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Thilo Mischke will mit Vorurteilen und Klischees aufräumen

Warum reichen drei Jobs gerade so aus, um sich als alleinerziehende Mutter über Wasser zu halten? Wie lebt es sich mit Baby auf zehn Quadratmetern ohne Aussicht auf eine Anstellung oder eine anständige Wohnung? Und wie ergeht es einer Friseurin, wenn die systemrelevante, aber dennoch unterdurchschnittlich bezahlte Branche von Corona getroffen wird? Jeder fünfte Mensch in Deutschland ist von Armut bedroht. TV-Journalist Thilo Mischke trifft für das "ProSieben Spezial: Von Armut bedroht" fünf Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen an der Armutsgrenze leben, und erzählt ihre Geschichten.

"Die Angst vor der Armut ist ein treibendes Motiv unserer Gesellschaft", sagt Mischke. Dass sie jeden treffen kann – unabhängig von Alter, Bildungsstand oder Engagement – zeigt er in einer Reportage auf Augenhöhe. "Ich wollte einen Film machen, der mit den Vorurteilen und Klischees aufräumt", sagt Thilo Mischke. "Ich wollte einen Film machen, der jenen die Scham nimmt, die es betrifft, und solche tadelt, die herabblicken", erklärt er und sagt: "Von Armut bedroht sein, ist für mich kein Mysterium. Ich kenne es von mir, aus meinem sozialen Umfeld und als Berliner sehe ich die Armut täglich."

Der gebürtige Ost-Berliner wuchs selbst in einfachen Verhältnissen auf. Für das "ProSieben Spezial: Von Armut bedroht" begleitet Mischke fünf Betroffene und erlebt ihre unterschiedlichen Schicksale hautnah. 

Hintergrund: Laut dem letzten Armutsbericht der Bundesregierung sind knapp 16 Millionen Menschen in Deutschland von Armut bedroht. Jeder fünfte Mitbürger - Tendenz steigend. Als arm gilt, wer monatlich weniger als 60 Prozent des Nettodurchschnittseinkommens zur Verfügung hat: Das sind momentan 969 Euro.

"ProSieben Spezial: Von Armut bedroht"– am Montag, 5. Oktober 2020, 20:15 Uhr.