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Hoffnungs-Pleite Novavax: Totimpfstoff ist Ladenhüter

18.03.2022 • 16:40

Novavax galt als Hoffnungsträger um auch die letzten Impfunwilligen von der Notwendigkeit einer Corona-Impfung zu überzeugen. Doch langsam zeigt sich, der Proteinimpfstoff wird in vielen Bundesländern zum Ladenhüter.

Novavax galt als Hoffnungsträger um auch die letzten Impfunwilligen von der Notwendigkeit einer Corona-Impfung zu überzeugen. Doch langsam zeigt sich, der Proteinimpfstoff wird in vielen Bundesländern zum Ladenhüter.

In Bayern trifft der Impfstoff auf nur wenig Interesse

Von bisher 225.000 gelieferten Impfdosen seien in Bayern bis Mitte März nur rund 5.700 verabreicht worden, wie das Gesundheitsministerium in München mitteilte. Auch in anderen Bundesländern ist die Nachfrage nach dem Impfstoff eher gering – so auch in NRW, wie die "Rheinische Post" online berichtet. Das Land hatte das Vakzin zunächst nur für Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegewesen reserviert, für die die einrichtungsbezogene Impfpflicht gilt. Da diese Mitarbeiter:innen aber kaum zugreifen, gab NRW Novavax nun frei für alle.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht eine Kampagne gegen das Vakzin

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach führt die geringe Nachfrage nach dem Corona-Impfstoff auch auf eine Kampagne gegen das Vakzin in sozialen Medien zurück. Das Mittel sei noch während seiner Beschaffung diffamiert worden, sagte der SPD-Politiker im „ZDF-Morgenmagazin“: „Es wurde sogar darüber spekuliert, der Impfstoff würde dazu führen, dass Krebsgeschwulste entstehen würden. Das ist natürlich blanker Unsinn.“
Es sei ein sicherer und guter Impfstoff, so der Politiker weiter. Er hoffe, dass die Nachfrage noch anziehe.