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So funktioniert die digitale Krankschreibung ab Januar 2023

Staffel 202002.01.2023 • 16:40

Ab 2023 müssen Beschäftigte ihrem Arbeitgeber keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mehr vorlegen. Das geschieht ab sofort elektronisch.

Ab 2023 müssen Beschäftigte ihrem Arbeitgeber keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mehr vorlegen. Das geschieht ab sofort elektronisch. Beim eAU-Verfahren (elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) übermitteln die Ärzte noch am Tag des Arztbesuches die Bescheinigung elektronisch an die Krankenkasse. Diese übermitteln die Daten dann auch dem Arbeitgeber elektronisch.

Bislang waren Arbeitnehmer:innen dazu verpflichtet, ihrem Arbeitgeber eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ihres Arztes in Papierform vorzulegen. Umgangssprachlich ist auch oft vom gelben Schein oder einer Krankschreibung die Rede. Außerdem musste bisher eine zusätzliche Ausführung an die Krankenkasse weitergegeben werden.

"Die Verpflichtung zur Vorlage der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in Papierform fällt ab dem 1. Januar 2023 weg", sagt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin, gegenüber der dpa.

Dennoch ist der Arbeitnehmer weiterhin dazu verpflichtet, die Arbeitsunfähigkeit unverzüglich seinem Arbeitgeber mitzuteilen. 

Für Privatversicherte tritt die neue Reglung noch nicht in Kraft. Für sie fehlt aktuell noch eine gesetzliche Regelung, um ein entsprechendes Angebot umzusetzen. Der Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV) teilte das auf Anfrage der dpa mit.