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#KeinFrauenfußball: Provokante Kampagne für mehr Gleichberechtigung

Staffel 202015.07.2022 • 15:46

Mit der Kampagne #KeinFrauenfußball will Volkswagen gemeinsam mit dem DFB darauf aufmerksam machen, dass auch Frauen nur Fußball spielen.

#KeinFrauenfußball: Provokante Kampagne für mehr Gleichberechtigung

Woran denken Sie, wenn sie hören: "Da ist ein Fußballspiel" – an eine Frauen- oder an eine Männerpartie? Immer wieder hört man vom "Frauenfußball". "Männerfußball" hingegen ist nie ein Thema. Diese Grundlage war Ausgangspunkt für eine gemeinsame Kampagne von Volkswagen und dem DFB.

"Der Zusatz „Frauen“ vermittelt dabei den Eindruck, dass es sich nicht um „richtigen“ Fußball handele, während Männermannschaften wie selbstverständlich einfach „Fußball“ spielen – ohne weitere Zusätze", erklärt Volkswagen auf seiner Webseite. Nun will der Automobilhersteller dazu aufrufen, den eigenen Sprachgebrauch zu hinterfragen.

Insgesamt gewinne die Diskussion um Gleichberechtigung im Sport an Fahrt – zuletzt deutlich geworden durch die Revolution in den USA, wo Männer und Frauen nun das gleiche Gehalt bekommen. Und auch in Deutschland will Kanzler Scholz nun mit DFB-Direktor Oliver Bierhoff über das Thema "Equal Pay" sprechen. Das berichtet die "Sportschau".

Davon ab steht die Kampagne aber für allgemeine Gleichberechtigung – nicht nur was die Bezahlung anbelangt. Der provokante Slogan regt sicherlich Diskussionen an, scheint er doch auf den ersten Blick dazu aufzurufen, "Frauenfußball" zu meiden. Auch auf Twitter findet der Hashtag bereits Anklang: "Macht mehr Laune als die Männer-Truppe", meint ein User. Ein anderer schreibt: #keinfrauenfußball eine tolle Kampagne von Volkswagen. Schließlich sagen wir auch nicht Frauenhandball oder Frauenvolleyball".

Alexandra Popp ist begeistert

"Das ist ein wichtiger Schritt für die Anerkennung der starken Leistungen aller Fußballerinnen – egal ob im Amateur- oder Profibereich", meint Nationalspielerin Alexandra Popp.