Laura und Ben lernten sich in einem Club nur durch Zufall kennen. Beide waren mit Freunden unterwegs und an diesem Abend eigentlich nicht auf eine neue Bekanntschaft aus. Doch an der Bar trafen sich ihre Blicke, beide lächelten verlegen und Ben fasste sich ein Herz: Er sprach Laura an. Sie verstanden sich auf Anhieb gut und quatschten bis in die Morgenstunden miteinander. Er fragte nach ihrer Nummer, die sie ihm natürlich gerne gab. Kaum war Laura daheim, kam auch schon die erste Nachricht von ihm. Die Woche darauf trafen sie sich zu einem Kaffee, die Schmetterlinge regten sich bei beiden langsam im Bauch und dann kam er – der erste Kuss. Beide hatten noch einige Wochen eine schöne Zeit miteinander und redeten bereits von einem gemeinsamen Wochenende in Paris. Doch dann sagt Ben plötzlich das nächste Treffen per WhatsApp ab. Er sei krank. Sie ist besorgt und wünscht gute Besserung und denkt sich noch nichts bei der ganzen Sache. Doch die „Krankheit“ zieht sich hin und irgendwann kommt gar nichts mehr von seiner Seite. Ganz klar: Laura wurde geghostet. Vollkommen unerwartet. Sogleich fragt sie sich: Warum meldet er sich nicht mehr? Was habe ich falsch gemacht?

Fakt ist: Laura hat rein gar nichts falsch gemacht. Wenn es an ihr liegen würde, hätte er den Kontakt schon viel früher abgebrochen.

Die Gründe für sein Schweigen können vielfältig sein: Entweder, er ist gerade wirklich busy im Job oder im Lernstress, weil eine wichtige Prüfung ansteht. Oder er hat familiäre Probleme, mit denen er sie noch nicht belasten will. Oder er braucht einfach mal wieder etwas Zeit für sich, seine Hobbys und seine Kumpels. Und schließlich: Womöglich gibt es eine andere. Entweder, er hat eine Frau kennengelernt, die er gerade irgendwie interessanter findet – oder er ist bereits in einer Beziehung und die Freundin/Frau hat etwas gemerkt. Lass dir also gesagt sein: Es macht keinen Sinn, sich über den Grund für das Ghosting den Kopf zu zerbrechen und in Selbstzweifeln zu versinken, denn du bist keineswegs die Ursache für das, was ihn gerade beschäftigt.

Vielmehr solltest du nach vorne sehen. Und deshalb haben wir hier einige Tipps gesammelt, wie du mit der Situation umgehen kannst, falls du auch in die Ghosting-Falle tappst:

Tipp 1: Einfach mal nachfragen

Ja ganz Recht, dir bricht kein Zacken aus der Krone, wenn du ihm nach Tagen der unerwarteten Funkstille eine kurze Nachricht schickst. Mach dir nicht allzu viele Gedanken darüber, denn wenn er noch an dir interessiert ist, wird er sich über das Lebenszeichen freuen – und wenn nicht, ist es doch auch schon egal. Achte darauf, in der Nachricht nicht vorwurfsvoll zu klingen. Halte es einfach: "Hey, wie geht’s dir? Hast du mal wieder Zeit und Lust auf ein Treffen?"

Tipp 2: ABWARTEN!

Jetzt ist es ganz wichtig, erst einmal tief durchzuatmen und abzuwarten. Denn es sollte bei dieser einen Nachricht bleiben. Schreibst du ihm gleich wieder, wirkt das tierisch penetrant. Lass ihm also Zeit, zu antworten, bevor er von einer Textflut überrascht wird.

Tipp 3: Einen Schlussstrich ziehen

Irgendwann reicht’s: Reagiert er gar nicht auf deine freundliche Nachfrage oder antwortet total knapp, dann ist die Sache gelaufen. Erinnere dich wieder daran, dass auch andere Mütter schöne Söhne haben! Und vor allem solche, die dich auch zu schätzen wissen und den Kontakt nicht einfach so abbrechen.

Tipp 4: Zeit für dich

Ja, Ghosting tut weh, obwohl nichts Böses gesagt wurde. Natürlich wird niemand gerne ignoriert. Deshalb solltest du dich jetzt um dich selbst kümmern, die BFF anrufen, einen schönen Wellness- oder Strandtag ausmachen, zum Friseur gehen oder mal wieder mehr Sport machen. Genieß dein Single-Leben in vollen Zügen. Zumindest so lange, bis du jemanden triffst, der weiß, wie man sich dir gegenüber verhalten muss. Denn dann wirst du ziemlich froh sein, den Ghosting-Typen los zu sein!

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