Black Lives Matter: Gemeinsam gegen Rassismus 

Lange hat Corona die weltweite Berichterstattung beherrscht wie kein anderes Thema. Seit Ende Mai 2020 wurde die Pandemie von einem anderen bedeutsamen Geschehen überschattet: Nach dem gewaltsamen Todesfall des Schwarzen George Floyd, der im Polizeigewahrsam verstarb, wuchs die Protestbewegung unter #BlackLivesMatter an und wurde immer lauter. 

Die Bewegung entstand bereits im Jahr 2013. Sie will auf Gewalt gegen Schwarze und andere farbige Menschen sowie auf Rassismus durch Polizisten aufmerksam machen. Regelmäßig organisiert die Organisation Proteste, um für die Todesopfer einzustehen und um sich gegen Polizeigewalt oder sogenanntes Racial Profiling einzusetzen. Dabei werden Personen aufgrund ihrer Hautfarbe systematisch von Polizeibeamten unter Verdacht gestellt. 

George Floyd und Breonna Taylor: Opfer von Polizeigewalt 

Der Todesfall von George Perry Floyd ist einer der Gründe, wieso derzeit so viele Menschen auf den Straßen gegen Polizeigewalt demonstrieren. Der 46-jährige Schwarze verstarb im Polizeigewahrsam auf den Straßen von Minneapolis im Staat Minnesota. 

Der Polizist Derek Michael Chauvin kniete mehrere Minuten lang auf dem Nacken des Opfers. George Floyd machte mehrmals mit den Worten "I can't breathe" darauf aufmerksam, dass er nicht mehr atmen könne. Passanten filmten den Vorfall und wiesen die Beamten wiederholt darauf hin, dass Floyd leblos sei. Dennoch blieb Chauvin auf dem Opfer knien. 

Der Vorfall führte zu großer Kritik an dem Vorgehen von Polizeibeamten. Viele Menschen verurteilen die Gewalt, die vermeintlichen Tätern entgegengebracht wird. Verhältnismäßig viele unschuldige schwarze Verdächtige sterben häufig bei Einsätzen der Polizei. 

Floyd ist daher nicht der Einzige, dessen Tod zu den Protesten führt. Auch auf Breonna Taylor wird derzeit häufig aufmerksam gemacht. Die 26-jährige Notfallsanitäterin wurde im März 2020 nachts von Polizisten in ihrer Wohnung erschossen. 

Proteste und Kundgebungen im Internet, den USA und weltweit 

Nach Floyds Tod sammelten sich viele Menschen auf den Straßen von großen Städten in den USA und protestierten gegen Polizeigewalt und Rassismus. Nicht alle Demonstrationen verliefen friedlich. Konflikte zwischen Beamten und Protestierenden wurden von vielen Menschen gefilmt und verbreiteten sich auf sozialen Netzwerken wie Twitter oder Instagram über die ganze Welt.  

Die Videos zeigen den Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen gegen Demonstranten, aber auch gegen Journalisten und unbeteiligte Passanten, was die Kritik am Vorgehen der Polizei weiter anheizte. In New York City, Los Angeles oder Washington D.C. und vielen anderen großen und kleinen Städten gab es ebenfalls Proteste. Manche von ihnen verliefen friedlich. 

Seitdem hat sich die Bewegung und die Protestwelle nicht nur in den USA weiter ausgebreitet, sondern auch weltweit. In Berlin, Frankfurt, München, Stuttgart, London, Wien und weiteren Städten fanden sich zahlreiche Menschen zusammen, um zu demonstrieren. 

Wenn du mehr über das Thema erfahren möchtest, zeigt dir ProSieben heute Abend, 8. Juni 2020 um 20:15 Uhr jede Menge Infos und News zu den Protesten rund um #BlackLivesMatter.