie die Polynesier:innen früher die Sterne zur Navigation nutzten.&nbsp;
4. Surfen an der Westküste. Die Geschichte des Wellenreitens begann in Polynesien, Höhlen-Malereien aus dem 12. Jahrhundert zeigen erste Surf-Versuche der Bevölkerung. Auf die Osterinsel rollen von allen Seiten - ungebremst - oft mehrere Meter hohe Brecher heran. Die besten Spots finden sich im Westen: Für Anfänger:innen eignet sich der "Pea Beach", "Experienced Surfers" können sich in Mataveri oder Tahai beweisen.&nbsp;
5. Sich in die Höhlen wagen. Über 800 Höhlen sind katalogisiert, aber schätzungsweise sind es über Tausend, die die Osterinsel zu einem "Emmentaler" machen. Eine der spektakulärsten ist Ana Kagenga mit ihren zwei Fenstern oberhalb der Steilküste. Entstanden sind die "Guck-Löcher", indem sich einst Lava ihren Weg - durchs Gestein - nach draußen bahnte.&nbsp;
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Kulinarische Frage: Was ist das "Nationalgericht" der Osterinsel?

Auf der Osterinsel isst man gerne ein Curanto. Für die traditionelle Zubereitung wird ein Erdloch gegraben und mit Holzscheiten ausgelegt, oben drauf kommen Vulkan-Steine. Dann zündet man das Holz an und erhitzt so die Steine. Wenn sie glühen, werden sie mit Blättern (etwa von der Pangue-Pflanze) bedeckt. Die dienen als Unterlage für die Zutaten: Muscheln, Fisch, Fleisch und Gemüse. Nach einigen Stunden ist das Gericht gar und verzehrfertig.

Falls du Lust auf ein Curanto hast, musst du kein Erdloch ausheben. Auch auf der Osterinsel wird das Gericht heute oft im Topf zubereitet.

Spezialität der Osterinsel: Ein Curanto gart traditionell in einem "Erdofen" - und den nennen die Einheimischen "Umu". Die Zubereitungsform erinnert an die Erdöfen in Argentinien.&nbsp;
Spezialität der Osterinsel: Ein Curanto gart traditionell in einem "Erdofen" - und den nennen die Einheimischen "Umu". Die Zubereitungsform erinnert an die Erdöfen in Argentinien. © adobestock.de - SobrevolandPatagonia

Die häufigsten Fragen zur Osterinsel

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