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Letzte Tage im alten Job: So verhält man sich kurz vor einem Jobwechsel

07.04.2022 • 12:19

Dem strengen Chef noch mal richtig die Meinung geigen? Der Vorgesetzten endlich sagen, was man von ihr hält? Verlockend, wenn die letzten Tage des alten Jobs anbrechen und der neue schon vor der Tür steht - aber keine gute Idee, sagen Expert:innen.

Abrechnung mit Chef:in nicht empfohlen

Dem strengen Chef noch mal richtig die Meinung geigen? Der Vorgesetzten endlich sagen, was man von ihr hält? Verlockend, wenn die letzten Tage des alten Jobs anbrechen und der neue schon vor der Tür steht – aber keine gute Idee, sagen Expert:innen. „Natürlich stellt sich jeder vor einem Arbeitsplatzwechsel die Frage, ob man zum Schluss nochmal mit seinem Arbeitgeber so richtig abrechnet“, so der Wirtschaftspsychologe Andreas Hemsing zum „Redaktions-Netzwerk Deutschland“ (RND). Doch er rät dringend davon ab. „Erstens: Man trifft sich im Leben immer wieder“, so Hemsing. Außerdem kann der neue Arbeitgeber auf die Idee kommen, die ehemalige Führungskraft um eine Einschätzung zu bitten. „Jemand, dem ich alles Mögliche an den Kopf geworfen habe, wird andere Worte über mich finden als der, von dem ich mich vernünftig verabschiedet habe.“ Hemsing rät, mit einem „versöhnlichen, positiven Ende rauszugehen und keine schlechte Laune zu hinterlassen“, dies sei auch für die eigene Seelenhygiene besser.

"Wahnsinnig gute PR in eigener Sache"

Das sieht auch die Karriereberaterin Ragnhild Struss so: „Ganz egal, ob man selbst gekündigt hat oder gekündigt wurde: Man sollte darauf achten, dass man in einem werteorientierten Guten auseinandergeht.“ Gerade wer etwa in Krisensituationen bis zum Schluss Charakter beweist, mache „wahnsinnig gute PR in eigener Sache“, so die Expertin zum RND. Und, ganz wichtig: Im neuen Job nicht über den alten lästern.  „Ganz gleich, was die Gründe für den Weggang sind. Wenn Sie gefragt werden, warum Sie gehen, sollen Sie den Wechsel immer mit der interessanten neuen Aufgabe begründen statt mit den negativen Seiten der alten Stelle“, so Hensing.