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Naturschutzgebiete in Deutschland: Schutz für die sensiblen Paradiese

  • Veröffentlicht: 22.04.2022
  • 18:45 Uhr
  • Galileo

Zur Erholung vom Stress ab in die Natur - das machen viele gern. Wer aber in einem Naturschutzgebiet oder Nationalpark unterwegs ist, kann die darin lebenden Tiere stören und massiv stressen. Welche Regeln du beachten solltest. Im Clip: Wie geht's dem deutschen Wald?

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Das Wichtigste zum Thema Naturschutzgebiete

  • In Deutschland gibt es etwa 8.830 Naturschutzgebiete (Stand 2017). Zusammengenommen entspricht das 6,3 Prozent der Fläche Deutschlands.

  • Die Mehrheit der Naturschutzgebiete (etwa 60 Prozent) ist allerdings kleiner als 50 Hektar. Das entspricht etwa 70 Fußballfeldern.

  • Der Begriff Naturschutzgebiet tauchte erstmals 1920 im Preußischen Feld- und Forstpolizeigesetz auf. Erst 1976 wurde ein entsprechendes, bundesweites Rahmengesetz verabschiedet.

  • Neben Naturschutzgebieten gibt es in Deutschland unter anderem noch Nationalparks - teilweise überschneiden sie sich auch.

  • Nationalparks werden aufgrund der Kategorien der Weltnaturschutz-Union definiert und sind in Deutschland deutlich großflächiger als Naturschutzgebiete - dafür allerdings auch sehr viel seltener. In Deutschland gibt es derzeit 16 Nationalparks.

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Nationalparks in Deutschland: Ist auch bei dir einer in der Nähe?

Diese Nationalparks gibt es in Deutschland.
Diese Nationalparks gibt es in Deutschland.

Daran erkennst du ein Naturschutzgebiet

Erkennbar sind Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland an einem grünen, dreieckigen Schild, auf dem ein Seeadler abgebildet ist.
Erkennbar sind Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland an einem grünen, dreieckigen Schild, auf dem ein Seeadler abgebildet ist.© picture alliance / Zoonar | COPYRIGHT ANDREAS PULWEY
In Berlin und Niedersachsen ist in dem grünen, dreieckigen Schild eine Eule abgebildet.
In Berlin und Niedersachsen ist in dem grünen, dreieckigen Schild eine Eule abgebildet.© picture alliance / Wolfram Steinberg | Wolfram Steinberg
Ebenfalls auf eine Eule setzen Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen – aber in einem fünfeckigen Schild.
Ebenfalls auf eine Eule setzen Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen – aber in einem fünfeckigen Schild.© picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Stephan Schulz
Erkennbar sind Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland an einem grünen, dreieckigen Schild, auf dem ein Seeadler abgebildet ist.
In Berlin und Niedersachsen ist in dem grünen, dreieckigen Schild eine Eule abgebildet.
Ebenfalls auf eine Eule setzen Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen – aber in einem fünfeckigen Schild.
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So werden Naturschutzgebiete ausgewiesen

  • Mit der Festlegung eines Areals als Naturschutzgebiet soll die darin enthaltene Natur und Landschaft besonders geschützt werden.

  • Der mögliche Schutzgrund wird dabei unterteilt in den Lebensraum bestimmter Tier- und Pflanzenarten, wissenschaftliche, naturgeschichtliche und landeskundliche Gründe oder aufgrund der Seltenheit oder der Schönheit der Landschaft.

  • Der Rahmen von Naturschutzgebieten ist im Bundesnaturschutzgesetz festgehalten.

Die größten Naturschutzgebiete in Deutschland

Das größte Naturschutzgebiet in Deutschland ist das Sylter Außenriff - Östliche Deutsche Bucht. Es ist mit 560.300 Hektar etwa doppelt so groß wie das Saarland. Vier weitere Naturschutzgebiete in Nord- und Ostsee liegen größenmäßig dahinter.
Das größte Naturschutzgebiet in Deutschland ist das Sylter Außenriff - Östliche Deutsche Bucht. Es ist mit 560.300 Hektar etwa doppelt so groß wie das Saarland. Vier weitere Naturschutzgebiete in Nord- und Ostsee liegen größenmäßig dahinter.© Arterra / Kontributor
Mit 28.877 Hektar deutlich kleiner ist das größte Naturschutzgebiet im Inland: das Ammergebirge.
Mit 28.877 Hektar deutlich kleiner ist das größte Naturschutzgebiet im Inland: das Ammergebirge.© IMAGO / Shotshop
Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide bietet Buchen- und Eichenmischwäldern sowie Heiden auf 23.315 Hektar Platz.
Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide bietet Buchen- und Eichenmischwäldern sowie Heiden auf 23.315 Hektar Platz.© IMAGO / imagebroker
Die Naturschutzgebiete Allgäuer Hochalpen und Karwendel umfassen 20.797 beziehungsweise 19.348 Hektar.
Die Naturschutzgebiete Allgäuer Hochalpen und Karwendel umfassen 20.797 beziehungsweise 19.348 Hektar.© IMAGO / CHROMORANGE
Dahinter folgende Naturschutzgebiete wie die Östlichen Chiemgauer Alpen oder Stechlin in Brandenburg sind schon kleiner als 10.000 Hektar.
Dahinter folgende Naturschutzgebiete wie die Östlichen Chiemgauer Alpen oder Stechlin in Brandenburg sind schon kleiner als 10.000 Hektar.© REDA&CO / Kontributor
Das größte Naturschutzgebiet in Deutschland ist das Sylter Außenriff - Östliche Deutsche Bucht. Es ist mit 560.300 Hektar etwa doppelt so groß wie das Saarland. Vier weitere Naturschutzgebiete in Nord- und Ostsee liegen größenmäßig dahinter.
Mit 28.877 Hektar deutlich kleiner ist das größte Naturschutzgebiet im Inland: das Ammergebirge.
Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide bietet Buchen- und Eichenmischwäldern sowie Heiden auf 23.315 Hektar Platz.
Die Naturschutzgebiete Allgäuer Hochalpen und Karwendel umfassen 20.797 beziehungsweise 19.348 Hektar.
Dahinter folgende Naturschutzgebiete wie die Östlichen Chiemgauer Alpen oder Stechlin in Brandenburg sind schon kleiner als 10.000 Hektar.
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Diese Öko-Systeme werden in Deutschland geschützt

🌊 Ein besonderer Fokus beim Schutz der Natur gilt der Nord- und Ostsee. So sind etwa 80 Prozent der Fläche der Nationalparks in Deutschland Meergebiete der Ost- und Nordsee. Neben dem Meer steht hier vor allem auch das Ökosystem des Wattenmeers unter besonderem Schutz.

💦 Aber auch Dünen, Sandbänke und Salzwiesen sollen als Lebensräume erhalten werden.

🌲 In den Nationalparks Bayerischer Wald und Berchtesgaden stehen die verschiedenen Waldarten, Moore, Bergbäche, Seen und Almweiden im Mittelpunkt der Schutzmaßnahmen.

🌱 Auch Feuchtwälder, Kreide-Steilküsten, Fließgewässer und Feuchtgrünland zählen in Nationalparks und Naturschutzgebieten zu den zu schützenden Lebensräumen.

Galileo vom 2020-06-07

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Diese Regeln gelten beim Besuch von Naturschutzgebieten

🚶‍♀️ In der Regel dürfen Naturschutzgebiete betreten werden, aber es gilt ein Wege-Gebot. Das heißt, Besucher:innen dürfen ausschließlich gekennzeichnete Wege nutzen. Übrigens: Auch außerhalb von Naturschutzgebieten gibt es Regeln für Waldspaziergänge.

🦮 Damit Hunde nicht durch die geschützten Lebensräume springen und beispielsweise brütende Vögel aufschrecken, gilt Leinen-Pflicht. In einigen Naturschutzgebieten gilt sogar Hunde-Verbot.

💐 Das Pflücken von Pflanzen ist innerhalb eines Naturschutzgebietes verboten. Natürlich dürfen auch keine wild lebenden Tiere gefangen, verletzt oder getötet werden.

🏕 Zelten ist in Naturschutzgebieten nicht möglich. Besucher:innen sollten außerdem darauf achten, keinen Müll zu hinterlassen - vor allem Glas oder andere Gegenstände, die einen Waldbrand auslösen könnten.

🛸 Auch Drohnen darf man in diesen geschützten Zonen nicht fliegen lassen.

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