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Jede fünfte Mutter muss wegen Corona Arbeitszeit reduzieren

16.02.2022 • 10:57

Geschlossene Kitas und Schulen, Quarantäne, Isolation: Im Januar diesen Jahres musste jede fünfte Mutter ihre Arbeitszeit reduzieren, so das Ergebnis einer Umfrage.

Mütter besonders von Coronakrise betroffen

Geschlossene Kitas und Schulen, Quarantäne, Isolation: Im Januar diesen Jahres musste jede fünfte Mutter ihre Arbeitszeit reduzieren, so das Ergebnis einer Befragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI). Wenn Kinder wegen Corona zu Hause sind, kümmern sich meist die Mütter: "Während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 betreuten auch viele Väter die Kinder. Inzwischen sind die Mütter stärker damit allein." so WSI-Forscher Andreas Hövermann zur „Süddeutschen Zeitung“. Mehr als 60 Prozent der Mütter übernehmen laut WSI den Großteil der Betreuung, müssten daher Arbeitszeit reduzieren und würden weniger verdienen.

Mütter sind "am Anschlag"

Auch die Psyche leidet: „Die Mütter sind am Anschlag“, so Anne Schilling vom Müttergenesungswerk zum „Deutschlandfunk Kultur“.
„Wir haben immer schon erlebt, dass die Mütter sehr, sehr belastet sind und eigentlich erst kommen, wenn sie so erschöpft sind, dass sie gar nicht mehr können. Aber das, was wir jetzt erleben, ist, dass sie über sich hinausgegangen sind und dass sie unter einem unglaublichen Druck stehen und alleingelassen werden.“
Nicht nur die allein gelassenen Mütter sind pandemiemüde: Laut der WSI-Umfrage waren im Januar 2022 nur noch 31 Prozent der Arbeitnehmer:innen zufrieden mit der Corona-Politik. Im April 2020 waren es noch 67 Prozent.