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Abstürzender Weltraummüll: Immer höheres Risiko für tödliche Unfälle

Staffel 202014.07.2022 • 16:37

Noch nie in der Geschichte der Menschheit wurde so viel Raumfahrt betrieben, wie heute. Das birgt jedoch auch große Gefahren: Insbesondere unkontrolliert herabstürzender Weltraummüll könnte uns bald zum Verhängnis werden.

Abstürzender Weltraummüll: Immer höheres Risiko für tödliche Unfälle

Da läuft man nichtsahnend die liebste Spazierstrecke entlang – und wird plötzlich von einem herabstürzenden Trümmerteil getroffen. Eine Vorstellung, die absurd erscheint, aber immer weniger abwegig wird. Wie ein Forscherteam aus Kanada in einer bei Nature Astronomy veröffentlichten Studie erhoben hat, ist das Risiko eines tödlichen Unfalls mit Weltraummüll in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Anstieg der Raumfahrt verpestet den Erdorbit

Schuld ist der Umstand, dass wir aktuell so viele Raketenstarts wir noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit unternehmen – das bedeutet auch immer mehr Weltraummüll im Erdorbit. Insbesondere Regionen um den Äquator herum sind gefährdet, da hier viele Raketenstarts stattfinden. Dort sei die Gefahr, dass unkontrolliert herabstürzender Weltraumschrott eine bewohnte Gegend trifft, laut den Forscher:innen rund zehn Prozent höher.

Tödliche Unfälle durch Weltraummüll: Diese Großstädte sind besonders in Gefahr

Dies betrifft Großstädte wie Jakarta, Mexico City und Lagos. Armut erhöhe zudem das Risiko von Verletzungen und Todesfällen, da Gebäudestrukturen in ärmeren Gebieten weniger Schutz bieten. Bisher wurden lediglich Vorkommnisse erfasst, bei denen es aufgrund von herabstürzendem Weltraumschrott zu Sachschäden kam. Unter anderem stürzte ein 23 Tonnen schweres Raketenteil in den Indischen Ozean.