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Taubheit & Schmerzen: EMA weist auf neue Impf-Nebenwirkungen bei Astrazeneca und J&J hin

Staffel 202018.01.2022 • 10:01

Neue Nebenwirkungen bei den Vektorimpfstoffen von AstraZeneca und Johnson & Johnson: Bei einigen Menschen kam es nach der Impfung zu einer sogenannten "transversen Myelitis" mit unangenehmen Symptomen.

 Taubheit & Schmerzen: EMA weist auf neue Impf-Nebenwirkungen bei Astrazeneca und J&J hin

Seit etlichen Monaten sind die Corona-Vakzine von AstraZeneca und Johnson & Johnson bereits im Einsatz, nun berichtet die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) überraschend von neuen Nebenwirkungen. Wie aus einem Warnhinweis im neuen EMA-Newsletter hervorgeht, kam es nach der Impfung mit den beiden Vektor-Impfstoffen in einigen Fällen zu einer transversen Myelitis, kurz TM.

Nebenwirkung "transverse Myelitis": Daran merkt man es

Dabei handelt es sich um eine seltene neurologische Erkrankung, bei der es zu einer Entzündung einer oder beider Seiten des Rückenmarks kommt. Die Folge: "Schwäche in den Armen oder Beinen, sensorische Symptome (wie Kribbeln, Taubheit, Schmerzen oder Verlust des Schmerzempfindens) oder Probleme mit der Blasen- oder Darmfunktion", wie die EMA schildert. Ein direkter Kausalzusammenhang mit AstraZeneca und Johnson & Johnson ist bisher nicht nachgewiesen, jedoch bestehe eine "begründete Möglichkeit".

Experten und Expertinnen einig: Vektorimpfstoffe trotzdem sicher

Die Vakzine gelten nichts desto trotz als sicher und werden auch weiterhin von Expert:innen empfohlen. Das TM-Risiko sei verschwindend gering, ebenso wie das Risiko einer Hirnvenenthrombose, das die beiden Vektorimpfstoffe im öffentlichen Diskurs in Verruf gebracht hatte.