Teilen
Merken
NEWSTIME

Welche Folgen hat der Weiterbetrieb der Atomkraftwerke bis Mitte April 2023?

20.10.2022 • 11:04

Es ist beschlossen: Alle drei noch aktiven Atomkraftwerke in Deutschland sollen noch bis Mitte April 2023 in Betrieb bleiben. Das zieht einige Folgen nach sich.

Es ist beschlossen: Alle drei noch aktiven Atomkraftwerke in Deutschland sollen noch bis Mitte April 2023 in Betrieb bleiben. Das hat zur Folge, dass über die verbleibenden Atomkraftwerke die nächsten Monate noch zusätzlich Strom produziert werden kann. Nach Angaben vom Wirtschaftsministerium und Betreibern des Energieversorgungskonzerns RWE beläuft es sich dabei in Zahlen um ca. 5 Terrawattstunden Strom, berichtet die dpa. Eine Terrawattstunde entspricht dabei einer Milliarde Kilowattstunden. Zum Vergleich: Deutschland braucht pro Jahr etwas mehr als 550 Terrawattstunden. Ein Tropfen auf dem heißen Stein? Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andrae vom Bundesverband der Energie-und Wasserwirtschaft (BDEW) sieht das so: "Jede zusätzliche Kilowattstunde erhöht die verfügbare Menge Strom und kann dazu beitragen, die Preise zu senken und die Versorgung zu sichern". Neben den Folgen für die Stromproduktion hat das aber auch personelle Auswirkungen. Da für den Weiterbetrieb zwangsläufig Personal von Nöten ist, gehen einige Mitarbeiter erst später in den Ruhestand, äußert sich der Atomkraftwerkbetrieb PreussenElektra gegenüber der dpa. Nur so kann der Streckbetrieb bis Mitte April ermöglicht werden. Man habe aber durch den Weiterbetrieb nicht an der nuklearen Sicherheit zu fürchten. Laut dem Umweltministerium als oberster Atomaufsichtsbehörde handelt es sich nur um eine zeitlich befristete Verlängerung und das sei "mit der nuklearen Sicherheit vereinbar", berichtet die dpa. Zudem wies man darauf hin, dass ein Betrieb ohnehin bis Mitte April 2023 nur zulässig sei: "Wenn alle atomrechtlichen Anforderungen eingehalten" würden.