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Warum ist nicht jeder Apfelsaft vegan?

  • Veröffentlicht: 20.01.2022
  • 07:45 Uhr
  • Alena Brandt

In Apfelsäften können tierische Produkte stecken. Wie kommt's? Die Antwort liegt in der Herstellung. Außerdem: Warum naturtrüber Saft als gesünder gilt.

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Alles klar! Deshalb wird Apfelsaft oft mit Gelatine hergestellt

🧃 Als frisches Obst, Saft oder Kompott: Rund 25 Kilo Äpfel genießen wir pro Kopf und Jahr im Durchschnitt.

🧃 Auf vielen Apfelsaft-Etiketten steht: "vegan". Ist das bei pflanzlichen Produkt nicht immer automatisch der Fall?

🧃 Tatsächlich finden sich in einigen Apfelsäften Rückstände von tierischen Stoffen. Das liegt an der Herstellung.

🧃 Wenn du einen Apfel presst und Saft daraus machst, ist dieser normalerweise trüb. Was also tun, um ihn zu klären? Ein Drittel aller Hersteller:innen gibt laut Foodwatch Gelatine dazu.

🧃 Für die Herstellung des Saftes ist in dem Fall ein tierisches Produkt notwendig. Denn Gelatine besteht aus dem Bindegewebe von Rindern und Schweinen.

🧃 Merke: Häufig sind also klare Apfelsäfte nicht vegan. Bei naturtrüben Säften ist die Chance höher, ein veganes Produkt zu bekommen.

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Trüber Apfelsaft soll gesünder sein

Von wegen trübe Aussichten! Naturtrüber Apfelsaft enthält mehr Polyphenole als klarer Apfelsaft, besagt eine Analyse der Hochschule Geisenheim. Diese sekundären Pflanzenstoffe sollen einen positiven Einfluss auf die Darmgesundheit haben.

Allerdings: Wie gesund ein Saft ist, hängt nicht nur davon ab, ob er klar oder trüb ist. Als beste Gesundheits-Booster gelten Apfelsäfte von Äpfeln, die auf Streuobstwiesen wachsen.

Klarer Apfelsaft (links) wurde gefiltert. Beim trüben Apfelsaft (rechts) setzen sich am Grund oft Trübstoffe ab.
Klarer Apfelsaft (links) wurde gefiltert. Beim trüben Apfelsaft (rechts) setzen sich am Grund oft Trübstoffe ab.© Imago Images / Westend61

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Ups, da ist Tier drin? Auch diese Produkte sind nicht immer vegan

🍷 Auch Winzer:innen klären den Wein mit tierischen Produkten von Trübstoffen. Zum Einsatz kommen etwa Eiweiß, Gelatine und Kasein.

🍌 An Bananen können sich Rückstände vom Insektizid Chitosan befinden, welches aus den Panzern von Garnelen stammt. Bio-Bananen sind in der Regel nicht betroffen.

🍺 Ja, manchmal steckt Tier im Bier. Hersteller:innen klären das Getränk mit Fischblasen und Gelatine. In Deutschland kommt das eher nicht vor, da hier das Reinheitsgebot gilt. Aber Biermix-Getränke und ausländische Biersorten enthalten häufiger tierische Produkte.

🍞 Klar, in Brot und Gebäck können Ei und Milch stecken. Aber auch Cystein: Die Aminosäure stammt aus Schweineborsten und Federn.

Der Teufel steckt im Etikett

Die Etiketten auf Flaschen sind meistens mit dem Milcheiweiß Kasein verklebt. Der tierische Bestandteil kommt im Leim vor. Wen das jetzt schockt, der sei getröstet: Früher war es häufig Knochenleim - und heute gibt es schon viele Hersteller von veganen Aufklebern.

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