Teilen
Merken
taff

Zoom, Teams, Slack & Co.: Homeoffice-Tools gefährden Gesundheit

10.02.2022 • 14:06

Seit Beginn der Pandemie sind Zoom, Teams, Slack oder Google Hangouts für die meisten fester Bestandteil im Homeoffice-Alltag. Das belegt auch eine Studie: Digitale Kommunikations-Tools können sich tatsächlich negativ auf die Gesundheit auswirken.

Seit Beginn der Pandemie sind Zoom, Teams, Slack oder Google Hangouts für die meisten fester Bestandteil im Homeoffice-Alltag. Oft bleibt es aber nicht bei einem Tool. Und das führt dann manchmal zu stressigen Situationen. Das belegt auch eine Studie: Digitale Kommunikations-Tools können sich tatsächlich negativ auf die Gesundheit auswirken.

Zu viele Tools gleichzeitig managen verursacht mehr Stress

Eigentlich sollen die Tools die Arbeit erleichtern, indem sie die Kommunikation unkomplizierter machen. Dieser Plan geht allerdings nicht immer auf. Die Studie aus Österreich, die im "Journal of Business Research" veröffentlicht wurde, untersuchte, wie die sogenannte Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sich auf die Gesundheit von Arbeitnehmenden auswirkt.

Erhöhte Reizüberflutung kann zu Burnout führen

Das Ergebnis: Obwohl viele Angestellte die Tools als etwas Positives wahrnehmen, sähe die Realität laut den Forschenden der Universität Klagenfurt anders aus. "Wir sehen in allen Erhebungen, dass hohe IKT-Anforderungen einen Einfluss auf die Entwicklung von Burnout haben", so Studienautor Ralf Terlutter in einer Pressemitteilung der Universität. Wer also viele Tools gleichzeitig managen müsse, habe durch die Reizüberflutung ein höheres Risiko für ein Burnout.
Die gute Nachricht: Es gibt Möglichkeiten, sich von den vielen Kommunikations-Tools nicht stressen zu lassen. Die Lösung: klare Grenzen setzen. "Nur weil jemand jetzt dauerhaft an seinem 'Arbeitsplatz' ist, heißt das nicht, dass man ihn dort dauerhaft erreichen kann", so Julia Schorlemmer, Professorin für Gesundheitsmanagement am Hochschulzentrum Berlin, zu "Business Insider". Jeder habe ein Recht auf Feierabend, so die Professorin.