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Rücken, Seite, Bauch: Diese Schlafpositionen sind gut für dich

  • Veröffentlicht: 09.08.2023
  • 08:45 Uhr
  • Galileo

Rücken-, Bauch-, Seitenschläfer oder voll flexibel? Wir erklären, was es mit den Schlafpositionen auf sich hat, welche Vor- und Nachteile sie haben und welche Tricks Schlafpositionen beeinflussen. Im Clip: Studie beweist: Paare schlafen besser!

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Das Wichtigste zum Thema Schlafpositionen

  • Fast jeder Mensch hat eine bevorzugte Schlafposition.

  • Laut einer Studie über Schlafpositionen der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) mit 664 Testpersonen (Anteil von Frauen und Männern in etwa gleich) schlafen knapp 54 Prozent überwiegend in Seitenlage, 38 Prozent auf dem Rücken und etwa sieben Prozent auf dem Bauch.

  • Ergebnisse der Studie zeigten auch, dass Männer ihre Positionen im Laufe des Schlafens häufiger wechseln als Frauen.

  • In welcher Position du schläfst, bestimmst nicht du, sondern dein Unterbewusstsein. Deshalb sind Wissenschaftler:innen der Annahme, dass Schlafpositionen tatsächlich etwas darüber verraten, wie du so tickst.

  • Aus medizinischer Sicht ist die Rückenlage die gesündeste. Nacken und Wirbelsäule werden entlastet und die Organe nicht gequetscht. Die Bauchlage ist hingegen eher ungesund: Der Kopf ist gedreht, die Lendenwirbelsäule gekrümmt und das Körpergewicht drückt auf die Organe.

  • Mithilfe von einfachen Tricks wie z.B. Kissenbarrieren kann die Schlafposition dennoch beeinflusst werden.

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Verrät die Schlafposition etwas über deinen Charakter?

Wie du schläfst und wie du tickst, hängt nicht zusammen - zumindest gibt es dazu kaum aussagekräftige Forschungsergebnisse. Zwar legt eine viel zitierte Studie des Schlafforschers Chris Idzikowski einen Zusammenhang nahe, die Ergebnisse werden aber als wenig aussagekräftig kritisiert. Sie beruhen lediglich auf Selbsteinschätzungen der Proband:innen. Als die Umfrage in Südostasien erneut durchgeführt wurde, konnte die klare Zuordnung von Persönlichkeitstypen zu Schlafpositionen nicht festgestellt werden.

In welcher Position man schläft, ist daher weniger eine Frage des Charakters als vielmehr eine Frage des Komforts.

Außerdem behalten die wenigsten Menschen eine Schlafposition die ganze Nacht über bei. Laut einer skandinavischen Studie wechseln wir pro Nacht die Schlafposition zwischen 30 und 60 Mal. Daher kann man auch nur von einer bevorzugten Schlafposition sprechen.

Die richtige Schlafposition: Auf welcher Seite solltest du schlafen?

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Rückenlage

Laut Sportmediziner:innen und Orthopäd:innen ist die Rückenlage die gesündeste Schlafstellung.         

👍 Vorteile: Besonders schonend für deine Wirbelsäule, da sie in ihrer natürlichen S-Form bleibt. Zudem wird das Körpergewicht gleichmäßig verteilt und die Entspannung im Rücken- und Nackenbereich gefördert, wodurch Verspannungen vorgebeugt werden können. Auch die Tiefschlafphase wird unterstützt.

👎 Nachteil: Das Schnarchen wird in der Rückenlage begünstigt. 

Bauchlage

In der Bauchlage schlafen die wenigsten Menschen.

👍 Vorteil: Besonders bei Lungen- oder Atembeschwerden kann sie unterstützen, indem die Lunge entlastet wird.

👎 Nachteile: Starke Beanspruchung der Wirbelsäule, Druck auf Gelenke und Muskeln, Atmung erschwert. Daher sollte die Wirbelsäule immer gerade sein.

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Seitenlage

Die Seitenlage zählt zu der beliebtesten Form und ist auch sehr gesund.  Hierbei wird je nach Präferenz eine Seite ausgewählt und die Beine zumeist angewinkelt.

👍 Vorteile: Linke Seite: Das Lymphsystem kann besser arbeiten, das Herz wird entlastet und kann das Blut schneller durch den Körper pumpen. Da der Magen und die Bauchspeicheldrüse auf der linken Seite liegen, wird kein Druck auf die Organe ausgelöst und zusätzlich kann die Verdauung gefördert werden.

👎 Nachteile: Rechte Seite: Sodbrennen kann auftreten, da Magensäure in die Speiseröhre fließen kann. Da das Herz in dem Fall oben liegt, muss es bergauf gegen die Schwerkraft anpumpen. Die Lymphe können Abfallprodukte weniger effektiv abtransportieren. 

Embryonallage

Die Embryonallage ist eine Abwandlung der Seitenlage, spiegelt Position des Fötus im Mutterleib wider.

👍 Vorteil: Vermittelt wie im Mutterleib Sicherheit und Geborgenheit. 

👎 Nachteile: Zwerchfellatmung wird eingeschränkt und es kann zu Gelenkschmerzen führen. Daher ist es besser, die Beine etwas mehr gestreckt zu lassen. 

Schwangere sollten ebenfalls auf der linken Seite schlafen, da das Ungeborene so besser mit Blut versorgt wird. Für eine bequeme Schlafposition gibt es spezielle Kissen.

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Diese Schlafpositionen helfen bei Nackenschmerzen und Co.

Diese Schlafpostionen unterstützen bei Schmerzen
Diese Schlafpostionen unterstützen bei Schmerzen© Galileo

Können wir unsere Schlafposition beeinflussen?

Generell gilt: Wenn möglich die Schlafposition im Laufe der Nacht immer mal wieder wechseln.

Durch kleine Veränderungen lässt sich die Schlafposition mit etwas Geduld antrainieren. 

Zunächst solltest du dir angewöhnen, bereits vor dem Schlafen im Bett die gewünschte Position einzunehmen, um den Körper mental bereits umzustellen. 

Außerdem kann es helfen, die Schlafpositionierung durch beispielsweise angeordnete Kissen zu beeinflussen.

Wenn du beispielsweise eine Rückenposition einnehmen und beibehalten möchtest, kannst du mithilfe von Kissen deinen Körper stabilisieren und verhindern, dass du im Schlaf unbewusst wieder in eine andere Position wechselst.

Bevorzugst du die Seitenlage, kannst du durch entweder durch Stabilisierung oder spezielle Seitenschläferkissen deinen Körper in diese Lage trainieren.

Einer Studie zufolge kann eine Schlafpositionierungs-Vorrichtung die Position aufrechterhalten. Die richtige Wahl des Kopfkissens spielt auch insbesondere bei auftretenden Nackenschmerzen eine wichtige Rolle.

Schlafpositionen bei Paaren

🥄 Löffelchen: Bei dieser Schlafposition schläfst du mit deinem Partner eng umschlungen. Das schafft Vertrauen und Geborgenheit.

👼 Schutzengel: Bei dieser Schlafposition liegen sich beide in den Armen, eine Person liegt dabei auf dem Rücken und die andere kuschelt sich eng und in der Regel auf der Brust liegend an.

Waage: Hier liegen beide Rücken an Rücken. Häufig berühren sich dabei Rücken und Po. Beide Parteien haben ihren Freiraum, aber sind dennoch ganz nah und miteinander verbunden. Darum schlafen Paare besser.

Häufige Fragen zu Schlafpositionen

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