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Depression nach Kinobesuch: Das steckt hinter dem Post-Avatar-Syndrom

Staffel 202016.01.2023 • 15:03

"Avatar: The Way of Water" lockt Millionen von Menschen ins Kino. Doch einige von ihnen verfallen nach dem Hollywoodstreifen in eine Depression. Was hat es mit diesem weltweiten Phänomen auf sich?

Alleine in Deutschland lockte "Avatar 2" bereits weit über eine Million Menschen ins Kino – und ließ einige von ihnen voller Leere zurück. Immer mehr Medien berichten vom sogenannten Post-Avatar-Depressions-Syndrom, kurz PADS – doch was hat es damit auf sich?

"Seit ich Avatar gesehen habe, bin ich deprimiert. Als ich mir die wunderbare Welt von Pandora und all den Na’vi ansah, wollte ich einer von ihnen sein", zitiert der britische Guardian die Gefühlswelt eines Betroffenen. Zwar sei PADS kein medizinisch anerkannter Zustand, doch das Phänomen ist nicht gänzlich neu: Bereits der erste Teil von "Avatar" hatte 2009 ähnliche Reaktionen bei einigen Kinobesuchern hervorgerufen.

"Avatar: The Way of Water" wecke demnach nun auch "auf einzigartige Weise ähnliche Gefühle bei unterschiedlichen Menschen". Dazu gehören eine Entfremdung von der Natur, Sorgen um die Zukunft unseres Planeten und eine grundlegende Unzufriedenheit mit dem eigenen, modernen Leben. Die kanadische Non-Profit-Organisation Ancient Forest Alliance rät beim Avatar-Blues zu folgendem SOS-Notfallplan:

  • Gehen Sie raus in die Natur!
  • Ergreifen Sie Maßnahmen, um die Natur zu verteidigen!
  • Bringen Sie andere dazu, dasselbe zu tun!

Wer jedoch nicht nur an einer temporären Verstimmung, sondern an einer handfesten Depression leidet, sollte sich unbedingt professionelle Hilfe suchen. Erste Anlaufstellen können die Telefonseelsorge und das deutschlandweite Info-Telefon für Depressionen sein (Nummern blende ich ein).