Du bist in der vierten Staffel auf Ibiza, deiner Lieblings-Kulinarik-Insel. Was genau macht die Insel für Genussmenschen so speziell?

Die Insel ist seit fast acht Jahren meine zweite Heimat. Ibiza ist enorm abwechslungsreich und hat so viel zu bieten. Denn nur wenige Inseln haben eine solch fruchtbare Erde und so viele grossartige und aromatische Zutaten für meine Gerichte. Zum Beispiel der wilde Spargel, der bereits ab Mitte Januar hier in den Wäldern gedeiht. Wie man ihn zubereitet, verrate ich in der ersten Sendung der neuen Staffel «Schudel’s Food Stories».

Was waren die Herausforderung bei der vierten Staffel von «SFS»?

Grundsätzlich bringt jede Folge eigene Herausforderungen. Bei Outdoor-Drehs kann auch vieles schiefgehen. Du hast genau eine Chance, um die Story in den Kasten zu bringen und die musst du packen. Zum Glück haben wir das bis jetzt immer ganz ordentlich hingekriegt.

Kochsendungen wirken immer so perfekt. Ging auch mal was in die Hose?

Kochen ist auch immer Improvisieren. Selbstverständlich gelingt nicht immer alles auf Anhieb, aber da profitiere ich zum Glück von meinem Improvisationstalent (lacht). Schlussendlich wollen wir dem Zuschauer einen Mehrwert bieten: Eine tolle Kochsendung mit einfachen und schmackhaften Gerichten. Man soll sich davon inspirieren lassen, man muss die Gerichte fühlen und erleben können. Nur das zählt. Wer will schon sehen, wenn ein Poulet vom Haken fällt?

 

Du machst jetzt schon über 14 Jahre Foodsendungen, was fasziniert dich daran?

In der Tat sind es schon etliche Jahre TV-Kochen. Darauf bin ich sehr stolz und es macht heute noch sehr viel Spass. Mein Rezept ist die Einfachheit von leckeren Gerichten. Es muss nicht immer alles grösser und noch grösser sein. Mir ist es wichtig, dass ich mit meinen Geschichten und Rezepten Menschen auf eine authentische und ehrliche Art berühre.

 

Wenn du auf eine Zutat nicht verzichten könntest, welche wäre das?

Für mich gibt es nicht die «eine Zutat». Es ist meist die Kombination von diversen Geschmäckern, die den Ausschlag gibt. Auf was ich aber nie verzichten möchte, ist das Feuer. Der knisternde Ton, der rauchige Geschmack und das heisse Ergebnis, das kann nur Feuer.

 

Welches Land und welches Gericht stehen noch auf deiner Bucket-List?

Da gibt es noch so einige. Aber in naher Zukunft steht Italien wieder mal auf meiner Liste. Die Region rund um Napoli hat es mir angetan. Da möchte ich noch etwas stärker in die kulinarischen Geheimnisse eintauchen, welche die Region zu bieten hat und Menschen kennenlernen, die traditionelle Gerichte produzieren.

 

Schaust du eigentlich selbst Kochsendungen? Wie siehst du das Potential für Food Brands?

Ich schaue mir viele Kochsendungen an. Meist habe ich aber keine Zeit, um regelmässig dranzubleiben. Mir gefallen Sendungen, aus denen ich einen Mehrwert ziehe und etwas lerne.

Kochen, die Begeisterung rund um Food, die Geschichten rund um die Rohstoffe interessieren die Menschen seit jeher. Daher sehe ich das Format TV als optimales Umfeld für Food Brands, um ihre Produkte erlebbar zu machen und all die Möglichkeiten zur perfekten Zubereitung aufzuzeigen.