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Thüringer Landtag stimmt für Antigenderantrag

11.11.2022 • 08:53

Im Thüringer Landtag wird künftig nicht mehr "gegendert". Ein entsprechender Antrag der oppositionellen CDU wurde am Donnerstag (10.11.) mit knapper Mehrheit beschlossen. Die Entscheidung löste teils heftige Reaktionen aus.

Im Thüringer Landtag wird künftig nicht mehr "gegendert". Ein entsprechender Antrag der oppositionellen CDU wurde am Donnerstag (10.11.) mit knappe Mehrheit beschlossen. Die Entscheidung löste teils heftige Reaktionen aus.

Mit 38 von 74 Stimmen wurde der Antrag genehmigt, dass Landtag und Landesregierung in Thüringen in ihrer öffentlichen Kommunikation künftig keine geschlechtergerechte Sprache mehr verwenden sollen.

Die CDU hatte den Antrag damit begründet, dass laut Umfragen eine Mehrheit der Menschen in Deutschland die "Gendersprache" ablehne, berichtet dpa. Die Sprachregelung sei ein "Eliteprojekt einer kleinen Minderheit".

Die Linke reagierte mit scharfen Worten auf den Beschluss: Der Abgeordnete Christian Schaft warf der CDU vor, "rechten Kulturkampf" zu betreiben, "wie man ihn sonst von der AfD-Fraktion erwarten würde".

Die SPD-Vertreterin Cornelia Klisch verteidigte die "Gendersprache" als "legitimes Mittel, die Gleichheit der Geschlechter zum Ausdruck zu bringen". Die CDU verkenne, dass sich Sprache ständig weiterentwickele.