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Weltweite Spitze: In diesen deutschen Städten ist das Immobilienblasen-Risiko mit am höchsten

14.10.2022 • 14:51

Niedrige Zinssätze und die hohe Nachfrage an Wohnraum haben für gestiegene Immobilienpreise gesorgt. Die Schweizer Großbank UBS sieht die Immobilienmärkte laut der dpa vor einer Wende.

Niedrige Zinssätze und die hohe Nachfrage an Wohnraum haben für gestiegene Immobilienpreise gesorgt. Die Schweizer Großbank UBS sieht die Immobilienmärkte laut der dpa vor einer Wende. Der Grund: Während die Zinsen rasant gestiegen seien und sich die Konjunkturaussichten eintrüben, habe die hohe Inflation die Kaufkraft der Haushalte geschmälert. Der bis jetzt weiter robust bleibende Arbeitsmarkt sei demnach in vielen Städten die letzte Stütze des Eigenheimmarktes. Die UBS warnt darüber hinaus, es sei mit "erheblichen Preiskorrekturen" zu rechnen. Bedingt durch niedrige Zinsen hätten sich die Eigenheimpreise in den vergangenen zehn Jahren stetig von den lokalen Einkommen und Mieten abgekoppelt. Damit haben gerade die Städte mit einem hohen Blasenrisiko inflationsbereinigte Preisanstiege von durchschnittlich 60 Prozent verzeichnet, während die realen Einkommen und Mieten nur um etwa 12 Prozent gestiegen sind. München und Frankfurt seien laut Einschätzungen bei dem Risiko einer Blase am Wohnungsmarkt weltweit ganz vorne mit dabei. Trotz der Tatsache, dass die zuletzt üblichen zweistelligen Preissteigerungen in der Mainmetropole erstmals seit zehn Jahren zurückgegangen sind. Zur Einordnung: Man spricht bei einem errechneten Wert von mehr als 1,5 Punkten laut dem Global Real Estate Bubble Index von einem Blasenrisiko. Damit liegen Frankfurt mit einem Wert von 2,21 und München mit einem Wert von 1,80 weit über der angesetzten Schwelle. "Gerade Investoren, die aus Renditeüberlegungen Käufe in diesen Regionen Deutschlands erwägen, sollten derzeit Vorsicht walten lassen", rät Maximilian Kunkel, UBS-Chefanlagestratege in Deutschland gegenüber der "Tagesschau". Als stark überbewertet gelten zudem Amsterdam, Toronto, Tokio, Vancouver und Hongkong mit einem Wert jenseits über 1,5 Punkten, während die UBS London, Paris, Los Angeles und Sydney laut dpa weniger überhitzt sieht.