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Maronen: So gesund sind Esskastanien

  • Veröffentlicht: 30.11.2022
  • 13:45 Uhr
  • Sven Hasselberg

Heiße Maronen wärmen auf dem Weihnachtsmarkt deine Hände und schmecken lecker. Hier erfährst du, warum Esskastanien so gesund sind und wie du sie selbst zubereiten kannst.

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Maronen und Esskastanien: Das Wichtigste zu der Superfrucht

  • Im Winter hat die Powerfrucht Saison! Edel- oder Esskastanie sind das Gleiche. Maronen sind genau genommen eine Weiterzüchtung. Sie blühen ab Mai und mögen es wärmer. Ab Oktober sind die Früchte reif für den Teller.

  • In der Naturmedizin gilt die Esskastanie als keimtötend, reizmildernd und schleimlösend. Welche Vitamine und Mineralstoffe und wieviel Fett sie enthält, liest du weiter unten.

  • Esskastanien gehören zu den Buchengewächsen. Mit der giftigen Rosskastanie sind sie nicht einmal verwandt. Die gehören wie Ahorn zu den Seifenbaumgewächsen. Die Fotostrecke zeigt Dir, wie Du sie unterscheidest.

  • Maroni gelingen im Ofen und im Topf. Unten erfährst du, wie du sie leicht selbst zubereitest, ob du sie roh essen kannst und wo in Deutschland du sie sammeln kannst.

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Der Unterschied zwischen Esskastanien und Rosskastanien

Wichtige Unterschiede: Die Rosskastanie (links) hat ein Blatt, das aus fünf Einzelblättern besteht. Es erinnert an eine Hand. Der Fruchtbecher ist fleischiger. Das Blatt der Ess- oder Edelkastanie (rechts) ist länglich und gezahnt. Der Fruchtbecher, auch Igel genannt, ist dichter mit weicheren Stacheln übersäht.
Wichtige Unterschiede: Die Rosskastanie (links) hat ein Blatt, das aus fünf Einzelblättern besteht. Es erinnert an eine Hand. Der Fruchtbecher ist fleischiger. Das Blatt der Ess- oder Edelkastanie (rechts) ist länglich und gezahnt. Der Fruchtbecher, auch Igel genannt, ist dichter mit weicheren Stacheln übersäht. © picture-alliance/ dpa | Erwin_Elsner
Die Früchte der Esskastanie: Der kleine spitze Zipfel verleiht ihnen fast eine Zwiebelform. Eine Seite ist abgeflacht. Zwar glänzt ihre Schale, aber oft sind sie matter als die Rosskastanien.
Die Früchte der Esskastanie: Der kleine spitze Zipfel verleiht ihnen fast eine Zwiebelform. Eine Seite ist abgeflacht. Zwar glänzt ihre Schale, aber oft sind sie matter als die Rosskastanien.© picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/A. Schauhube
Die Früchte der Rosskastanie. Hier fehlt der Zipfel. Sie sind runder oder birnenförmig. Außerdem sind die Früchte noch glänzender, sehen fast aus wie lackiert. Deshalb werden sie gerne zum Basteln von Kastanienmännchen genutzt. Aber aufpassen! Sie sind giftig.
Die Früchte der Rosskastanie. Hier fehlt der Zipfel. Sie sind runder oder birnenförmig. Außerdem sind die Früchte noch glänzender, sehen fast aus wie lackiert. Deshalb werden sie gerne zum Basteln von Kastanienmännchen genutzt. Aber aufpassen! Sie sind giftig.© picture alliance / FotoMedienService | Ulrich Zillmann
Die Blüten der Esskastanie: Die gelblich-weißen männlichen Blüten, auch "Kätzchen" genannt, sind bis zu 15 Zentimeter lang und blühen ab Mitte Mai. Sie duften stark. Der Baum kann bis zu 30 Metern hoch, die Kronen bis zu 15 Meter breit werden.
Die Blüten der Esskastanie: Die gelblich-weißen männlichen Blüten, auch "Kätzchen" genannt, sind bis zu 15 Zentimeter lang und blühen ab Mitte Mai. Sie duften stark. Der Baum kann bis zu 30 Metern hoch, die Kronen bis zu 15 Meter breit werden. © picture alliance / blickwinkel/F. Hecker | F. Hecker
Die Blüten der Rosskastanien: Sie werden auch "Kerzen" genannt, sind weiß bis rot. Sie blühen als bis zu 30 Zentimeter hohe, aufrechtstehende Rispen. Der Baum ähnelt der Edelkastanie in Höhe und Kronenbreite.
Die Blüten der Rosskastanien: Sie werden auch "Kerzen" genannt, sind weiß bis rot. Sie blühen als bis zu 30 Zentimeter hohe, aufrechtstehende Rispen. Der Baum ähnelt der Edelkastanie in Höhe und Kronenbreite.© picture alliance / Hinrich Bäsemann
Wichtige Unterschiede: Die Rosskastanie (links) hat ein Blatt, das aus fünf Einzelblättern besteht. Es erinnert an eine Hand. Der Fruchtbecher ist fleischiger. Das Blatt der Ess- oder Edelkastanie (rechts) ist länglich und gezahnt. Der Fruchtbecher, auch Igel genannt, ist dichter mit weicheren Stacheln übersäht.
Die Früchte der Esskastanie: Der kleine spitze Zipfel verleiht ihnen fast eine Zwiebelform. Eine Seite ist abgeflacht. Zwar glänzt ihre Schale, aber oft sind sie matter als die Rosskastanien.
Die Früchte der Rosskastanie. Hier fehlt der Zipfel. Sie sind runder oder birnenförmig. Außerdem sind die Früchte noch glänzender, sehen fast aus wie lackiert. Deshalb werden sie gerne zum Basteln von Kastanienmännchen genutzt. Aber aufpassen! Sie sind giftig.
Die Blüten der Esskastanie: Die gelblich-weißen männlichen Blüten, auch "Kätzchen" genannt, sind bis zu 15 Zentimeter lang und blühen ab Mitte Mai. Sie duften stark. Der Baum kann bis zu 30 Metern hoch, die Kronen bis zu 15 Meter breit werden.
Die Blüten der Rosskastanien: Sie werden auch "Kerzen" genannt, sind weiß bis rot. Sie blühen als bis zu 30 Zentimeter hohe, aufrechtstehende Rispen. Der Baum ähnelt der Edelkastanie in Höhe und Kronenbreite.

Darum sind Maronen gesund

💪 Protein: Da die Esskastanie nicht nur viele Eiweiße enthält, sondern auch besonders hochwertige, gilt sie als Powerfood! Menschen, die geistig und körperlich erschöpft sind, hilft sie, wieder in Schwung zu kommen.

🦠 Vitamine: Esskastanien enthalten viele B-Vitamine, vor allem B1 und B6. Die sind gut für das Nervensystem und den Energiehaushalt. Vitamin C regt das Immunsystem an. Vitamin E hilft gegen Ablagerungen und stärkt deshalb das Herz-Kreislaufsystem.

🦴 Mineralstoffe: Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Phosphor - es steckt einiges drin! Phosphor, Kalium und Calcium sind gut für die Knochen und beugen Muskelkrämpfen vor. Eisen hilft bei der Blutbildung.

🌰 Fett: Pro 100 Gramm enthalten Maronen zwei Gramm Fett. Das ist weniger Fett als in gewöhnlichen Nüssen steckt. Esskastanien beinhalten einfache und ungesättigte Fettsäuren. Stichwort Kalorien: 100 Gramm entsprechen 192 Kilokalorien.

🍞 Glutenfrei: Aus Esskastanienmehl lässt sich gut Brot backen. Es ist glutenfrei und daher für Allergiker mit Zöliakie geeignet. Bevor sie zu Mehl gemahlen werden, müssen die Maronen geschält werden.

🧻 Kohlenhydrate und Ballaststoffe: Die Kohlenhydrate halten den Blutzucker lange stabil und sättigen. Die Ballaststoffe kurbeln den Stoffwechsel an. Deshalb sind Maronen gut für die Verdauung.

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Maronen in Deutschland: Hier findest du besonders viele Esskastanien

Die Grafik zeigt, wo die Hauptverbreitungsgebiete von Esskastanien sind und wo du selbst erfolgreich zum Sammeln losziehen kannst.
Die Grafik zeigt, wo die Hauptverbreitungsgebiete von Esskastanien sind und wo du selbst erfolgreich zum Sammeln losziehen kannst.© Galileo
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Maronen - der gesunde Snack für zwischendurch

Ob geröstet, gleich verputzt oder zu einer feinen Suppe verarbeitet: Die Maroni wird für allerlei verwendet. Das liegt nicht nur an ihrem Geschmack, sondern auch daran, dass sie eine wahre Vitaminbombe ist.

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  • 03:18 Min
  • Ab 12
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Maronen einfach zubereiten: So gelingen die Kastanien im Backofen oder Topf

🌡 Im Backofen: Echtes Weihnachtsmarkt-Feeling für zuhause? Kein Problem! Die Esskastanien auf der stumpfen Seite mit einem Kreuz einschlitzen. Ein Teppichmesser eignet sich gut - oder ein scharfes Obstmesser. Die kleinen Zipfel auf der anderen Seite lassen sich mit einer Schere abschneiden.

Eine ofenfeste Schale mit Wasser in den Ofen stellen. Backblech mit Backpapier auslegen. Maroni mit der eingeschnittenen Seite nach oben daraufsetzen. Bei 175 Grad gut 20 Minuten backen, bis die Schnitte sich geöffnet haben und die Kastanien dunkler geworden sind. Dann schälen und genießen! Auch in einer Pfanne lassen sich Esskastanien rösten. Aber bitte ohne Öl und auf niedriger Stufe.

🥘 Im Topf: Zuerst wie oben beschrieben einschneiden. In Salzwasser gut 20 Minuten kochen. Wieder geben die Schalen mit ihrem Aufplatzen das Zeichen, dass die Kastanien fertig sind. Dann schälen. Sie passen zu Geflügel und Wildfleisch. Vegetarier können sie zu Gemüse kombinieren. Als Püree oder Suppe schmecken sie fantastisch.

5 Fragen zur Kastanie

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