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Warum viele Flüchtlingsunterkünfte auf einmal wieder voll sind

14.02.2022 • 11:07

Die Flüchtlingsunterkünfte werden knapp: Steigende Zahlen Geflüchteter bringen einige Orte an ihre Kapazitätsgrenzen. So seien u.a. Berlin, Regionen in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg vom Platzmangel für Schutzsuchende betroffen.

Platzmangel in Flüchtlingsheimen

Die Flüchtlingsunterkünfte werden knapp: Steigende Zahlen Geflüchteter bringen einige Orte an ihre Kapazitätsgrenzen, berichtet "t-online". So seien u.a. Berlin, Regionen in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg vom Platzmangel für Schutzsuchende betroffen. Von 2016 bis 2020 seien die Zahlen der neuen Asylanträge jährlich zwar gesunken, vor allem im ersten Pandemiejahr mit geschlossenen Grenzen waren sie demnach besonders niedrig. In der zweiten Jahreshälfte 2021 seien sie jedoch stark gestiegen.
Die meisten Schutzsuchenden stammen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, so die „tagesschau“. Die Krise an der EU-Außengrenze von Polen und Litauen habe ebenfalls zum Anstieg von Flüchtenden geführt. Doch der Platz wird knapp: Aufgrund der Corona-Pandemie könnten die Erstannahmestellen nicht voll belegt werden, so die „tagesschau“.

Es fehlt an geeigneten Immobilien für Geflüchtete

Hauptgrund sei allerdings der angespannte Immobilienmarkt, berichtet „t-online“: Freie Liegenschaften, die sich als Flüchtlingsunterkünfte eignen, seien rar. Berlin reaktiviert daher ein Containerdorf, so „rbb.24“. In Baden-Württemberg versuche man Hotelzimmer und Jugendherbergen anzumieten, erklärte Landesjustizminsterin Marion Gentges gegenüber "t-online". Sollte all das nicht ausreichen, werde man möglicherweise Notunterkünfte einrichten müssen. Dann könnte es ähnliche Bilder geben wie im Jahr 2015: Menschen, die in Sporthallen oder Containerdörfern leben müssen, so die „tagesschau“.