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DiGA: Das bringen Apps auf Rezept bei Migräne und Co.

  • Veröffentlicht: 30.12.2022
  • 17:45 Uhr
  • Alena Brandt

Digitale Gesundheitsanwendungen, kurz DiGA, sollen bei Migräne, Depression, Angststörung und Co. helfen. Die DiGA-Apps gibt es sogar auf Rezept. Welche gibt es, wie können sie unterstützen und was bewirken sie wirklich?

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DiGA: Die wichtigsten Fakten

  • Wir alle haben unzählige Apps auf dem Smartphone. Wie toll wäre es, wenn die uns auch bei Depression, Migräne und Co. helfen würden? Genau das sollen so genannte DiGAs (Digitale Gesundheitsanwendungen) möglich machen.

  • Sie unterscheiden sich von gewöhnlichen Fitness- und Gesundheits-Apps, weil sie von Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen auf Rezept auf Kosten der gesetzlichen und privaten Krankenkasse verschrieben werden können.

  • Das Ziel: Den Gesundheitszustand verbessern oder einen besseren Umgang mit der jeweiligen Erkrankung finden.

  • Derzeit gibt es 33 DiGA Apps, die vom Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen sind.

  • Aufpassen! Die Anwendungen selbst ersetzen nicht den Besuch beim Arzt.

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Was ist eine DiGA?

Weniger Migräne-Attacken haben, die Entstehung von Depressionen besser verstehen oder im Alltag mit einer Angststörung leben - all das sind Beispiele, wie eine DiGA Menschen mit Erkrankungen helfen kann.

Meistens sind sie als Apps auf dem Markt, die digitalen Medizinprodukte gibt es aber auch als Webanwendungen oder Software. Es geht darum, die Behandlung zu begleiten, den Behandlungserfolg zu verbessern oder die Lebensqualität zu steigern.

Wichtig ist der "positive Versorgungseffekt". Denn im Unterschied zu einer Fitness-App, geht es hier um den echten Nutzen bei einer Krankheit. Sprich: Eine Linderung der Symptome oder etwa ein besserer Umgang mit der Erkrankung. Das bewertet das Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Wurde eine App nur vorläufig in das Verzeichnis aufgenommen, muss der Hersteller den Nutzen der DiGA App durch weitere wissenschaftliche Belege nachweisen. Eine App kann allerdings nie einen Arztbesuch ersetzen.

Für welche Krankheiten gibt es DiGA Apps?

🍲 Reizdarm

👩 Endometriose

🧠 Depressionen

🤯 Migräne

🦠 Multiple Sklerose

👩🏻‍🦰 Vaginismus

🍩 Diabetes

👂🏻 Tinnitus

🏃 Gelenkbeschwerden

🍕 Übergewicht

😴 Schlafprobleme

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DiGA App auf Rezept: Drei Beispiele

Klingt alles in der Theorie vielversprechend, aber wie funktioniert das genau? Wir erklären es dir anhand von drei Beispielen.

sincephalea (bei Migräne): Ein konstanter Blutzuckerspiegel könnte Migräne positiv beeinflussen. Deshalb ermittelt die App mit einem Gerät über mehrere Tage den Blutzuckerspiegel der Patient:innen. Daraufhin bekommen die User:innen der App personalisierte Ernährungsempfehlungen. Daneben gibt es in der App ein Kopfschmerztagebuch, Tipps zu Lebensstilveränderungen (Umgang mit Stress, Schlafhygiene etc.) sowie Wissen zu Migräne. Für Android und Apple.

Endo App (bei Endometriose): Eine Mischung aus Tagebuch, Lerninhalten und SOS-Plänen. Sie wurde von Expert:innen aus Physiotherapie, Ernährungsberatung, Psychologie etc. mit Endometriose-Erfahrung entwickelt. Laut Anbieter hat man in einer 12-Wochen randomisierten, kontrollierten Pilotstudie mit 122 Endometriose-Betroffenen signifikante Verbesserungen der Lebensqualität festgestellt. Für Android und Apple.

re.flex (bei Kniearthrose): Die App bietet ein Trainingsprogramm für Menschen mit Kniearthrose. Dazu gehören Mobilisations-, Gleichgewichts-, Kräftigungs- und Dehnungs-Übungen. Der Clou: Bewegungssensoren ermitteln, ob die Übungen korrekt ausgeführt werden. Für Apple.

Was sind die Vorteile einer DiGA?

🧑‍⚕️ Zusätzliche Unterstützung neben der ärztlichen Behandlung.

📖 Wissenschaftlich geprüfte Quelle für das eigene Wissen über die Erkrankung.

🌍 Ortsunabhängige Hilfe

⏰ Zeitliche Flexibilität

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Wie bekomme ich eine DiGA?

Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen können eine DiGA verschreiben. Von deiner Krankenkasse erhältst du im Anschluss einen kostenlosen Freischalt-Code. Das DiGA-Verzeichnis des BfArM listet alle derzeit zugelassenen Apps auf.

DiGa: Alles rund um die App auf Rezept

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