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Nord Stream 2: Wer bei einem Aus für die Pipeline viel Geld verlieren würde

23.02.2022 • 12:05

Sollte die Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 nicht in Betrieb gehen, könnte das für einige Firmen teuer werden.

Milliardenverluste auch für deutsche Firmen?

Sollte die Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 nicht in Betrieb gehen, könnte das für einige Firmen teuer werden. Wie das „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND) berichtet, ist die Pipeline Gazprom zuzuordnen, als Geldgeber sind die europäischen Energiekonzerne Engie, Shell, OMV sowie die deutschen Firmen Wintershall DEA und Uniper am Projekt beteiligt. Bei einem Gesamtvolumen von rund 10 Milliarden Euro teilen sich Gazprom (5 Milliarden) und diese fünf Firmen (mit je einer Milliarde) jeweils die Hälfte der Kosten des Projektes. Bei einer Stilllegung der Pipeline gehen Expert:innen davon aus, dass sowohl Gazprom als auch die anderen fünf Unternehmen ihre Milliarden als „uneinbringbar“ abschreiben müssten, so das RND. Die Wahrscheinlichkeit von Schadensersatzklagen dieser Unternehmen sei dann hoch.

Darf die Nord Stream 2 stillgelegt werden?

Ob die USA die Pipeline ohne deutsche Unterstützung aus juristischer Sicht überhaupt stilllegen können, ist noch unklar. Auch die gestoppte Zertifizierung von Nord Stream 2 durch die Bundesregierung ist heikel. Denn eigentlich kann die Regierung nicht in das rechtliche Verfahren zur Zertifizierung der Pipeline durch die Bundesnetzagentur eingreifen. Man müsste das Ganze wohl als ein Art Strafmaßnahme deklarieren und mit einer Enteignung und Entschädigung verbinden, mutmaßen Rechtsexpert:innen laut dem RND.