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Wegen Datenschutz-Klage: Twitter zahlt 150 Millionen Dollar Strafe

27.05.2022 • 12:58

Zusätzliche Kontaktdaten wie die Telefonnummer sollen für mehr Sicherheit auf Online-Plattformen sorgen. So lautet jedenfalls häufig die Aussage der Betreiber. Eine Klage der US-Regierung wirft Twitter nun vor, die Daten hunderter Millionen von Nutzer:innen ohne deren Wissen zu Werbezwecken missbraucht zu haben. Es kam zu einer Einigung über eine Strafzahlung von 150 Millionen Dollar.

Eine Klage der US-Regierung wirft Twitter nun vor, die Daten hunderter Millionen von Nutzer:innen ohne deren Wissen zu Werbezwecken missbraucht zu haben. Es kam zu einer Einigung über eine Strafzahlung von 150 Millionen Dollar.

Die Klageschrift der US-Regierung wirft Twitter eine falsche Darstellung vor

Die am 25. Mai veröffentlichte Klageschrift betont, dass Nutzer:innen vordergründig dazu aufgefordert wurden, ihre Telefonnummern für die Sicherheit ihrer Daten anzugeben.
Darauf hätten mehr als 140 Millionen Nutzer:innen laut der US-Regierung zwischen 2013 und 2019 ihre Telefonnummern und E-Mail-Adressen mit der Plattform geteilt.
Außer dem Freischalten gesperrter Profile, Zurücksetzen von vergessenen Passwörtern und der Anmeldung auf neuen Geräten habe Twitter die Daten dann jedoch auch dazu missbraucht, personalisierte Werbung zu schalten.

Zu den 150 Millionen Dollar soll ein Anmeldeverfahren ohne Telefonnummer angeboten werden

Zusätzlich zu der Strafzahlung soll Twitter nun ein sicheres Anmeldeverfahren anbieten, das ohne Telefonnummer auskommt.
Der Eklat fällt mit einem Übernahmeversuch durch Elon Musk zusammen. Der Tech-Investor setzte den Vorgang schon zuvor aus, mit der Begründung, der Anteil an Bot-Accounts sei höher, als Twitter angegeben hatte.