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Steigende Preise – und kein Ende in Sicht

Alles wird immer teurer. Das beklagen die Leute immer, aber in diesem Jahr haben sie dazu auch allen Grund, wie ein Preisvergleich des Statistischen Bundesamtes zeigt. Heizöl und Kraftstoffe: 34,8 Prozent mehr binnen eines Jahres. Gemüse: 9,2 Prozent plus. Strom, Gas, Brennstoffe: + 7,5 Prozent.

"Inflation entsteht immer dann, wenn die Preise über die Zeit hinweg steigen", erklärt Timo Wollmershäuser, Wirtschaftswissenschaftler am ifo-Institut München. Eine Steigerung um zwei Prozent ist da quasi eingepreist, aber aktuell ist der statistische Warenkorb um 4,1 Prozent teurer geworden. Die Ursachen? Sind vielfältig, so Experte Wollmershäuser: Nach der Corona-Krise sind die Energiepreise wieder gestiegen, die Mehrwertsteuer ist zurück auf dem alten Wert, die Lieferketten sind brüchiger geworden. All das summiert sich und wird nun spürbar an der Tankstelle und im Supermarkt.

Im Clip: Deutschland wird teurer - Warum steigt die Inflation und was sind die Folgen?

Gut leben und trotzdem sparen – so könnte es klappen

In der Bäckerei Geisenhofer in Freising müssen die Kund:innen inzwischen für die Semmel ein paar Cent mehr bezahlen. Das liegt aber nicht nur daran, dass die Bäckerei-Besitzer Stephanie und Stefan Geisenhofer jetzt mehr bezahlen müssen für Strom und Rohstoffe. Sondern sie haben auch frühzeitig die Gehälter der Mitarbeitenden erhöht, damit diese sich das nun teurere Leben leisten können.

Von so vorausdenkenden Chefs können die meisten Menschen nur träumen. Daniel Engelbarts, Gründer der Schnäppchen-Plattform "Sparwelt", rät deshalb zum einen, regelmäßig den Energieanbieter zu wechseln, um so stets beim günstigsten Anbieter zu landen. Fürs Tanken empfiehlt er Tankvergleich-Apps, die nach der billigsten Tanke suchen. Und wer an Weihnachten irgendetwas mit einem Chip verschenken möchte, sollte jetzt sofort zugreifen. Oder besser gestern schon.

Im Clip: Trotz steigender Preise - Wie können wir sparsam leben?

In den Fängen von Facebook & Co: Machen Soziale Medien süchtig?

Als es Anfang Oktober wegen technischer Probleme über Nacht kein Facebook gab, kein Instagram und auch kein WhatsApp, da wurde einigen Menschen erst bewusst, wie groß der Einfluss der sozialen Medien auf ihr Leben ist: Wer bin ich, wenn ich nicht mehr online bin?

Influencer-Burnout heißt eine der psychischen Krankheiten, die durch Nonstop-Anwesenheit in den sozialen Medien entstehen können. Denn diese machen keinen Feierabend und kein Wochenende. Das hat Folgen: "Als dürfte ich nicht abschalten", beschreibt Johanna Dexheimer, hauptberuflich Content Creator, dieses beklemmende Gefühl, "als müsste ich immer nur liefern". Schließlich zog sie die Notbremse: vier Monate Social-Media-Abstinenz.

Instagram könne nur zum Problem werden, wenn jemand bereits psychische Probleme habe, sagt Instagram. Und schiebt damit den Schwarzen Peter auf die User ab. Frances Haugen, einst Facebook-Mitarbeiterin, hat gerade vor dem US-Senat erläutert, wie der Konzern von Mark Zuckerberg ihrer Meinung nach über seine Verantwortung denkt: "Facebook stellt Profit über die Probleme. Das verletzt Menschen oder tötet sie sogar."

Im Clip: Krank durch Social Media - Die Gefahren von Facebook und Co.

Raus aus der Online-Sucht: Von der Kunst, abzuschalten

Haugens Vorwurf: Facebook halte eine Studie zurück, die ganz klar die Folgen der sozialen Medien wie Facebook und Instagram auf die psychische Gesundheit der Nutzer zeige. Die "Umfrage" sei von Hogan falsch interpretiert worden, beteuert hingegen Monika Bickert, beim Konzern Facebook für die Konzernrichtlinien zuständig. Instagram etwa sei sogar eine wichtige Quelle der Unterstützung von Jugendlichen, gerade in schwierigen Situationen.

Johanna Dexheimer ist nun wieder als Influencerin tätig. Aber sie hat gelernt, sich analoge Pausen zu gönnen und Sport als Ausgleich in den Alltag einzubauen. Nicht nur online sein, sondern auch mal abschalten: Das ist der erste und vielleicht wichtigste Schritt aus der Social-Media-Sucht.

"Zervakis & Opdenhövel. Live.": Das Gefängnisexperiment "Step into the circle"

Gangster war der erste Berufswunsch von Maximilian Pollux. Schon als Zwölfjähriger hatte er geklaut, gekifft und zu viel Alkohol getrunken. Mit 13 arbeitete er als Drogenkurier, mit 15 saß er zum ersten Mal im Jugendknast. Mit 21 fährt Pollux erneut ein, diesmal für fast zehn Jahre: Drogen- und Waffenhandel, Raub und räuberische Erpressung sowie gefährliche Körperverletzung stehen auf der Liste seiner Verbrechen. Unter anderem.

Und heute? Hat der 38-Jährige eine Ausbildung als Bankkaufmann abgeschlossen, ist verheiratet und bringt sich auf viele verschiedene Weisen ehrenamtlich ein, etwa als Anti-Gewalt-Trainer und Aufklärer in der Jugendarbeit. Vom Intensivtäter zum Vorzeige-Bürger: ein harter Weg.

Bei #ZOL führt Pollux ein Sozial-Experiment durch, um Parallelen in den Lebensläufen von Kriminellen aufzuzeigen. 19 Häftlinge stehen in einem Kreis um ihn herum. Pollux fragt nach familiären Erfahrungen in der Kindheit, nach geschiedenen Eltern und Prügelstrafe. Nach fehlendem Verständnis, fehlendem Zugehörigkeitsgefühl und nach der Sehnsucht, geliebt zu werden. Jedes "Ja" führt die Strafgefangenen näher ins Zentrum des Kreises.

"Der Circle zeigt den Teufelskreis auf", erklärt Pollux. Er zeige, "dass eben nicht jeder die gleichen Startchancen hat." All diejenigen, die zum Schluss sehr nahe bei Pollux stehen, sind auch deshalb Täter geworden, weil sie lange Opfer waren. "Wir sind Brüder im Schmerz", bezeichnet Pollux diese Männerrunde.

Im Clip: Das Knast-Experiment - Was macht uns zu Verbrechern?

Das Gefängnis von heute funktioniert nach den Regeln von vorgestern

Pollux' These: Im Gefängnis sitzen viele, die in ihrer Kindheit und Jugend schwer traumatisiert wurden. Die bis heute an einem posttraumatischen Belastungssyndrom leiden, ohne eine echte Diagnose aber keine Hilfe bekommen. Der Resozialisierungsgedanke könne gar nicht funktionieren, denn es gehe bei vielen erst einmal um eine Sozialisierung, da sie diese vom Elternhaus nicht mitbekommen haben. Das Gefängnisprinzip aber sei heute noch so wie vor 100 Jahren – während die Welt draußen sich weitergedreht hat.

Pollux selbst glaubt übrigens, er sei aus der Haft gefährlicher herausgekommen, als er davor gewesen sei. Sein Glück indes war, eine Familie zu haben, die zu ihm stand. Die Änderung zum besseren Menschen hin habe erst nach dem Knastaufenthalt stattgefunden. Das will er mit seinem ehrenamtlichen Engagement nun auch anderen Ex-Häftlingen ermöglichen.

Im Clip: Sind unsere Gefängnisstrafen veraltet? Maximilian Pollux im Talk

Unvorstellbare Bilder aus dem Feuer

"Zervakis & Opdenhövel. Live." begleitet einen Feuerfotografen in den USA. Dieser Mann fängt beängstigende Brände ebenso im Bild ein, wie die Ruinen, die das Feuer hinterlässt.

Im Clip: Der Feuerfotograf

Jens Riewa in "The Masked Singer": "Ich hatte die Zeit meines Lebens"

Er war die vermutlich schillerndste Chili, die je im deutschen Fernsehen zu sehen war, doch leider mit nur kurzem Haltbarkeitsdatum: Nachrichtenmann Jens Riewa wurde als erster Kandidat bei "The Masked Singer" demaskiert, aber der Mann ist nicht nachtragend: "The Masked Singer" sei "die sensationellste Familienshow des Universums", bilanziert er. "Ich hatte die Zeit meines Lebens."

Wer hätte geahnt, dass der 58-jährige Chefsprecher der "Tagesschau" so ein Unterhaltungs-Gemüse ist? Und das, obwohl Riewa anfangs Beklemmungen hatte in der 25 Kilo schweren Ganzkörpermaske, wie er bei "Zervakis & Opdenhövel. Live." gesteht: Zu sehr habe ihn die Enge darin an einen früheren Autounfall erinnert, bei dem er anfangs nicht aus dem Wagen herauskam. Aber Riewa lernte, damit umzugehen. Sein nächster Song wäre übrigens "The Business" von Tiësto gewesen, und nachdem Riewa davon etwas vorgetragen hat, verspricht Matthias Opdenhövel: "Ich hole dich wieder rein am Samstag!" Oder spätestens dann zum Finale von "The Masked Singer".

Im Clip: Jens Riewa - Die Chili über die Zeit seines Lebens!

#ZOL-Wiederholung: Jetzt die ganze Folge ansehen!

Hier kannst du die komplette Sendung "Zervakis & Opdenhövel. Live." vom 18. Oktober 2021 ansehen.

Welche Themen werden Linda und Matthias in der nächsten Folge am 25. Oktober 2021 aufgreifen? Das siehst du am kommenden Montag bei "Zervakis & Opdenhövel. Live." um 20:15 Uhr auf ProSieben und auf Joyn.