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Großkatzen: Wie unterscheiden sich Tiger, Panther, Löwe und Leopard?

  • Veröffentlicht: 14.03.2021
  • 20:00 Uhr
  • Galileo

Großkatzen gelten als majestätische Raubtiere, wurden in manchen Kulturen sogar als Gottheiten verehrt. Erfahre welche 5 Raubkatzen zu den Großkatzen gehören und was sie besonders macht! Im Clip: Wir haben den Löwenflüsterer besucht. 

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Großkatzen: Die wichtigsten Fakten

  • Von den Großkatzen gibt es 5 Arten: Leopard, Schneeleopard, Jaguar, Tiger und Löwe. Der Überbegriff für Großkatzen heißt Pantherea.

  • Die Großkatzenarten unterscheiden sich in Größe, Gewicht und Schnelligkeit.

  • Kleinere Raubkatzen wie Leoparden werden nur 1 bis 2 Meter lang und 20 bis 90 Kilogramm schwer. Größere "Katzen" wie Tiger können dagegen eine Länge von 4 Metern und ein Gewicht von über 300 Kilogramm erreichen. Pumas sind zwar auch groß (bis zu 2,4 Meter Länge), gehören aber zu den Kleinkatzen.

  • Vor allem Schneeleoparden und Tiger sind stark vom Aussterben bedroht: In freier Wildbahn gibt es höchstens noch 7.200 Schneeleoparden und nicht mal mehr 3.900 Tiger. In Gefangenschaft gibt es 5-mal so viele Tiger wie in der Wildnis. Insgesamt leben rund 20.000 Tiger in Zoos oder Privatbesitz. Informiere dich, wo es in Deutschland noch Wildkatzen gibt.

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Tiger: Was du über die größte Raubkatze der Welt wissen musst

Tiger - in der Fachsprache als Panthera tigris bekannt - sind die größten Raubkatzen der Welt. Ein Männchen kann bis zu 310 Kilogramm schwer und bis zu 4 Meter lang werden.

Tiger sind echte Sprinter. Sie kommen auf 60 Kilometer pro Stunde. Trotz dieser Geschwindigkeit und ihrer Fellmuster-Tarnung ist nur jeder 10. Jagdversuch erfolgreich.

In freier Wildbahn findet man Tiger in Asien. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Indien, China, Südostasien bis nach Sibirien. Auch auf den Inseln Sumatra und Java sind sie beheimatet.

Tiger sind canivor, das heißt sie sind reine Fleischfresser. Haben sie ihre Beute erwischt, fressen sie schon mal ein Fünftel ihres Körpergewichts auf einmal.

Sibirischer Tiger: Vom Aussterben bedroht

Der Sibirische Tiger wird auch als Armur Tiger bezeichnet. In Größe und Gewicht ungeschlagen ist er der größte seiner Klasse - etwa 3 Meter lang, 1,15 Meter hoch, 300 Kilogramm schwer.

Sein Lebensraum befindet sich hauptsächlich im Südosten Russlands, in China und Nordkorea.

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Gute Tiger-Nachrichten

Um den gefährdeten Tiger vor dem Aussterben zu bewahren, riefen 2010 alle Länder, in denen Tiger leben, eine Kampagne zum Tigerschutz ins Leben - mit Erfolg. Dem WWF zufolge hat sich die Zahl der Tiger in 5 der insgesamt 13 Ländern beachtlich gesteigert. "Der Tiger feiert ein Combeack".

Galileo vom 2020-06-28

Hans-Peter Gaupp: Der deutsche Tiger King

Geparde als Haustiere - das kennt man eigentlich nur aus Filmen oder US-Serien. Doch für Hans-Peter Gaupp ist das Alltag. Seit 50 Jahren hält er sich die Raubkatzen in einem Hotel in Heilbronn. Doch ist das sicher und in Deutschland überhaupt erlaubt?

  • Video
  • 13:02 Min
  • Ab 12
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Löwe: Warum ist er der König der Tiere?

Der Löwe (Panthera leo) ist zwar der König der Tierwelt, aber nur die zweitgrößte Raubkatze. Ein ausgewachsenes Männchen hat eine Schulterhöhe von bis zu 1,2 Metern und eine Länge von 2 bis 3 Metern. Es wiegt bis zu 250 Kilogramm. Löwinnen sind kleiner und etwas schmächtiger und wiegen ungefähr 130 Kilogramm.

🦁 Sonne bitte

Ihren Lebensraum haben Löwen in Afrika - vorzugsweise in offenen Busch- und Graslandgebieten.

🦁 Gut gebrüllt

Geht die Sonne auf und unter, brüllen Löwen. Das ist 8 Kilometer (!) weit zu hören. So markieren sie ihr Revier.

🦁 Wilde Mähne als Flirt-Faktor?

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Löwenmännchen und -weibchen ist die Mähne. Warum allerdings nur Männchen von der Haarpracht gesegnet sind, ist noch nicht ganz geklärt. Forscher vermuten, dass die Mähne vor Seitenhieben schützen soll, wenn der Löwe um sein Gebiet oder Rudel kämpft. Zudem soll sie wohl auch auf die Weibchen anziehend wirken.

🦁 Lust-ige Löwen

Alle Viertelstunde, 40 Mal am Tag und insgesamt um die 300 Mal: So paaren sich Löwen während der Brunft. Aber eine ernüchternde Zahl gehört auch dazu. Ein "Liebesspiel" dauert gerade mal etwa 30 Sekunden.

🦁 Wer kann, der kann

Bei alledem ist ein Löwe vor allem eines: faul. Bis zu 20 Stunden am Tag verschläft der König der Tiere.

Löwen sind die einzigen Raubkatzen, die im Rudel leben. Eine "Löwen-Familie" besteht aus etwa 10 Weibchen, höchstens 3 Männchen und den Jungtieren. Sie gelten daher als die "sozialsten Katzen".
Löwen sind die einzigen Raubkatzen, die im Rudel leben. Eine "Löwen-Familie" besteht aus etwa 10 Weibchen, höchstens 3 Männchen und den Jungtieren. Sie gelten daher als die "sozialsten Katzen".© Getty Images

Wusstest du, dass ein ein Hybrid-Tier aus Löwe und Tiger gibt? Der Liger kann bis zu 3,5 Meter lang werden.

Jaguar: Der Einzelgänger unter den Großkatzen

Der Jaguar wird auch Panthera onca genannt, aber auch die ältere Bezeichnungen "Unze" meint den gepunkteten Vierbeiner. Den Namen haben Jaguare aus einer indigenen Sprache. Übersetzt bedeutet er: "Der mit einem Sprung tötet."

Nach Tiger und Löwe ist der Jaguar die drittgrößte Raubkatze. Beheimatet ist er in Mittel- und Südamerika.

Jaguare sind Einzelgänger. Verirrt sich ein Männchen in ein fremdes Revier kämpfen die beiden Kontrahenten erbittert. Ein Männchen-Revier kann bis zu 1.000 Quadratkilometer groß sein und mehrere Weibchen-Reviere umfassen.

Wie 80 Prozent der Raubkatzen, steht auch der Jaguar auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten - vor allem wegen illegaler Wilderei.

Jaguare sind sehr gute Schwimmer. Sie fühlen sich im Wasser sogar so wohl, dass sie zur Abkühlung auch mal stundenlang brusttief im See verbringen.
Jaguare sind sehr gute Schwimmer. Sie fühlen sich im Wasser sogar so wohl, dass sie zur Abkühlung auch mal stundenlang brusttief im See verbringen.© picture alliance / imageBROKER / FLPA / Chris Brunskill
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Jaguar oder Leopard: Was ist der Unterschied?

🐆 Jaguare und Leoparden sind beides Großkatzenarten und verwandt. Sie weisen wegen ihres gefleckten Fells und muskulöser Statur eine zum Verwechseln starke Ähnlichkeit auf. Nur wer genauer hinsieht, kann die Unterschiede erkennen.

💡 Jaguare sind im Allgemeinen größer, massiger und haben starke Kiefermuskeln und große Zähne. Sie bringen ein Gewicht von etwa 120 Kilogramm auf die Waage, wohingegen Leoparden nur bis zu 90 Kilogramm erreichen.

💨 Auch die Flecken sind bei Jaguaren größer als bei Leoparden. Eines hat der Leopard ihnen jedoch voraus. Er ist viel flinker und wendiger.

🌨️ Gut zu wissen: Der Schneeleopard ist übrigens kein Leopard. Er ist eine eigene Art. Er lebt auf bis zu 6.000 Meter Höhe im Himalaja und den Hochgebirgen Zentralasiens.

Panther: Das Tier, das es nicht gibt

Ob Eishockey-Fans wissen, dass ihre Lieblingsteams nach Tieren benannt ist, die es gar nicht gibt? Ja, richtig gelesen. Der schwarze Panther, der auf Samtpfoten im Dschungel umherschleicht, ist nichts als ein Mythos.

Das Ganze ist auf eine Mutation zurückzuführen. Ein Panther ist eigentlich ein schwarzer Jaguar oder ein schwarzer Leopard. Diese Schwärzlinge produzieren zu viel dunkles Pigment Eumelanin. Deshalb verschwindet das typische Muster in dem ganz schwarzen Fell - gewissermaßen das Gegenteil von Albino-Tieren.

Ein Panther ist eigentlich ein schwarzer Leopard oder schwarzer Jaguar.
Ein Panther ist eigentlich ein schwarzer Leopard oder schwarzer Jaguar.© picture alliance / imageBROKER / Mark Newman / FLPA

Nicht groß, aber oho: die schönsten kleinen Wildkatzen

Zu schön für diese Welt: Wegen ihres Fells wurden Ozelots lange unerbittlich gejagt. Bis 1990 ein internationales Handelsverbot in Kraft trat und sich die Bestände erholten.
Zu schön für diese Welt: Wegen ihres Fells wurden Ozelots lange unerbittlich gejagt. Bis 1990 ein internationales Handelsverbot in Kraft trat und sich die Bestände erholten.© picture alliance / imageBROKER / SeaTops
Eng mit dem Puma verwandt, optisch aber eher Richtung Marder: Ein Jaguarundi bedient sich ganz gerne an Hühnern, was von Mexiko bis Argentinien zu Konflikten mit Menschen führt.
Eng mit dem Puma verwandt, optisch aber eher Richtung Marder: Ein Jaguarundi bedient sich ganz gerne an Hühnern, was von Mexiko bis Argentinien zu Konflikten mit Menschen führt.© picture alliance / imageBROKER / Huetter
Sandkatzen sind perfekt an das Leben in heißen Wüstengebieten angepasst. Ein Beispiel: Das schwarze und dichte Fell an der Unterseite der Pfote.
Sandkatzen sind perfekt an das Leben in heißen Wüstengebieten angepasst. Ein Beispiel: Das schwarze und dichte Fell an der Unterseite der Pfote. © picture alliance / imageBROKER / Terry Whittaker / FLPA
Langschwanzkatzen verbringen einen Großteil ihres Lebens in Mittel- und Südamerika auf Bäumen, sie sind exzellente Kletterer. Ihr Schwanz wird mit bis zu 50 Zentimetern fast so lang wie der Rest des Körpers (bis zu 80 Zentimeter).
Langschwanzkatzen verbringen einen Großteil ihres Lebens in Mittel- und Südamerika auf Bäumen, sie sind exzellente Kletterer. Ihr Schwanz wird mit bis zu 50 Zentimetern fast so lang wie der Rest des Körpers (bis zu 80 Zentimeter). © picture alliance / WILDLIFE / T.Dressler
Servals kommen südlich der Sahara vor und sind nicht bedroht.
Servals kommen südlich der Sahara vor und sind nicht bedroht.© picture alliance / imageBROKER / Robin Simon
Zu schön für diese Welt: Wegen ihres Fells wurden Ozelots lange unerbittlich gejagt. Bis 1990 ein internationales Handelsverbot in Kraft trat und sich die Bestände erholten.
Eng mit dem Puma verwandt, optisch aber eher Richtung Marder: Ein Jaguarundi bedient sich ganz gerne an Hühnern, was von Mexiko bis Argentinien zu Konflikten mit Menschen führt.
Sandkatzen sind perfekt an das Leben in heißen Wüstengebieten angepasst. Ein Beispiel: Das schwarze und dichte Fell an der Unterseite der Pfote.
Langschwanzkatzen verbringen einen Großteil ihres Lebens in Mittel- und Südamerika auf Bäumen, sie sind exzellente Kletterer. Ihr Schwanz wird mit bis zu 50 Zentimetern fast so lang wie der Rest des Körpers (bis zu 80 Zentimeter).
Servals kommen südlich der Sahara vor und sind nicht bedroht.

Häufig gestellte Fragen zu Großkatzen

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