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Warum frieren Männer weniger als Frauen?

Staffel 202027.10.2022 • 09:56

Temperatur rauf, Temperatur runter. Nicht selten führt die unterschiedliche Wohlfühltemperatur von Mann und Frau zu Streit. Aber woran liegt das?

Temperatur rauf, Temperatur runter. Nicht selten führt die unterschiedliche Wohlfühltemperatur von Mann und Frau zu Streit. Aber woran liegt das? Männer und Frauen sind physiologisch unterschiedlich aufgebaut. Aus diesem Grund frieren laut "tagesschau.de" Frauen oftmals schneller. Sie verfügen nämlich häufig über weniger Muskelmasse als das männliche Geschlecht. Da in den Muskeln die Körperwärme erzeugt wird, werden die Männer über ihr Muskelpakete stärker gewärmt als Frauen. Auslöser dieser Unterschiede bei den Geschlechtern sind hauptsächlich die Sexualhormone. Internist Georg Ertl betont gegenüber „tagesschau.de“, dass das zu einer unterschiedlichen Konstitution führe: „Zum Beispiel zu mehr Unterhautfettgewebe bei der Frau. Das isoliert einerseits das Innere des Körpers gegenüber der Haut. Aber die Haut nimmt die Temperatur des Körpers von außen wahr, sodass die Haut sich dann bei der Frau kühler anfühlt als beim Mann." Evolutionsmäßig lässt sich der Unterschied von Mann und Frau in ihrem Wärmeempfinden höchstwahrscheinlich in der Fortpflanzung begründen. Eran Levin von der Universität Tel Aviv vermutet, dass die Evolution die Merkmale so angelegt hat, weil das Wärmeempfinden der Frau für die Wärmeregulierung des Neugeborenen zuständig ist. Es kann also festgehalten werden: Frauen frieren schneller. Im Zweifelsfall rät Internist Georg Ertl zu Wollsocken zu greifen. Solange die Extremitäten warm blieben, müsse der Körper selber gar nicht mehr so warm sein, berichtet er in „tagesschau.de“.