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Daniel Craig

Schauspieler

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Sein Name ist Craig… Daniel Craig. Der englische Schauspieler wurde vor allem durch seine Verkörperung als Doppelnull-Agent James Bond 007 weltberühmt. Bislang gab er den Spion mit der Lizenz zum Töten fünf Mal - zuletzt in "Keine Zeit zu sterben". Darüber hinaus kennt man Daniel Craig aus Blockbustern wie "Lara Croft: Tomb Raider", "Verblendung" oder "Knives Out - Mord ist Familiensache".

NameDaniel
NachnameCraig
LandGroßbritannien
GeburtsortChester, England
Alter56
Geburtstag03.02.1968
SternzeichenFische
Geschlechtmännlich
Haarfarbeblond
Grösse1,78 m
Familienstandverheiratet
Kinder1

Biografie zu Daniel Craig

Daniel Craig kommt am 2. März 1968 in Chester (West-England, nahe Wales) zur Welt. Seine Eltern sind der Stahlarbeiter Timothy John Wroughton Craig und die Kunstlehrerin Olivia Dana Williams Craig. Die Ehe der Eltern hält allerdings nicht lange. Die Mutter zieht mit Daniel Craig und seiner älteren Schwester Lea erst nach Liverpool und dann in die nahegelegene Stadt Wirral. Dort heiratet die Mutter den bekannten Künstler Max Blond, der bei dem sechsjährigen Daniel Craig früh dessen künstlerische Ader entdeckt.

Konfrontiert mit so viel Kunst um sich herum sucht der lebhafte Junge zunächst nach einem Ausgleichssport und findet ihn während seiner High-School-Zeit im Rugby. Mit 16 Jahren zieht es Daniel Craig nach London, wo er dann doch der Kunst nachgeht. Er tritt zunächst für einige Jahre in das "National Youth Theatre" ein. Zwischen 1988 bis 1991 nimmt er außerdem Schauspielunterricht an der Londoner "Guildhall School of Music and Drama".

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Liebesgrüße aus Berlin: Daniel Craig in Love mit Heike Makatsch

Übers Theater landet Daniel Craig 1992 schließlich beim Film. Er gibt sein Debüt in dem politischen Gesellschaftsdrama "Im Glanz der Sonne" und spielt hier an der Seite von Morgan Freeman und Armin Mueller-Stahl.

Am Anfang seiner Karriere tritt Daniel Craig überwiegend in TV-Produktionen und zweitklassigen Kinofilmen auf. Erwähnenswert ist erst das 1997 erscheinende deutsch-französische Filmdrama "Obsession", das sich um eine pikante Dreiecksbeziehung zwischen der Berliner Musikerin Miriam Auerbach (Heike Makatsch), dem französischen Arzt Pierre Moulin (Charles Berling) und dem englischen Handwerker John MacHale (Daniel Craig) dreht. Den drei Protagonist:innen wird in diesem Film von den Kritiker:innen eine überzeugende Leistung für ihr Schauspiel attestiert. Wobei zumindest Heike Makatsch und Daniel Craig nicht großartig spielen müssen: Die beiden lernen sich bei den Dreharbeiten zu "Obsession" nicht nur kennen, sondern auch lieben. Heike Makatsch zieht sogar mit Daniel Craig nach London und hält von dort aus ihre Schauspielkarriere in Deutschland am Leben. Die Beziehung hält bis 2004, danach zieht Heike Makatsch zurück nach Berlin.

1998 darf Daniel Craig in dem Oscar-prämierten Historiendrama "Elizabeth" (mit Cate Blanchett und Geoffrey Rush) mitwirken. Er bekommt es hier allerdings mit einer sehr unedlen Rolle zu tun und verkörpert John Ballard, den Verschwörungsdrahtzieher gegen Königin Elisabeth I. Nach dem Historienfilm dreht Daniel Craig zwar fleißig weiter Filme, echte internationale Highlights sind jedoch sehr rar und hierzulande erlangt er lediglich Bekanntheit als der Mann an der Seite von Heike Makatsch.

Einen ersten echten internationalen Hingucker liefert Daniel Craig erst 2001 ab, als er in "Lara Croft: Tomb Raider" den etwas zwielichtigen Freund Alex West von Lara Croft (Angelina Jolie) spielt. Nicht weniger zwielichtig, aber dafür umso wichtiger ist die Rolle von Daniel Craig als Sohn eines Mafia-Bosses in dem Ganoven-Rachedrama "Road to Perdition" (2002; mit Paul Newman, Tom Hanks und Jude Law).

Daniel Craig ist James Bond 007 mit der Lizenz zum Töten

Nach zwei Blockbustern kommt die Filmkarriere von Daniel Craig langsam ins Rollen. Meist spielt Craig in sehr soliden, aber kommerziell überschaubaren Filmen mit. Ein Highlight dieser Jahre ist jedoch der Thriller "München" (2005; mit Eric Bana und Geoffrey Rush) von Regisseur Steven Spielberg. Daniel Craig spielt hier zum ersten Mal einen Agenten - allerdings vom israelischen Geheimdienst Mossad.

Trotz einiger cineastischer Achtungserfolge von Daniel Craig kommt seine Benennung am 14. Oktober 2005 bei einer Pressekonferenz in London zum berühmtesten aller Geheimagenten und somit zum Nachfolger von James-Bond-Darsteller Pierce Brosnan doch sehr überraschend und stößt zunächst sehr auf den Unwillen der englischen Presse und der 007-Fans weltweit. Sogar Boykott-Aufrufe werden laut. Doch Daniel Craig straft in "Casino Royale" all seine Kritiker Lügen und spielt einen überragenden James Bond. Nach der Premiere von "Casino Royale" (2006) feiert ihn die Presse als schauspielerisch sehr talentiert, körperlich äußerst präsent und dabei viel glaubwürdiger als die meisten seiner Vorgänger. Daniel Craig ist zudem der erste James-Bond-Darsteller, der eine Nominierung für den BAFTA als Bester Hauptdarsteller erhält. Das Agentenabenteuer mit Bond-Girl Eva Green, Bond-Bösewicht Mads Mikkelsen und MI6-Chefin Judi Dench weltweit knapp 600 Millionen US-Dollar ein.

2008 folgt die vom deutschen Regisseur Marc Forster inszenierte Fortsetzung "Ein Quantum Trost" (mit Mathieu Amalric, Olga Kurylenko und Gemma Arterton). 2012 erscheint der dritte Bond-Thriller mit Daniel Craig unter dem Titel "Skyfall". In diesem packenden 007-Film kämpft Daniel Craig als James Bond gegen den abtrünnigen Agenten Raoul Silver, dargestellt von Javier Bardem. An der Seite von James Bond stehen der neue MI6-Waffenmeister Q (Ben Whishaw), Bond-Girl Eve Moneypenny (Naomie Harris), der ebenfalls neue Geheimdienstkoordinator Gareth Mallory (Ralph Fiennes) sowie letztmals Judi Dench als MI6-Chefin M.

Weiter geht es 2015 mit "James Bond 007 – Spectre" (mit Léa Seydoux und Monica Bellucci). Spectre beschreibt jene Verbrecher-Organisation, mit der sich bereits der Ur-Bond Sean Connery in den 1960ern herumschlagen musste - gleiches gilt für dessen Oberschurken Ernst Stavro Blofeld – hier gespielt vom genialen Christoph Waltz. Nach seiner aufreibenden Mission gegen Spectre will Daniel Craig seine Lizenz zum Töten fast schon abgeben. Das lästige Training vor Beginn des Drehs sowie die anstrengenden Aufnahmen und Stunts zermürben Daniel Craig immer mehr. 2019 bestätigt Daniel Craig bei einem Auftritt in "The Late Show with Stephen Colbert", dass sein fünftes Bond-Abenteuer "No Time to Die" auch sein letzter Auftritt als Spion im Dienste ihrer Majestät sein wird.

In dem von "True Detectice"-Regisseur Cary Joji Fukunaga inszenierten Blockbuster "No Time to Die" gibt Oscar-Preisträger Ramy Malek Bonds Widersacher Lyutsifer Safin. Neben "alten Bekannten" wie Léa Seydoux, Ben Whishaw, Naomie Harris, Jeffrey Wright, Christoph Waltz, Ralph Fiennes and Rory Kinnear, die wieder in ihre bekannten Rollen schlüpfen, stoßen unter anderem Lashana Lynch und Ana de Armas als schlagkräftige Bond-Girls zur Besetzung. "No Time to Die" bricht dabei erstmals mit gleich zwei Tabus der 007-Reihe: Nicht nur stellt James Bond fest, dass er ein Kind hat - zur Rettung der Welt und seiner Tochter Mathilde bringt Bond das ultimative Opfer und gibt sein Leben. Der Film endet damit, dass M, Moneypenny, Nomi und Q auf Bonds Andenken anstoßen.

Daniel Craig im Kino ohne die Lizenz zum Töten

Sein schauspielerisches Wirken will Daniel Craig nie auf seine Dartstellung von James Bond reduziert sehen. Kein Wunder also, dass der Brite sich in seinen Bond-Pausen in den unterschiedlichsten Genres ausprobiert. So steht er 2007 für den Fantasy-Film "Der Goldene Kompass" mit Nicole Kidma, vor der Kamera. Von den Kritikern wird die Adaption des ersten Teils der Fantasy-Trilogie "His Dark Materials" von Philip Pullman, als bester Fantasy-Film seit "Der Herr der Ringe" gefeiert. Doch an den US-amerikanischen Kinokassen floppt die 180-Millionen-Dollar-Produktion.

2008 übernimmt Daniel Craig die Hauptrolle in dem Kriegsdrama "Defiance" an der Seite von Liev Schreiber und Jamie Bell. Es folgen der Sci-Fi-Western "Cowboys & Aliens" mit Harrison Ford, Olivia Wilde und Sam Rockwell, sowie der Psychothriller "Dreamhouse" in dem Craig neben seiner großem Liebe, Schauspielkollegin Rachel Weisz zu sehen ist. Einen großen Erfolg feiert Daniel Craig 2011 mit der Romanverfilmung "Verblendung". In der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Stieg Larsson löst Daniel Craig als Enthüllungsjournalist  zusammen mit der psychisch labilen Hackerin Lisbeth Salander (Rooney Mara) eine mysteriöse Frauenmordserie auf. "Verblendung" wird vom American Film Institutes als einer der zehn besten Filme des Jahres 2011 gelistet.
Nach einem Cameo-Auftritt als Stormtrooper in "Star Wars: Das Erwachen der Macht" zeigt Craig 2017 in der Gauner-Komödie "Logan Lucky" (mit Adam Driver und Channing Tatum) als Safe-Knacker, dass er auch viel komödiantisches Talent besitzt.

Neue Paraderolle für Craig

2019 brilliert Daniel Craig in der Krimikomödie "Knives Out - Mord ist Familiensache" von Rian Johnsons als scharfsinniger Detektiv Benoit Blanc. Mit einem Budget von 40 Millionen Dollar spielt das Werk weltweit beeindruckende 312,9 Millionen Dollar ein. Johnson schreibt und inszeniert den Film, der von Agatha-Christie-Klassikern inspiriert ist, mit einem Ensemble renommierter Schauspielern wie Chris Evans, Don Johnson, Jamie Lee Curtis, Ana de Armas, Michael Shannon und Toni Colette. Im Mittelpunkt steht der mysteriöse Tod des Bestsellerautors Harlan Thrombey (Christopher Plummer), dessen Ableben seine ebenso weitverzweigte wie habgierige Familie aus der Bahn wirft. Während die Polizei von einem Selbstmord ausgeht, vermutet Blanc ein Verbrechen und stößt auf eine Reihe von Indizien und irreführenden Spuren.

Johnson wählt Craig bewusst für die Hauptrolle des unkonventionelle Ermittlers Blanc aus, da er von dessen Bühnenarbeit und seinen Nicht-Bond-Filmrollen beeindruckt ist. Er sieht "einen vielseitigen Schauspieler, der sich in einer humorvollen Rolle austoben wollte". Craig lehnt allerdings zunächst aus Zeitgründen ab. Doch als sich die Produktion des Bond-Films "No Time to Die" verzögert, hat Craig Zeit, Johnsons Drehbuch zu lesen und war sofort von dessen Ton und Humor begeistert. Noch während "Knives Out" in den Kinos läuft, beginnt Johnson mit der Planung einer Fortsetzung. Im Februar 2020 kündigte Lionsgate ein Sequel an, doch im März 2021 erwirbt Netflix die Rechte für zwei Fortsetzungen für beeindruckende 469 Millionen Dollar.

Die erste Fortsetzung, "Glass Onion: A Knives Out Mystery", wird am 23. Dezember 2022 auf Netflix veröffentlicht. In dem Sequel besucht der Detektiv Blanc das Anwesen des Technologiemagnaten Miles Bron (Edward Norton) für ein Mörder-Mystery-Spiel, das tödlich endet. Zur prominenten Besetzung gehören auch Janelle Monáe, Kathryn Hahn, Dave Bautista und Kate Hudson. Seit 2023 befindet sich ein dritter Film in Arbeit. Das Sequel mit dem Titel "Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery" für das Stars wie Josh O'Connor, Andrew Scott, Kerry Washington, Glenn Close, Jeremy Renner and Mila Kunis vor er Kamera stehen, soll 2025 in die Kinos kommen.

Daniel Craig privat

So bewegt wie Daniel Craigs Karriere ist auch sein Privatleben: 1992 heiratet er die Schauspielerin Fiona Loudon. Die beiden haben eine Tochter namens Ella, trennen sich aber 1994. Ella Loudon ist heute selbst Schauspielerin und Model und äußert sich oft stolz über die Arbeit ihres Vaters. Nach der Trennung von Loudon ist Craig sieben Jahre lang mit der deutschen Schauspielerin Heike Makatsch liiert. Später datet er die Filmproduzentin Satsuki Mitchell.

Daniel Craig ist eng mit seinem Kollegen, dem britischen Charaktermimen Mark Strong befreundet, der Deutsch spricht und 1997 Craigs Stimme im Film "Obsession" synchronisiert. Die beiden leben früher zusammen und spielen in der BBC-Serie "Our Friends in the North" mit. Craig ist außerdem der Patenonkel von Strongs Sohn Roman.

Seit 2010 ist Craig mit der Schauspielerin Rachel Weisz liiert. Sie heiraten am 22. Juni 2011 in einer intimen Zeremonie in New York, bei der nur vier Gäste anwesend sind, darunter Craigs Tochter und Weisz' Sohn. Im September 2018 wird ihre gemeinsame Tochter geboren. Anfang 2018 kauft Craig für sich und seine Frau ein Haus in Brooklyn, New York. 2019 nimmt er die amerikanische Staatsbürgerschaft an.

Für seine Verdienste um Film und Theater wird Craig 2022 zum Companion of the Order of St Michael and St George (CMG) ernannt.

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