Psychologie: Warum lässt uns unser Selbstbewusstsein im Stich? 

Es ist zum Verrücktwerden! Meistens immer dann, wenn wir besonders souverän und selbstsicher wirken wollen, passiert es: Statt selbstsicherer zu werden, werden wir nervös und fangen an, an uns zu zweifeln. Wieso das so ist? Es liegt vor allem an der Aufregung und an der persönlichen Versagensangst, die wir mit der Situation verbinden. Unser Kopfkino geht an und wir stellen uns vor, was alles schief gehen könnte. Das löst noch mehr Panik aus und natürlich noch mehr Selbstzweifel. Wenn du in einer bestimmten Situation selbstbewusst rüberkommen willst, versuch dich nicht reinzusteigern. Kopfkino aus! Lenk dich lieber ab, sobald der erste Funken von Nervosität in dir aufsprüht. 

Schiebe den Gedanken, dass du auf Knopfdruck selbstbewusst wirken musst, von dir weg. Damit setzt du dich bloß selbst noch mehr unter Druck und im schlimmsten Fall verstellst du dich total. Wenn du selbstbewusst rüberkommen willst, musst du nämlich eigentlich gar nicht viel tun, nur du selbst sein! Genau das macht echtes Selbstbewusstsein nämlich aus. Aber ein paar kleine Tricks gibt’s da schon – und mit denen wirkst du in jeder Situation auf Anhieb gleich viel selbstsicherer...selbst wenn du innerlich gerade vor Aufregung zitterst. 

Sofort mehr Selbstbewusstsein: 4 einfache Tricks

Keine Sorge, die Tricks sind einfach umzusetzen und wenn du dich ein paar Mal daran hältst, wirst du die Selbstbewusstsein-Taktiken bald ganz automatisch ausführen. Selbstbewusste Menschen erkennst du meistens auf einen Blick: und zwar durch ihre Körpersprache. Es ist die Art, wie sie stehen oder sitzen und wie sie mit ihren Mitmenschen sprechen. Das kannst du dir einfach abschauen und solange imitieren, bis du die selbstbewussten Moves verinnerlicht hast. 

Mit diesen Tricks wirkst du auf andere sympathisch 

1. Selbstbewusst wirken: Hände unter Kontrolle haben 

Viele Menschen, verlieren die Kontrolle über ihre Hände, wenn sie nervös sind. Sie fuchteln beim Reden damit vor dem Gesicht herum, fahren sich ständig durch die Haare oder reiben sich den Hals. Diese Gesten nimmt dein Gegenüber sofort als Unsicherheit wahr und deine selbstbewusste Fassade bröckelt. Deshalb achte in Zukunft auf deine Hände, platziere sie am besten sichtbar für dein Gegenüber (in die Hosentasche stecken, wirkt ebenfalls unsicher) und sorge dafür, dass sie ruhig bleiben. Du kannst sie bei einem Gespräch im Sitzen auf den Tisch legen und die Finger ineinander verschränken. So hältst du dich quasi selbst fest, was dir wiederum eine gewisse Sicherheit gibt. 

2. Selbstbewusst wirken: In die Augen schauen  

Wer Blickkontakt meidet oder ständig auf den Boden schaut, kommt alles andere als selbstbewusst rüber. Denn selbstbewusste Menschen suchen und halten den Blickkontakt. Tja, nur manchmal ist es aber eben gar nicht so einfach, einer anderen Person beim Reden ständig in die Augen zu "starren". Dir geht es auch so? Dann kommt hier der Trick: Schaue bzw. konzentriere dich auf den Nasenrücken oder eine der Augenbrauen. Die Person wird trotzdem das Gefühl haben, dass du ihr direkt in die Augen blickst. 

3. Selbstbewusst wirken: Gesicht entspannen und lächeln

Ein simpler Trick mit großer Wirkung! Erinnere dich in Situationen, in denen du Selbstbewusstsein ausstrahlen willst, immer daran, freundlich zu lächeln. Lass dein Gesicht locker und setze dein schönstes Grinsen auf. Ein Lächeln wirkt sofort selbstsicher und sympathisch. Wenn wir sehr nervös sind, verkrampft sich das Gesicht oft. Ohne es bewusst wahr zu nehmen, runzelt sich unsere Stirn, wir pressen die Lippen fest zusammen. Dadurch entsteht der Eindruck, wir wären angespannt oder sogar genervt. So wollen wir nicht rüberkommen! Deshalb Mundwinkel nach oben ziehen und Stirn schön locker lassen. 

4. Selbstbewusst wirken: Die richtige Tonlage

Unsichere Menschen neigen dazu, in einem Gespräch vor lauter Nervosität eine Aussage wie eine Frage zu formulieren. Stellen wir eine Frage, heben wir die Tonlage am Ende des Satzes an. Bei einer ganz normalen Aussage verändert sich die Tonlage dagegen normalerweise nicht. Wenn wir eine Aussage aber wie eine Frage betonen, schwächen wir den Inhalt des Gesagten ab. Man wirkt, als wäre man sich mit seiner Aussage gar nicht sicher und würde seinen eigenen Worten nicht glauben. Deshalb achte darauf, dass sich deine Tonlage in einem Gespräch gerade bei wichtigen Aussagen nicht verändert und in die Höhe geht. Wenn du dich daran hälst, machst du deinem Gegenüber klar und deutlich, dass du selbst hinter deinen Worten stehst – und das zeichnen Selbstbewusstsein ja auch aus.

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