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Jetzt dürfen die Fetzen fliegen!

Konflikte in Beziehungen und Freundschaften: Darum ist Streiten oft hilfreich

  • Aktualisiert: 27.11.2023
  • 15:17 Uhr
  • Elisa Ascher
Ein Gewitter reinigt die Luft? Warum Streiten auch gut tun kann.
Ein Gewitter reinigt die Luft? Warum Streiten auch gut tun kann.© Halfpoint - stock.adobe.com

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine positive Streitkultur stärkt die zwischenmenschlichen Bindungen und die persönliche Weiterentwicklung.

  • Streit kann sich positiv auf die Gesundheit sowie die emotionale Nähe auswirken. 

  • Es gibt Regeln, die dabei helfen, einen gesunden Streit zu führen. 

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Zu gesunden Beziehungen, egal ob in der Freundschaft oder Liebe, gehört auch eine Auseinandersetzung mal dazu. Warum Streiten so wichtig ist und wie du einen Konflikt richtig löst.

Darum kann Streiten gut sein 

Herrscht mal wieder dicke Luft in der Freundschaft oder hängt der Haussegen in der Beziehung schief? Das macht nicht nur schlechte Laune, sondern bereitet uns in der Regel jede Menge Sorgen und Unwohlsein. Wahrscheinlich würden die meisten Menschen sehr gerne auf jede Art von Streit verzichten, wenn es nur irgendwie möglich wäre. Doch dafür sind wir alle viel zu verschieden. Es gibt unterschiedliche Bedürfnisse, Prioritäten und Vorstellungen - und das ist auch gut so. Sich zu streiten hat tatsächlich Vorteile und ist wichtig für die persönliche Entwicklung. Wenn es im Freundeskreis Pärchen gibt, die sich nie streiten, beneiden wir sie vielleicht im ersten Moment. Schließlich wirkt alles so harmonisch und wir alle wissen, wie nervenaufreibend so eine Auseinandersetzung sein kann. Das Idealbild zwischenmenschlicher und insbesondere romantischer Beziehungen ist immer noch ein harmonisches Zusammenleben. Dabei vergessen wir, dass Streitereien genauso zum Leben dazugehören, wie all die schönen Momente. 

Da ist es zunächst erstmal wichtig, sich abzugrenzen. Die eigenen Beziehungen mit denen der anderen zu vergleichen, bringt rein gar nichts. Es führt vielmehr dazu, dass wir einen negativen Eindruck von uns selbst bekommen und sich das Gefühl ausbreitet, nicht normal zu sein. Doch was ist schon normal? Diese Frage lässt sich nur schwer beantworten, aber was wir ganz sicher wissen ist, dass Streiten vollkommen normal ist. Und die einen streiten eben mehr, die anderen weniger. Im Folgenden erklären wir dir, warum Reibereien uns guttun und was es für einen Streit auf Augenhöhe braucht. 

Kennst du die 5 Sprachen der Liebe? Wir erklären, warum diese Theorie so wichtig für eure Kommunikation als Paar ist. Oder herrscht ein Ungleichgewicht in eurer Liebe? 5 Anzeichen dafür, dass du mehr Gefühle in eure Beziehung investierst. Zeit für einen Check: So erkennst du wahre Liebe!

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Im Clip: 5 Tipps, wie du in einem Streit richtig kommunizierst

Streit schützt die Beziehung

Streit hält das gesunde Gleichgewicht in einer Beziehung. Auf diese Art verhinderst du, dass das sogenannte Fass überläuft. Die eigenen Gedanken oder Bedürfnisse ständig herunterzuschlucken, anstatt sie anzusprechen, führt auf lange Sicht nicht nur dazu, dass die Beziehung daran zerbricht, sondern im schlimmsten Fall auch zu einem unangenehmen Magengeschwür. Reizthemen zu vermeiden, hält die Harmonie nicht aufrecht, ganz im Gegenteil. Es ist der erste Schritt zur Entfremdung. Gemeinsam verbrachte Zeit, Respekt und die kleinen Rituale machen übrigens einen großen Unterschied: Diese 8 Anzeichen sprechen für eine glückliche Beziehung. Auch der Age Gap kann ausschlaggebend sein, um eine dauerhafte und harmonische Beziehung zu führen: Hier erfährst du, was der perfekte Altersunterschied für eine Langzeitbeziehung ist.

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Streit tut der Gesundheit gut

Wenn wir versuchen, einem Streit permanent aus dem Weg zu gehen, kann das Kopfschmerzen, Unwohlsein, Schlafstörungen und im schlimmsten Fall sogar Depressionen verursachen. Für deine mentale sowie körperliche Gesundheit ist es also essenziell, sich möglichen Konfrontationen zu stellen. Zu sagen, was einen stört, wirkt außerdem befreiend und nimmt die Last von den Schultern.

Auch interessant: Du wurdest gerade verlassen und willst über deine:n Ex so schnell wie möglich hinwegkommen? Hier haben wir die besten Tipps für dich. So wirst du nach der Trennung endlich wieder glücklich! Und: Beziehungskiller für Frauen: Das solltest du unbedingt vermeiden!

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Streit fördert die persönliche Entwicklung

Wir wachsen nicht nur an den guten Dingen im Leben, sondern ebenso an den kleinen und großen Herausforderungen. Deswegen sind auch Differenzen förderlich für die persönliche Entwicklung. Zunächst hilft es dabei, sich den eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Prioritäten klar zu werden und diese dann auch zu kommunizieren. Das ist sowohl für die eigene Zufriedenheit eine elementare Voraussetzung, als auch im Hinblick auf Freundschaften und die Liebe. Eine glückliche Beziehung gelingt nur dann, wenn beide ehrlich zueinander sind. Und das ist auch nur fair. Woher soll der bzw. die andere wissen, was du möchtest, wenn du das nie deutlich aussprichst? 

Streit schafft emotionale Nähe

Differenzen helfen dabei, sich noch besser kennenzulernen und schaffen außerdem emotionale Nähe. Beziehungen wachsen durch die schönen ebenso wie die schlechten Momente und auch, wenn Streiten per se keinen Spaß macht, stärkt es den Zusammenhalt sowie das gegenseitige Vertrauen. Wir lernen, dass wir uns auch in schwierigen Situationen auf den oder die andere:n verlassen können und so ein Vorfall noch lange kein Beziehungsende bedeutet. Das gemeinsame Lösen von Konflikten ist ein tolles Gefühl und kann eurer Bindung einen echten Höhenflug verschaffen.

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Richtig streiten: Die 5 wichtigsten Regeln

Richtig streiten will gelernt sein - und das ist nicht einfach. Jede Auseinandersetzung können wir dafür nutzen, es beim nächsten Mal noch besser zu machen. Streit tut zwar gut, jedoch nur, wenn der gegenseitige Respekt bewahrt wird. Wie du richtig streitest und welche Regeln es unbedingt zu beachten gilt, erklären wir dir jetzt. 

1. Es gibt keine:n Gewinner:in

Sich zu streiten, ist kein Wettkampf. Es geht nicht darum, einen Streit zu gewinnen, sondern einen gemeinsamen Weg oder zumindest einen guten Kompromiss zu finden, mit dem sich alle wohlfühlen. Nur, wenn beide aufeinander zugehen, löst sich die Spannung.

2. Wie wichtig ist das Thema?

Ein Streit lässt sich in der Regel nicht wirklich planen. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die sich über eine Zeit anstauen, manchmal gibt es schwierige Situationen, die zu einer Auseinandersetzung führen. Im besten Falle machst du dir vor dem Streit klar, was genau dich stört und ob das wirklich einen Streit wert ist. Gibt es einen Weg, das Ganze anzusprechen, ohne sich direkt zu streiten? Was genau ist der Kernpunkt der Thematik?

3. Ich-Botschaften verwenden

"Du hast…" oder "Deinetwegen…" ist nicht die beste Wortwahl, um einen Streit zu führen. Du-Botschaften können sehr schnell verletzten und wirken aggressiv. Formuliere das Problem sachlich aus der Ich-Perspektive und erkläre dabei, wie du dich fühlst. Beispielsweise könntest du sagen "Wenn du… machst, löst es dieses Gefühl in mir aus" oder "Mir persönlich ist… wichtig. Gibt es eine Möglichkeit, einen gemeinsamen Weg zu finden?"

4. Gib eurem Streit Privatsphäre

Vor anderen eine Szene zu machen, ist keine gute Idee. Das kann für euch beide sehr unangenehm werden und löst zusätzlichen Druck aus, der es nicht einfacher macht. Ihr solltet niemanden in euren Streit hineinziehen und euch außerdem den Raum geben, den Disput in Ruhe, mit genügend Privatsphäre zu klären. 

5. Gewaltfreie Kommunikation 

Euer Streit sollte stets gewaltfrei ablaufen, sowohl verbal als auch nonverbal. Wir alle haben schon mal Dinge gesagt, die wir im Nachhinein bereut haben. Dann ist eine Entschuldigung angebracht. Es gibt allerdings auch hierbei Grenzen. Wie du eine toxische Beziehung erkennen und beenden kannst, erklären wir hier. Gegenseitiger Respekt bedeutet, die andere Person nicht zu beleidigen oder mit völlig haltlosen Argumenten zu konfrontieren. Ganz zu schweigen davon, die Hand nicht zu erheben. Dies hat nicht nur extrem negative Auswirkungen auf die Beziehung, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen. 

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