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#1: Nivea – für jedes Alter und für jede Gelegenheit

Die kleine blaue Dose mit der weißen Creme ist wahrscheinlich DER Klassiker unter den Hautcremes schlechthin. Selbst mit verbundenen Augen würden wir die Creme sofort an ihrem Signature-Duft erkennen, sie hat eben absoluten Kultstatus. Nivea ist weltweit bekannt und in jedem Super- oder Drogeriemarkt zu finden. Die Hautpflegecreme hat 2011 ihren 100. Geburtstag gefeiert und steckt seit 1925 in ihrer bekannten Aluminium-Dose in dem typischen Blau. Wichtigster Bestandteil des Pflegeprodukts? Eucerit. Es ist ein Emulgator, der es ermöglicht, Öl und Wasser zu binden und eine Creme von stabiler Konsistenz zu erhalten. Der Apotheker Oscar Toplowitz kaufte das Eucerit-Patent und machte mit der Nivea-Creme aus der kleinen Firma Beiersdorf ein weltweit agierendes Unternehmen.

Warum ist die Nivea-Creme so beliebt?

Die weiße Creme in der blauen Dose, die schon unsere Großmutter auf ihrer Haut verteilte und uns in unserer Kindheit begleitet hat, verströmt einen Hauch von Nostalgie. Ob trockene Haut, Lippen, Knie oder Ellenbogen: Die reichhaltige Creme pflegt strapazierte Haut wieder geschmeidig weich und ist gut verträglich – ein echter Alleskönner.

Nivea Creme
Öl, Wasser und Eucerit – allerdings ist die genaue Zusammensetzung der NIVEA Creme von Beiersdorf natürlich streng geheim. © Ruediger Woelk

Sind die Inhaltsstoffe noch zeitgemäß?

Die streng geheime Rezeptur beruht auf den 4 Hauptbestandteilen Wasser, Fett, Duftstoff und Salze, und hat sich bis heute kaum verändert. Die Creme ist erdölbasiert, sprich sie enthält Paraffine, die aus Erdöl hergestellt werden. An sich kein Grund zur Besorgnis, aber dadurch können Verunreinigungen an aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen, kurz MOAH, in die Creme gelangen. In der Gruppe der MOAH befinden sich einige Substanzen, die Krebs erregen oder das Erbgut schädigen können. Für Expert:innen Grund genug, einen kompletten Verzicht auf den Einsatz von erölbasierten Paraffinen zu fordern und auf zeitgemäßere Alternativen zu setzen. Des Weiteren enthält Nivea-Creme die häufig kritisierten Duftstoffe Hydroxycitronellal und Cinnamylalkohol, die Allergien auslösen können.

Creme Gesicht
Viele Hautcremen sind erdölbasiert – das ist jetzt aber nicht gleich ein Grund zur Sorge! Mehr dazu im Beauty-Artikel. © Ridofranz

#2: Penaten-Creme – für die Bedürfnisse der Babyhaut

Der Klassiker unter den Wundschutzcremes hat 2004 seinen 100. Geburtstag gefeiert und sich in der Babypflege einen Namen gemacht. Die hellblau-gelbe Dose mit ihrem charakteristischen Aussehen liegt wohl in jeder Wickelkommode und schützt zarte Babyhaut. Der Name ist so eng mit der Eigenschaft der Creme verbunden, dass wir nicht von Wundschutzcreme, sondern eben von Penaten-Creme sprechen. Doch die Expert:innen sind von der Wundschutzcreme weniger überzeugt. Denn Hauptbestandteil der Creme ist Vaseline, die auf Basis von Erdöl hergestellt wird und damit kleinste Spuren aromatischer Kohlenwasserstoffe MOAH hinterlassen kann. Die MOAH können über die Haut aufgenommen werden, was bei einer Wundcreme für Babys besonders problematisch ist. In der Gruppe der MOAH befinden sich einige Substanzen, die Krebs erregen oder das Erbgut schädigen können. Sicherer ist es, auf Produkte zu verzichten, die Rohstoffe aus Erdöl enthalten, sie sind als “Paraffin” oder “Petrolatum” in der Liste der Inhaltsstoffe aufgeführt.

#3: Bepanthen – für eine heile (Haut-)Welt

Die Wund- und Heilsalbe von Bepanthen ist seit über 70 Jahren auf dem Markt und findet sich in fast jeder Hausapotheke. Ein aufgeschlagenes Knie, ein Schnitt mit dem Küchenmesser oder leichte Verbrennungen: Bepanthen hilft. Der Wirkstoff Dexpanthenol unterstützt die Regeneration von Hautzellen und fördert die Wundheilung. Das Unternehmen Bayer hat in den vergangenen Jahrzehnten viel in moderne Forschung investiert und das Produkt ist seit Jahrzehnten das Mittel der Wahl, wenn es um kleine Wunden geht. Einzige Kritikpunkte sind, dass Bepanthen Wund- und Heilsalbe erdölbasiertes Paraffin und Wollwachs enthält.

#4: Kamill-Handcreme – Handpflege für jeden Hauttyp

Ein weiterer Markenklassiker in Deutschland ist die Kamill Handcreme, die in ihrer grünen Tube mit der stilisierten Kamillenblüte, seit mehr als 50 Jahren für gepflegte Hände sorgt. Solange wir uns zurückerinnern können, steht das Produkt in jedem Bad und liegt in jeder Handtasche immer griffbereit. Die Creme ist mineralölfrei und enthält den beruhigenden und entzündungshemmenden Wirkstoff der Kamille. Mittlerweile gibt es nicht nur die klassische Hand- und Nagelcreme, sondern viele Varianten wie sensitiv, Express, Balsam oder sunny. Sie ist vegan, enthält Bio-Kamille und gehört seit Jahren zu den meistverkauften Handcremes in Deutschland.

#5: Dove Beauty Cream Bar – für wahre Geschmeidigkeit

Es ist zwar keine Creme, aber die braucht man dann auch nicht mehr: die Dove Seife. In den USA kam sie in den 50ern auf den Markt, Deutschland eroberte der Dove Beauty Cream Bar Anfang der 1990er. Dabei handelt es sich nicht um eine herkömmliche Seife, sondern eine Cremeseife, die die Haut bereits beim Waschen zart und geschmeidig pflegt. Revolutionär zeigt sich auch die Werbung von Dove, die auf perfekte Models verzichtet und dafür auf echte, selbstbewusste und schöne Frauen setzt.

Die sanfte Cremeseife enthält keine bedenklichen Inhaltsstoffe, einzig, die verwendeten Duftstoffe Citronellol und Cumarin stehen in der Kritik, da sie bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen können. Das beliebte Seifenstück findet sich nach wie vor in vielen Badezimmern und erlebt gerade in der jetzigen Zeit, wo der Trend wieder zur festen Seife geht, ein regelrechtes Comeback.

Dove Creme bar
Keine herkömmliche Seife – sondern eine Cremeseife: Was das Pflegeprodukt von Dove Beauty so besonders macht, erfahrt ihr im Beauty-Artikel. © Newscast

#6: Olay Beauty Fluid – leichte Pflege für jeden Tag

Wer kennt es nicht, das zart rosafarbene Schönheitsfluid mit dem ehemaligen Namen „Oil of Olaz“, heute heißt es „Olay Beauty Fluid“! 1952 entwickelte der südafrikanische Chemiker Graham Wulff das Beauty-Fluid für seine Frau, da ihre sensible Haut mit den herkömmlichen Cremes nicht zurechtkam. Und was er da zusammenrührte, begeistert noch heute Millionen Menschen: Das leichte, nicht fettende Schönheitsfluid mit der seidigen Textur und dem charakteristischen Duft, der zartrosanen Farbe und der edlen Verpackung hebt sich nicht nur optisch von  den gängigen Cremes in runden Alu-Dosen ab. Mittlerweile gibt es eine umfassende Pflegeserie von Olay für jeden Hauttyp. P&G, die Muttergesellschaft von Olay, macht sich stark für das Verbot von Tierversuchen in der Kosmetik und investiert mehrere hundert Millionen Dollar in tierversuchsfreie Forschung.

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