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Gesundheit: Wie gefährlich Schlafmangel wirklich ist und was man dagegen tun kann

Staffel 202024.11.2022 • 12:14

Freizeitstress, Schichtarbeit, Elternschaft: Es gibt viele Faktoren im Leben eines Menschen, die ihn den Schlaf kosten können. Doch im Zweifel setzt man damit seine Gesundheit massiv aufs Spiel.

Freizeitstress, Schichtarbeit, Elternschaft – es gibt viele Faktoren im Leben eines Menschen, die ihn den Schlaf kosten können. Dabei verliert man allerdings wesentlich mehr als nur ein paar gemütliche Stunden im Bett!

Wer sich langfristig mit zu wenig Schlaf zufrieden gibt, riskiert ein höheres Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder Diabetes, so Ingo Fietze, Professor und Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums der Berliner Charité gegenüber der dpa. Konkret steige dieses Risiko ab einem Schlafmangel-Zeitraum von fünf Jahren.

Doch auch kurzfristig können kurze Nächte zu Problemen führen: Laut Dora Triché, Leiterin des Schlaflabors in Nürnberg, kann akuter Schlafmangel ähnliche Symptome auslösen wie Alkoholgenuss – mit vermeintlich prekären Folgen im Straßenverkehr. Zudem sind Betroffene psychisch weniger ausgeglichen und oft leicht reizbar.

Doch was tun in Phasen, in denen sich schlaflose Nächte zumindest vorübergehend nicht vermeiden lassen? Triché rät vor allem jungen Eltern, kurze Ruhephasen für ein Nickerchen zu nutzen, anstatt "noch schnell die Wohnung zu putzen oder eine Waschmaschine einzuräumen". Länger als 30 bis 40 Minuten sollte dieser Power Nap allerdings nicht ausfallen. Laut Fietze können alternativ Auszeiten von 20 Minuten, in denen man sich einfach nur hinsetzt oder -legt und ganz bewusst entspannt, Abhilfe schaffen. Zudem helfen Spaziergänge an der frischen Luft und der Verzicht von schweren Mahlzeiten und Alkohol vor dem Schlafengehen.