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Studie: Darum wären fast die Hälfte aller Krebstode vermeidbar

22.08.2022 • 13:37

Laut einem internationalen Forschungsteam könnten Millionen von Todesfällen durch Krebs verhindert werden.

Neue Studie: Fast jeder zweite Krebstod geht auf vermeidbare Faktoren zurück

Die neue Studie, die in der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht wurde, stellt fest: Fast jeder zweite Krebstod geht auf vermeidbare Faktoren wie einem ungesunden Lebensstil zurück. Dabei führen Rauchen, Alkoholkonsum und Übergewicht die Liste der insgesamt 34 identifizierten Risikofaktoren an. Das Team unterscheidet dabei zwischen Verhaltensrisiken, zu welchen Alkohol, Rauchen oder ungesunde Ernährung gehören, und Umwelt- und Berufsrisiken.

Forschungsgruppe analysierte Daten von über zehn Millionen Menschen

Die Forschungsgruppe analysierte Daten von etwa zehn Millionen Menschen, die 2019 an 23 verschiedenen Arten von Krebs gestorben waren. Bei 44,4 Prozent der Todesfälle waren äußere Risikofaktoren beteiligt. "Diese Studie zeigt, dass die Belastung durch Krebs nach wie vor eine wichtige Herausforderung für die öffentliche Gesundheit ist, die weltweit an Bedeutung gewinnt", so Co-Studienleiter Christopher Murray von der University of Washington in Seattle in einer Mitteilung der Zeitschrift.
Krebs ist weltweit die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Häufigste krebsbedingte Todesursache mit 36,9 Prozent sind dabei Tumore im Atemtrakt.