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Netflix-Preiserhöhung: So kann man sich das Geld zurückholen

09.03.2022 • 10:56

Der Streaming-Anbieter Netflix hat seine Abo-Preise in den vergangenen Jahren immer wieder erhöht. Nun hat ein Berliner Gericht geurteilt, dass die Preiserhöhung nicht rechtens sei.

Preiserhöhung nicht rechtens

Der Streaming-Anbieter Netflix hat seine Abo-Preise in den vergangenen Jahren immer wieder erhöht. Nun hat ein Berliner Gericht geurteilt, dass die Preiserhöhung nicht rechtens sei, berichtet u.a. das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND). Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte die Klage gegen Netflix eingereicht. Demnach seien die Regeln für Preisänderungen für die Kund:innen nicht ausreichend verständlich dargelegt worden. "Einseitige Preisänderungen sind bei laufenden Verträgen nur erlaubt, wenn sie fairen und transparenten Regeln folgen", so Jana Brockfeld vom vzbv. "Bei Netflix sind die Bedingungen dagegen derart unklar formuliert, dass sie dem Konzern Spielraum für willkürliche Preiserhöhungen bieten." Das Gericht gab dem Verband in erster Instanz Recht. Nutzer:innen könnten aufgrund der fehlenden Transparenz die Preiserhöhung nicht nachvollziehen.

Geld zurück für zu viel gezahlte Gebühren

Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, die Stiftung Warentest geht laut RND jedoch davon aus, dass das Urteil bestätigt wird. Wer von der Preis­erhöhungen betroffen ist und ihnen nicht zuge­stimmt hat, kann sich das zu viel gezahlte Geld, wenn das Urteil bestätigt wird, zurückholen. Dafür hat die Stiftung Warentest auf ihrer Internetseite einen Musterbrief für die Erstattung der Gebühren hinterlegt. 
Das bedeutet jedoch nicht, dass Netflix jetzt einfach Geld zurückzahlt. Da das Urteil des Landesgerichts noch nicht rechtskräftig ist und Netflix in Berufung gegangen ist, gilt es die Entscheidung des Kammergerichts Berlin abzuwarten.