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Das sind die Anzeichen für eine trockene Kopfhaut

Symptome trockener Kopfhaut äußern sich meist durch Spannungsgefühl und Juckreiz. Auch Rötungen und Schuppenbildung können auftreten. Trockene Kopfhaut kann außerdem dazu führen, dass das Haar trocken und spröde wirkt. Es ist wichtig, eine Hauterkrankung als Ursache für die trockene Kopfhaut ausschließen zu lassen. Infrage kommen zum Beispiel Neurodermitis auf der Kopfhaut oder Psoriasis (Schuppenflechte).

Welche Ursachen hat juckende und trockene Kopfhaut?

Was meist als kurzer Juckreiz beginnt, lässt uns oft zu einer wahren Kratzbürste mutieren – im wahrsten Sinne des Wortes. Trockene Kopfhaut juckt, schuppt und bringt manchmal sogar Rötungen mit sich. Aber woran liegt das? Während des Winters ist oft der ständige Wechsel von draußen kalt und innen heiß die Ursache des Übels, aber nicht immer können wir die Schuld auf die kalte Jahreszeit abwälzen. Wir haben hier für euch weitere Ursachen von trockener Kopfhaut!

Neben Allergien, Krankheiten und hormonellen Veränderungen kann juckende und trockene Haut auch häufig die Folge von einer gestörten Balance der Hautbarriere sein. Die Fett- und Feuchtigkeitsproduktion des Körpers läuft nicht mehr optimal und muss wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Genauso ist das auch bei der Kopfhaut: Diese ist allerdings dicker und weist deutlich mehr Talg- und Schweißdrüsen und Haarfollikel auf. Wenn sie nicht ausreichend arbeiten, wird der Säureschutzmantel der Kopfhaut „löchrig“. Die Ursachen für diese zerstörte Balance können in zwei Kategorien eingeteilt werden: innere Ursachen und äußere Ursachen.

Ursachen für trockene Kopfhaut
Die Ursachen für eine trockene Kopfhaut – im Beauty-Artikel berichten wir über mögliche Auslöser wie Allergien, hormonelle Schwankungen und genetische Faktoren. © nikkimeel

Trockene Kopfhaut: Innere Ursachen

Innere Ursachen der trockenen Kopfhaut sind Faktoren, die nicht von äußeren Einflüssen verursacht sind.

  • Genetik: Trockene Haut kann genetisch veranlagt sein.
  • Mit fortschreitendem Alter produziert die Haut weniger natürliche Öle, dadurch kann der Säureschutzmantel der Kopfhaut „nachlassen“ und trockene Kopfhaut verursachen.
  • Hormonelle Veränderungen: Die Pubertät, eine Schwangerschaft oder die Wechseljahre beeinflussen auch den Zustand der Kopfhaut.
  • Stress wirkt sich schädlich auf den gesamten Körper aus und kann sich negativ auf das Gleichgewicht der Kopfhaut auswirken und Juckreize auslösen.
  • Eine trockene Kopfhaut ist oft auf Allergien, Hauterkrankungen und andere Krankheiten zurückzuführen – bspw. Neurodermitis, Schuppenflechte, Diabetes oder Hautpilze. Konsultiert in diesem Fall unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt.
  • Die Ernährung nimmt großen Einfluss auf das Wohlbefinden unserer Haut und dementsprechend auch auf unsere Kopfhaut. Bei einer unausgeglichenen oder vitaminarmen Ernährung kann die Talgproduktion runterfahren und die natürliche Schutzfunktion beeinträchtigen.

Trockene Kopfhaut: Äußere Ursachen

Auch äußere Einflüsse können das Gleichgewicht der Kopfhaut stören. Einen Überblick über mögliche äußere Ursachen findet ihr hier:

  • Umwelteinflüsse: UV-Strahlung, der ständige Wechsel von Kälte und Hitze im Winter und Salz- und Chlorwasser können die Kopfhaut schädigen.
  • Übermäßige Pflege und Styling-Tools: Zu häufiges Föhnen, zu viele Styling-Produkte und zu viele aggressive Pflegeprodukte können die Kopfhaut aus dem Gleichgewicht bringen und den Säureschutzmantel angreifen.
  • Durch mechanische Reibung mit Mützen oder Haarbürsten kann die Kopfhaut ebenfalls irritiert werden.
Trockene Kopfhaut - wie sie entsteht und was dagegen hilft
Es juckt, spannt und kratzt – trockene Kopfhaut kann sehr unangenehm sein! Wie sie entsteht und was ihr dagegen tun könnt, lest ihr im Beauty-Artikel. © Deepak Sethi

Wann ist bei trockener Kopfhaut eine Hautärztin oder ein Hautarzt gefragt?

„Normale“ trockene Kopfhaut ist oft leicht zu behandeln und verschwindet meistens genauso schnell, wie sie aufgetaucht ist. Sobald euch das Problem länger begleitet und ihr es selbst nicht in den Griff bekommt, solltet ihr ein*e Mediziner*in konsultieren. Spätestens bei Rötungen und blutigen Stellen (bspws. durch Kratzen verursacht) empfehlen wir euch dringend ein*e Dermatolog*in aufzusuchen!

Der Unterschied zwischen trockener Kopfhaut und Schuppen

Bei trockener Kopfhaut trocknet die Haut aus, wird rissig und feine Schüppchen lagern sich ab und legen sich wie frisch gefallener Schnee auf unsere Haare (nur nicht in schön). Dazu kommt noch der ätzende Juckreiz. „Normale“ Schuppen kommen ohne Begleiterscheinungen und rufen keine Irritationen hervor.

So könnt ihr gegen trockene Kopfhaut vorgehen

Bei der Behandlung von trockener Kopfhaut soll die natürliche Schutzbarriere der Haut wiederhergestellt werden. Durch eine geeignete Reinigung und die Anpassung an die Bedürfnisse eurer Haut kann der Mangel an Feuchtigkeit und Faktoren, um eure Kopfhaut feucht zu halten, langfristig ausgeglichen werden.

Zum Glück gibt es einige Dinge, die ihr gegen trockene und juckende Kopfhaut tun könnt, um das gestörte Gleichgewicht wiederherzustellen. Darauf solltet ihr achten…

Trockene und juckende Kopfhaut: Dieses Shampoo solltet ihr verwenden

Mit milden Shampoos oder Shampoos, die speziell für die Kopfhautpflege entwickelt wurden, wird die trockene und juckende Kopfhaut sanft gereinigt und der Juckreiz beruhigt, indem genügend Feuchtigkeit gespendet wird. Natürliche Wirkstoffe und ein neutraler pH-Wert sind Eigenschaften für gute Shampoos gegen trockene Kopfhaut. Silikone hingegen sollten nicht auf der Liste der Wirkstoffe stehen, da sich das Haar dadurch zwar weich anfühlt, jedoch auch Hautporen verschließt.

Trockene und juckende Kopfhaut bekämpfen: Dies Hausmittel helfen

Die Natur und unsere Beauty-Apotheken geben uns meist alles mit, was wir bei kleinen körperlichen Problemchen gebrauchen können.

  • Olivenöl! Das flüssige Gold macht nicht nur J.Lo jünger, es kann auch helfen, unsere Kopfhaut wieder geschmeidiger werden zu lassen. Massiert das Öl großzügig ein, setzt im besten Fall eine Duschhaube auf und lasst die DIY-Kur über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen mit einem milden Shampoo großzügig auswaschen.
  • Naturjoghurt, der Held in unserem Müsli, kann uns auch bei trockener Kopfhaut retten, da er kühlt und beruhigend wirken kann. Massiert den Joghurt einfach ein, lasst ihn 10 bis 15 Minuten einwirken und spült ihn anschließend wieder aus.
  • Die Pflege nach der Haarwäsche mit Essig: Bei spannender Kopfhaut nach dem Haarewaschen ist die saure Rinse ideal. Zur Beruhigung von empfindlicher Haut empfehlen wir die Vermischung einer Kräuterspülung mit Apfelessig. Ansonsten könnt ihr den Apfelessig für Haut und Haare auch pur verwenden.
  • Spill the TEA (engl. für „plaudern“ oder tratschen“)! Und wir plaudern aus dem Beauty-Nähkästchen: Brüht Kamillen-, Rosmarin- oder Brennesseltee auf, lasst ihn abkühlen und „wascht“ damit eure Haare. Die Teespülung kann Rötungen lindern und bei einer gereizten Kopfhaut beruhigend wirken.
Trockene Kopfhaut - effektive Pflegetipps mit Hausmitteln
Wie entsteht trockene Kopfhaut und was könnt ihr dagegen tun? Hier findet ihr effektive Pflegetipps, die wirklich helfen! © yamasan

 Das sind die besten Tipps gegen eine trockene Kopfhaut

Unsere Hautpflege ist oft wie ein gutes Konzert bis ins kleinste Detail durchkomponiert, mit derselben Detailverliebtheit gehen wir allerdings nur selten an unsere Haarpflege ran. Deshalb haben wir hier für euch die wichtigsten Tipps für eine richtig gute Haar-Routine:

  • Haarwäsche: Hier ist das Stichwort „less is more“. Versucht die Haarwäschen, auf zwei- bis dreimal die Woche zu reduzieren und strähnige Haare in Frisuren zu verstecken, statt unter die Dusche zu springen. Generell solltet ihr darauf achten, milde Shampoos zu verwenden, die für eine trockene Kopfhaut geeignet sind. Die haben einen neutralen pH-Wert und greifen die Haut nicht an. Schuppen-Shampoos helfen da nicht weiter und trocknen nur noch mehr aus.
  • Finger weg von Hitze: Zu heißes Wasser und heiße Föhnluft trocknen die Kopfhaut nur aus. Besser: Lasst euer Haar am besten an der Luft trocknen oder wählt die niedrigste Temperaturstufe beim Föhn aus.
  • Styling-Produkte: Versucht möglichst Produkte wie Haarspray, Volumenspray, Trockenshampoo oder Wachs zu vermeiden. Sie können die Kopfhaut reizen und eine trockene Haut begünstigen.
  • Massagen: Um die eigene Talgproduktion wieder in Schwung zu bringen, lohnt es sich, mit leichten Kopfmassagen die Durchblutung anzuregen. Das tut gut und geht ganz einfach bei der Haarwäsche mit den Händen oder mit einer weichen Bürste.
  • Kopfbedeckung: Mit Mütze und Kapuzen könnt ihr bei kaltem Wetter das Austrocknen eurer Kopfhaut reduzieren.
  • Ausreichend trinken: Der Körper benötigt genügend Flüssigkeit, um eure Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen.
  • Anregung der Kopfhaut: Bürstet eure Haare, sodass abgestorbene Hautschüppchen entfernt werden und die Kopfhaut angeregt wird.
  • Gesunde Lebensweise: Eine gesunde Ernährung, das Einbauen von Entspannungspausen und der Verzicht von Zigaretten und Alkohol ist ebenfalls förderlich für eine gute Haar-Routine.
Innere und äußere Faktoren für eine trockene Kopfhaut
Färben, Föhnen, Stylen – es gibt sowohl innere als auch äußere Faktoren, die eine trockene Kopfhaut verursachen. Wir verraten euch, worauf ihr achten solltet! © gpointstudio

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