Teilen
Merken
taff

Gold im iPhone? So will Apple wichtige Rohstoffe aus alten Smartphones holen

24.05.2022 • 09:27

Krisen wie die aktuellen Lieferengpässe und anderweitig drohende Rohstoffknappheiten erfordern ein Umdenken in der Industrie. Im Fortschrittsbericht zum Umweltschutz 2022 gab der Tech-Gigant Apple darum neue Details zu den Fortschritten an, die das Unternehmen beim Verwerten der ungenutzten Rohstoffe aus der Elektro-Schrott-Kiste mache.

Jedes Smartphone hat eine begrenzte Lebensdauer. Das gilt auch für iPhones.
Krisen wie die aktuellen Lieferengpässe und anderweitig drohende Rohstoffknappheiten erfordern ein Umdenken in der Industrie.
Im Fortschrittsbericht zum Umweltschutz 2022 gab der Tech-Gigant Apple darum neue Details zu den Fortschritten an, die das Unternehmen beim Verwerten der ungenutzten Rohstoffe aus der Elektro-Schrott-Kiste mache.

Apple-Roboter "Daisy" zerlegt bis zu 200 iPhones in der Stunde

Dabei sieht das Recycling-Projekt des Unternehmens einen möglichst geschlossenen Kreislauf von Rohstoffen für seine Geräte vor. Hierfür kommt der Roboter "Daisy" zum Einsatz. Dieser kann bis zu 200 gebrauchte iPhones in der Stunde zerlegen, damit die daraus gewonnenen Stoffe im Anschluss wiederverwertet werden können.
Aus der Menge an Handys und Tablets, die allein in Deutschland ungenutzt herumliegen, könnten laut "Handelsblatt.com" rund fünf Tonnen Gold, 29 Tonnen Silber und 1800 Tonnen Kupfer gewonnen werden.
Auch andere Projekte befassen sich mit dem Recycling von Smartphones. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt ADIR schuf einen ähnlichen Prototypen, der Geräte markenunabhängig erkennen und zerlegen können soll.

Bislang lohnt sich das Recyclen von Smartphones kaum

Rein rechnerisch lohnt sich das Recyclen bislang kaum. Die wenigsten der Geräte sind auf Recycling ausgelegt. Um die Stoffe für die Weiterverarbeitung nutzen zu können, sind aufwendige Aufbereitungsverfahren notwendig, an deren Ende man pro Smartphone Rohstoffe im Wert von etwa vier Euro erhält. Laut "Handelsblatt.com" müsse der Gesetzgeber daher größeren Druck auf die Hersteller ausüben.