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Was hilft bei trockenen und rissigen Händen?

Staffel 202101.01.2021 • 12:00

Besonders in der kalten Jahreszeit kämpfen viele mit trockenen und rissigen Händen. Mit den Tipps und Tricks von Beauty-Expertin Susanne Krammer gehören diese ab sofort jedoch der Vergangenheit an!

Trockene und rissige Hände: Was hilft?

Wir erklären dir wie trockene spröde Hände entstehen und wovon du lieber die Finger lassen solltest, um deine Haut an den Händen zu schonen. Außerdem haben wir natürlich SOS-Tipps und clevere Hausmittel für alle auf Lager bei denen es schon zu spät ist.

H2: Trockene Hände: Das sind die Ursachen

Warum ist die Haut an den Händen eigentlich gerade im Winter so trocken, rissig und empfindlich? Weil dann verschiedene äußere Einflüsse auf die Haut wirken, die ihre Schutzbarriere stören, sie reizen und ihr Feuchtigkeit entziehen. Viele dieser Ursachen versetzen die Haut, das ganze Jahr über unter Stress.

Solche äußere Einflüsse können sein:

  • Kälte: Denn die Durchblutung und gleichzeitig die Talgproduktion wird runtergefahren.
  • Trockene Heizungsluft: Umso niedriger die Luftfeuchtigkeit desto schneller trocknet auch die Haut aus. Die Hände sind davor weniger geschützt als die Haut am Körper.
  • Hitze & Schweiß: Durch Schwitzen verliert die Haut an Feuchtigkeit. Sonnenstrahlen können die Hautbarriere angreifen, wodurch sie noch mehr austrocknet.
  • Wasser: Regelmäßiges Händewaschen ist unverzichtbar. Allerdings stört es leider den natürlichen Fettfilm der Haut. Vor allem heißes Wasser schadet den Händen. Weiter unten erklären wir wie du es richtig machst.
  • Desinfektionsmittel & Putzmittel: Gegen die reinigenden Mittel hat die Haut keine Chance. Sie kann irgendwann nicht mehr selbständig rückfetten, deshalb braucht sie Unterstützung durch die richtige Pflege.

Neben diesen können auch die inneren Einflüsse ihren Beitrag leisten:

  • Zu wenig trinken: Die Haut braucht einen vollen ausgeglichenen Wasserhaushalt und regelmäßig Nachschub.
  • Rauchen: Die Haut von Rauchern wird wesentlich schlechter durchblutet und ist dünner. Die kann Feuchtigkeit schlechter halten und bekommt weniger Nährstoffe.
  • Alkohol: Alkohol und Zucker lassen die Haut weiter austrocknen. Außerdem schwitzt man nach Alkoholkonsum stärker, da der Körper entgiftet.

Während die Haut am Körper die meiste Zeit gut vor Umwelteinflüssen geschützt ist, sind die Hände all den eben genannten Ursachen ausgeliefert. Unser Gesicht zwar auch, aber dieses pflegen wir meist viel intensiver als die Haut an den Händen. Damit es gar nicht erst zu trockenen spröden Händen kommt, gibt es ein paar ganz leichte Dos und Don’ts, die du befolgen kannst.

Solltest du schon rissige Hände, juckende Hände oder sogar blutige Hände bekommen, dann sprich am besten mit einem Arzt darüber.

Was tun bei sehr trockenen Händen?

Vor einigen der oben genannten Ursachen kannst du deine Hände schützen, bei anderen musst du mit der richtigen Pflege gegen Trockenheit, spannende und gereizte Haut vorgehen.

Wir haben die wichtigsten To Dos zusammengefasst, damit deine trockenen Hände garantiert wieder streichelzart und weich werden.

Nicht zu heiß waschen

Mit oder ohne Corona wird empfohlen sich im Laufe des Tages sechs bis zehnmal die Hände zu waschen. Das ist für die Haut gar nicht so wenig, aber kein Problem mit der richtigen Pflege.

Das Wasser sollte nur lauwarm sein, denn zu heißes Wasser entzieht der Haut noch mehr Feuchtigkeit. Außerdem sollte die Reinigung gleichzeitig pflegend sein. Dafür kannst du zum Beispiel ein Duschöl zum Händewaschen verwenden, oder ph-neutrale Handseife mit pflegenden Inhaltsstoffen.

Die richtige Hautpflege finden

Nach jeder Wäsche wird es Zeit für die Pflege. Damit diese nicht zu Kurz kommt, stellst du deine Handpflege am besten direkt an das Waschbecken und eine weitere an den Schreibtisch. Für unterwegs verstaust du eine kleine Tube Handcreme in der Handtasche.

Während die Hände im Sommer unbedingt Sonnenschutz brauchen, solltest du im Winter auf eine Extraportion Feuchtigkeit setzen. Gönn ihnen regelmäßig ein Peeling, um trockene Hautschüppchen loszuwerden. Danach kannst du sie dick eincremen und anschließend Baumwollhandschuhe anziehen. Nach dieser Kur ist die Haut garantiert wieder super weich und geschmeidig.

Extra Tipp von unserer Beauty-Expertin Susanne Krammer: Nach dem Eincremen mit Handpflege noch eine weitere Pflegeschicht mit Öl auftragen, das hilft der Haut die Feuchtigkeit besser zu binden und macht sie extra soft.

Die top Pflegestoffe für trockene Haut sind:

  • Glycerin
  • Urea
  • Dexpanthenol
  • Allantoin

Glycerin hilft nämlich Feuchtigkeit in der Haut zu binden. Ähnlich wie Urea, das ebenfalls Feuchtigkeit in der Haut einschließt. Während Dexpanthenol und Allantoin beruhigend und besonders feuchtigkeitsspendend wirken. Außerdem sind pflanzliche Öle optimal, da sie wertvollen Fettsäuren enthalten, die Feuchtigkeit spenden und dabei leicht verträglich für alle Hauttypen sind.

Welche die richtige Hautpflege für deinen Typ ist, verraten wir dir hier.

Handschuhe anziehen

Da Kälte einer der stärksten Faktoren für trockene, raue Hände ist, empfiehlt es sich im Winter immer mit Handschuhen vorzubeugen. Wenn die Haut vor Wind und Wetter geschützt bleibt, kann sie sich wesentlich besser selbst versorgen.

Übrigens helfen Handschuhe auch bei brüchigen Nägeln. Weitere Tipps gegen spröde Nägel und die absolute Wunderkur für starke Nägel findest du hier.

Hausmittel: Olivenöl, Avocado

Jede Menge Lebensmittel stecken voller natürlicher Fette und Öle, die du dir zunutze machen kannst um trockene Hände wieder weich und geschmeidig zu pflegen.

Wenn du eines der folgenden Hausmittel Zuhause in der Küche stehen hast, dann greif zu, denn sie sind alle optimale Feuchtigkeitsspender für strapazierte, trockene Haut.

  • Olivenöl: Enthält Vitamin E und einen besonders hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren
  • Sojaöl: Unterstützt die Zellerneuerung, wirkt feuchtigkeitsbindend und rückfettend
  • Mandelöl: Der hohe Anteil an Ölsäure dringt tief in die Hautschichten wirkt dort nährend, stärkend und feuchtigkeitsspendend
  • Sonnenblumenöl: Der WirkstoffTocopherol wirkt entzündungshemmend
  • Avocado:  Der hohe Fettanteil macht die Avocado zum Superfood für die Haut
  • Kokosöl: Wirkt nicht nur feuchtigkeitsspendend, sondern auch antibakteriell
  • Jojobaöl: Vitamin E kurbelt die Kollagenbildung an, während Vitamin A die Schutzbarriere der Haut stärkt

Du kannst dir damit die Hände direkt eincremen, dann Baumwollhandschuhe anziehen und die Ölkur über Nacht einziehen lassen. Nur bei der Avocado gilt, eincremen, für zehn Minuten wirken lassen und dann mit einem sauberen Tuch abnehmen. Einfach nur damit du keine Sauerei hinterlässt.

Extra Pflege für trockene Haut mit Ölmaske

Bereits Kleopatra wusste wie wohltuend ein Milchbad für die Haut ist. Diesen altbewährten Trick kannst du dir auch für deine Hände zunutze machen. Am besten mit Mandelmilch, die dank ihrer ungesättigten Fettsäuren, B-Vitaminen und Antioxidantien super nährend für trockene Haut wirkt. Die Milch wird schließlich noch mit Kokosöl angereichert, wodurch die Haut noch mehr Feuchtigkeitsspendende Nährstoffe und stärkende Vitamine abbekommt. Je nach Bedarf kann bei besonders strapazierten Händen noch ein Löffel Honig zu dem Mix hinzugegeben werden. Honig wirkt extrem beruhigend gegen Rötungen und ist zudem entzündungshemmend.

Alles was du brauchst:

  • 1 Tasse Mandelmilch
  • 1 Esslöffel Kokosöl
  • 1 Teelöffel Honig

Alle Zutaten mixen, die Hände darin baden und dabei noch vorsichtig massieren. Nach rund zehn bis fünfzehn Minuten mit einem sauberen Tuch abtrocknen.

Wenn du Lust auf noch mehr DIY-Rezepte und Hautmasken zum Selbermachen hast, dann hier entlang.

Trinken nicht vergessen

Es ist ebenso simpel wie wirksam. Der Haut von innen Feuchtigkeit zu spenden ist genauso wichtig wie die richtige Pflege von außen. Studien belegen, dass nur zehn Minuten nach dem Wasser trinken schon Unterschiede erkennbar sind. Die Haut ist besser durchblutet und mit mehr Sauerstoff versorgt.

Außerdem ist Trinken der einzige und damit unverzichtbare Weg um den Wasserhaushalt im Körper stabil zu halten. Die Feuchtigkeit, welche die Haut im Laufe des Tages verliert, kann nicht nur durch Cremes und Pflege von außen ausgeglichen werden. Der Feuchtigkeitsboost muss unbedingt auch von innen kommen.

Dies gilt natürlich nicht nur für die Hände. Was Lebensmittel und vor allem Wasser für deine Haut am ganzen Körper tun können, haben wir hier zusammengefasst und zeige dir wie Glow Foods deine Haut zum Strahlen bringen.