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Studie zur Corona-Pandemie: Frauen sind jetzt wesentlich unzufriedener im Job als Männer

25.02.2022 • 16:03

Rund drei von zehn erwerbstätigen Frauen sind mit ihrer beruflichen Situation unzufriedener als vor der Pandemie.

Rund drei von zehn erwerbstätigen Frauen sind mit ihrer beruflichen Situation unzufriedener als vor der Pandemie. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von XING durchgeführt hat. Befragt wurden insgesamt 2.523 Arbeitnehmer:innen in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz, davon 1.004 in Deutschland.
Zum Vergleich: Sind also 30 Prozent der Frauen unzufrieden mit ihrer Arbeitssituation, sind es bei den Männern nur 18 Prozent, die angeben, dass Corona sich negativ auf die Zufriedenheit mit ihrer beruflichen Situation ausgewirkt habe.
Ein weiteres Ergebnis: Der Anteil von Frauen in Deutschland, die sich eine neue Tätigkeit vorstellen können ist gestiegen. 38 Prozent von ihnen zeigen in diesem Jahr Interesse an einem Jobwechsel, 2021 waren es noch 32 Prozent.

Das sind die möglichen Gründe für die Unzufriedenheit bei Frauen

Gründe für diese Unzufriedenheit bei Frauen nennt die Studie nicht. Bei einer ähnlichen Befragung von der Universität Wien 2020 zu dem Thema heißt es aber, dass eine Erklärung für diese Geschlechterdifferenz die relativ hohen Belastungen im Haushalt und in der Kinderbetreuung sein könnten. Diese hätten bereits vor der Krise hauptsächlich Frauen getroffen, sich aber mit den Ausgangsbeschränkungen vielfach erhöht.
"Unternehmen müssen sich stärker auf ihre weiblichen Beschäftigten einstellen, sonst verlieren sie in Zukunft einen Großteil qualifizierter Fachkräfte", sagt eine der Auftraggeberinnen der Studie und XING-CEO Petra von Strombeck.