Steffi Buchli ist die bekannteste Sportmoderatorin der Schweiz. Erste Erfahrungen im Journalismus sammelt die Zürcherin als Redaktorin bei Radio Zürisee und Radio 24, bevor sie ab 2003 über zehn Jahre als Sport-Reporterin und -Moderatorin beim Schweizer Fernsehen SRF tätig ist. Als Gastgeberin der Sportsawards und als Host von Talk- und Livesport-Sendungen arbeitet sich Buchli in die Herzen der Schweizer TV-ZuschauerInnen. Seit 2017 ist Steffi Buchli Programmchefin und Moderatorin des privaten Sportsenders MySports, am 1. Januar 2021 tritt sie ihre neue Aufgabe als Sport-Chefredaktorin der Blick-Gruppe an. Ihren Interviewfragen stellten sich bereits Sportgrössen wie NBA-Basketballer Dirk Nowitzki, Tennislegende André Agassi oder IOC-Präsident Thomas Bach. Steffi Buchli lebt mit ihrem Mann, Florian Kohler, und der gemeinsamen Tochter Karlie Jolien Adèle (4) in Zürich. Als Teil des Rateteams bei «The Masked Singer Switzerland» wagt sich die 42-Jährige ab dem 13. November auf neues Parkett.

10 Fragen an Steffi Bucheli

Kennst du die Show bereits? Was waren die Momente, die dir in Erinnerung geblieben sind?

Nicht nur ich, sondern auch meine Tochter hat so viel Freude an den bunten Masken, dass wir uns gemeinsam viele Auftritte anschauen und ich so schon recht viele Folgen aus allen Ländern kenne. Das ist quasi Recherchearbeit (lacht). Was mir am meisten im Gedächtnis geblieben ist, ist der Moment als Steffi Heinzmann gleich in der ersten Show der vergangenen deutschen Staffel enthüllt wurde. Das hat mir die ganze Dynamik dieser Show und auch die Bedeutung der Masken deutlich gemacht. Der Moment ist mir im Kopf geblieben.

Was macht die Show so besonders?

Wir alle machen dieses Ratespiel einfach gerne mit. Das hat bestimmt schon jeder erlebt: Man spricht mit einer Person am Telefon, und wenn man sich live trifft und das erste Mal das Gesicht sieht, bringt man Stimme und Gesicht im ersten Moment gar nicht zusammen. Das allein ist ein spannendes Ding, und kombiniert mit den schönen Masken hat das eine wunderbare Dramaturgie. Ich persönlich finde beeindruckend, was die Menschen unter der Maske mit ihren Stimmen hinkriegen! Ich habe schon extremen Respekt davor, wenn sich ein Sänger unter die Masken wagt, weil der dann eine gewisse Fallhöhe hat: Wenn er nicht performt, kann er schnell schlecht dastehen. Aber wenn dann eine Person, die sonst nicht singt, sich traut unter einer Maske ein Lied zu schmettern: Das finde ich echt beeindruckend!

Glaubst du, die Maske macht das Singen für die nicht-professionellen Sänger einfacher?

Vom Lampenfieber und vom Bühnenstress her glaube ich das schon. Andererseits: Der Umgang mit der eigenen Stimme ist wahrscheinlich noch schwieriger, wenn du in einer Maske steckst.

Worauf freust du dich am meisten bei der Show?

Ich freu mich extrem darauf, gemeinsam mit Luca im Ratepanel zu sitzen. Wir kannten uns vorher nicht persönlich, aber wir hatten schnell eine guten Groove. Ich glaube, wir müssen sehr konzentriert sein, um keine Hinweise zu verpassen, aber dennoch werden wir mit Sicherheit auch Raum haben, die Show zu geniessen. Und ich freue mich schon jetzt schon auf die Momente der Demaskierung!

Worin liegt der Reiz für die Prominenten an dieser Show teilzunehmen?

Je nachdem in welchem Genre der Promi zu Hause ist, gibt es bestimmt ganz unterschiedliche Motivationen. Aber ich denke, sich dieser Herausforderung zu stellen und etwas Neues zu lernen, sich in einem völlig neuen Bereich fit zu machen – das mögen viele Leute. Und so eine Möglichkeit kriegt man auch nicht alle Tage.

Worauf wirst du bei den Auftritten genau achten?

Ich glaube der Schlüssel liegt in einer Mischung aus Stimme, Moves und Indizien – eine Komponente alleine wird da nicht reichen. Luca und ich haben schon versucht, bekannte Sänger nur an ihrer Stimme zu erkennen. In dem Moment habe ich gemerkt, wie schwierig es sein wird, selbst uns sehr vertraute Stimmen zu erkennen. Das wird eine Riesenaufgabe für uns. Darum müssen wir uns neben der Stimme auch auf die Indizien konzentrieren: Ich bin ein Mensch, der gerne rätselt und entsprechend habe ich auch den Ehrgeiz, aus den Indizien möglichst viel rauszukriegen.

Wie bereitest du dich auf deine Aufgaben im Rateteam vor?

Wann immer ich mein Instagram-Feed durchgehe, überlege ich mir: Wer könnte dabei sein? Dann fällt mir ein: Bei dem geht’s nicht, der hat noch Auftritte oder – bei den Sportlern – Spiele. Ich schaue mir auch eingehend alle Klatschzeitschriften für Inspirationen an und habe bereits damit begonnen, eine Liste mit Namen zu führen: Auch mit Promis, die vielleicht nicht so naheliegend sind. Darüber tausche ich mich dann mit Luca aus. Verglichen mit ihm bin ich ja in einem biblischen Alter und kenne vielleicht noch andere, ältere Promis als er. Wir werden also top vorbereitet sein (lacht).

Bist du sehr ehrgeizig, was deine Trefferquote angeht?

Durch den Prozess des Ratens und das Entschlüsseln der Indizien vielleicht einen richtigen Treffer zu landen: Das ist schon cool. Aber ich glaube das wichtigste an der Show ist für alle, grossen Spass am Mitraten zu haben.

Was macht dich zu einem perfekten Mitrater?

Ich bin ehrgeizig, wenn um Ratespiele geht und kann wahnsinnig gut zuhören. Aber mein grösstes Asset ist meine Frisur (lacht). Ich muss so oft zum Coiffeur, und da habe ich wahnsinnig viel Zeit alle Klatschspalten durchzulesen! Deswegen bin ich sehr gut aufgestellt um Optionen reinzubringen, wen wir da unter der Maske hören könnten.

Würdest du selbst an der Show teilnehmen? Welche Maske würdest du dir dann aussuchen?

Das müsste ich mir gut überlegen! Ich hätte dann auf alle Fälle gerne eine knuddelige Maske, z.B. ein Erdmännchen. Das finden alle süss, und so würde die Maske dann hoffentlich ein bisschen davon ablenken, dass ich leider nicht so gut singen kann (lacht).