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Tankrabatt: Warum man nicht am 1.6. zur Tankstelle fahren sollte

19.05.2022 • 11:05

Am 1. Juni soll Benzin dank des Entlastungspakets der Bundesregierung eigentlich deutlich billiger werden. Doch diese Strategie könnte nach hinten losgehen - und für noch höhere Preise sorgen, warnen Experten.

Am 1. Juni soll Benzin dank des Entlastungspakets der Bundesregierung eigentlich deutlich billiger werden. Doch diese Strategie könnte nach hinten losgehen – und für noch höhere Preise sorgen, warnen Experten.
Seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sind die Benzinpreise explodiert: Über zwei Euro kostet der Liter Benzin oder Diesel vielerorts.
Um die Bürger zu entlasten, bezuschusst die Bundesregierung von Juni bis September jeden Liter Benzin mit knapp 30 Cent und Diesel mit 14 Cent.
Experten warnen allerdings, dass die Aktion ihr Ziel verfehlen könnte: Durch den erwarteten Ansturm auf die Tankstellen könnte der Rabatt verpuffen und Tanken stattdessen sogar noch teurer werden, berichtet "Focus.de".

Tankstellen bestellen weniger Kraftstoff

Tankstellen würden derzeit weniger Kraftstoff bestellen, da viele Autofahrer derzeit nur kleine Mengen tanken. Viele wollen offenbar die Preissenkung abwarten.
Wenn Anfang Juni dann aber alle auf einmal zum Volltanken erscheinen, könnten die Betreiber nicht schnell genug Nachschub gewährleisten. Durch eine mögliche Knappheit könnte der Spritpreis dann zunächst noch weiter in die Höhe schießen.
Wer auf sein Auto angewiesen ist, sollte deswegen nicht unbedingt bis Anfang Juni mit den Tanken warten, empfiehlt der ADAC: "Man sollte vorsichtshalber ausreichend Rest-Kraftstoff im Tank behalten und nicht mit 'dem letzten Tropfen' unterwegs sein", erklärte ein Sprecher.