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Gefahr in Nord- und Ostsee: Dieser Fisch sorgt für monatelange Schmerzen

Staffel 202019.07.2022 • 14:30

So klein und unscheinbar, wie der Name auch klingt, ist das Petermännchen alles andere als harmlos: Mit seinen giftigen Stacheln kann der Fisch schwerwiegende Reaktionen am Menschen auslösen.

So klein und unscheinbar, wie der Name auch klingt, ist das Petermännchen alles andere als harmlos: Mit seinen giftigen Stacheln kann der Fisch schwerwiegende Reaktionen am Menschen auslösen.

Der gefährliche Fisch zählt zu den gefährlichsten europäischen Gifttieren

Laut der Giftzentrale Bonn sind die Fische nicht nur von Senegal bis Norwegen und Großbritannien entlang der Atlantikküste sowie im Mittel- und Schwarzen Meer verbreitet. Auch in der Nord- und Ostsee kommen sie vor. Damit gehören sie zu den gefährlichsten europäischen Gifttieren.
Am größten ist die Gefahr, den giftigen Genossen zu begegnen, während der Laichzeit im Frühjahr und Sommer, dann graben sich die Tiere in flacheren Gewässern im Boden ein.

Nach Hautkontakt setzen die Schmerzen sofort ein

Jeglicher Hautkontakt mit den Stacheln der Tiere reicht aus, um die Eiweißgifte zu übertragen. Der Schmerz tritt laut Giftzentrale Bonn sofort ein und breitet sich schnell auf benachbarte Körperregionen aus. Meist schwillt das umliegende Gewebe stark an, teilweise bilden sich flüssigkeitsgefüllte Bläschen. Neben Taubheit an der Körperstelle können selten auch Brechreiz, Kreislaufkollaps, Herzrhythmusstörungen, Leistungsminderung oder eine Temperaturerhöhung auftreten.
Bei Kontakt ist der Stachel sofort zu entfernen, die Wunde zu reinigen und zu desinfizieren. So schnell wie möglich sollte ein Arzt aufgesucht werden. Im Notfall kann die Wunde auch in heißes Wasser getaucht werden, doch dabei ist große Vorsicht vor Verbrühungen geboten.
Zur Vorsorge rät die Giftzentrale, beim Waten im Wasser Badeschuhe zu tragen.