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Studie bestätigt: Männer überschätzen ihre eigene Intelligenz

23.03.2022 • 16:09

Männliche Selbstüberschätzung, weibliche Bescheidenheit - wie australische Forscher:innen herausgefunden haben, handelt es sich dabei um einen wissenschaftlichen Fakt.

Studie bestätigt: Männer überschätzen ihre eigene Intelligenz

Männliche Selbstüberschätzung, weibliche Bescheidenheit – wie australische Forscher:innen herausgefunden haben, handelt es sich dabei um einen wissenschaftlichen Fakt. In einer Studie mit 228 Teilnehmer:innen untersuchte das wissenschaftliche Team der Griffith University, wie konsequent Männer und Frauen ihre eigene Intelligenz einstufen.

Selbstüberschätzung geht einher mit anderen "maskulinen" Charaktereigenschaften

"Wir fanden heraus, dass das biologische Geschlecht und dann das psychologische Geschlecht die stärksten Prädikatoren für die Überschätzung des IQ sind. Männlich geboren zu werden und starke maskuline Persönlichkeitszüge zu haben (Männer und Frauen), war verknüpft mit einem übersteigerten intellektuellen Selbstbild."

Geschlechterspezifische Erwartungen in der Kindheit spielen wichtige Rolle

Dass Männer und Frauen in Sachen IQ gleich abschneiden, wurde bereits wissenschaftlich belegt – darin sind sich sowohl die Psychologie als auch die Intelligenzforschung einig. Dass Männer dennoch dazu tendieren, sich selbst in Sachen Klugheit zu überschätzen, ist laut den Forscher:innen in impliziten Überzeugungen zu den Geschlechtern verankert. Ein Beispiel: Obwohl Geschlechterrollen immer mehr aufgebrochen werden, haben viele Eltern der Studienteilnehmer:innen ihre Söhne oft als klüger eingestuft als ihre Töchter. Die daran geknüpften elterlichen Erwartungen können das intellektuelle Selbstbild eines Kindes beeinflussen, so Hauptautor David Riley.