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Ukraine: Bundeswehr stellt Marder-Panzer aus eigenem Bestand

09.01.2023 • 09:53

Deutschland will nun doch Marder-Panzer an die Ukraine liefern. Doch mit der Zusage an die Ukraine bleibt die Hauptfrage offen: Woher sollen die versprochenen 40 Panzer kommen?

Deutschland will nun doch Marder-Panzer an die Ukraine liefern. Damit rückte Bundeskanzler Scholz von seinem bisherigen Kurs ab.
Doch mit der Zusage an die Ukraine bleibt die Hauptfrage offen: Woher sollen die versprochenen 40 Panzer kommen?
Nach einigem Hin- und Her in Berlin scheint nun klar zu sein: Die Bundeswehr muss zunächst auch auf ihre eigenen Bestände zurückgreifen.
Laut "SPIEGEL"-Informationen hätte zwar der Rüstungskonzern Rheinmetall noch rund 60 ausgemusterte Marder-Panzer auf Vorrat, die Modernisierung derer würde aber zu lange dauern. Die Bundesregierung hat die Lieferung an die Ukraine nämlich bis Ende März datiert. So muss nun die Bundeswehr aushelfen.
Rheinmetall soll dann, laut dem Ministerium und Industriekreisen, innerhalb der kommenden Monate die Depots des Bundesheeres wieder auffüllen.
In Bundeswehrkreisen heißt es, die Abgabe von Mardern aus eigenen Beständen stelle eine enorme Belastung dar, sei aber machbar. 
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte die Lieferung von Mardern in den letzten Wochen mehrfach aufgrund der angeblich knappen Materiallage abgelehnt.