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Mithilfe von 3D-Druckern: So sollen Korallenriffe gerettet werden

04.05.2022 • 15:53

Nach Angaben der Universität Bremen ist weltweit bereits ein Drittel der Korallenriffe verloren, 40 Prozent sind massiv bedroht. Eine Situation, die geändert werden muss...

Die Lage ist alarmierend: Nach Angaben der Universität Bremen ist weltweit bereits ein Drittel der Korallenriffe verloren, 40 Prozent sind massiv bedroht. Eine Situation, die geändert werden muss, findet ein Team um die Wissenschaftlerin Natalie Levy von der Bar-Ilan-Universität in Israel. „Die Untersuchung, wie die Biodiversität von Korallenriffen erhalten werden kann, ist ein zentrales Thema, aber es besteht auch ein dringender Bedarf, in Technologien zu investieren, die das Korallenökosystem und unser Verständnis der Riffumgebung verbessern können“, erklärt Levy gegenüber „sciencedaily.com“. Die Forschungsergebnisse veröffentlichte das Team in einem Paper für das Magazin „Science of the Total Environment“.

So funktioniert die 3D-Technik der Forscher

Mittels 3D-Technik will das Team zunächst Unterwasseraufnahmen der Riffe scannen. Aus diesen Daten wird anschließend ein dreidimensionales Modell des Riffs erstellt. Umweltgenetische Informationen, die genaue Daten über die Organismen des Riffs liefern, werden in einen Algorithmus eingespeist, der ein interaktives 3D-Modell des Riffs erstellt. Am Schluss wird mittels eines 3D-Druckers ein Keramikriff produziert, das aus natürlichen Materialien besteht. Diese 3D-gedruckten Riffe können dann in die Meeresumgebung gesetzt werden und sollen Korallen, Fische und wirbellose Tiere anziehen, die das Nachwachsen natürlicher Korallenriffe unterstützen. Momentan werden die künstlichen Riffe im Golf von Akaba im Roten Meer eingesetzt. Vielleicht findet diese Anwendung aber auch bald in anderen Gewässern statt.