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"Situation immer dramatischer": Mieterbund warnt vor extremem Wohnungsmangel

12.01.2023 • 12:07

Schon jetzt ist der Wohnungsmarkt in vielen Teilen Deutschlands ein heikles Thema. Den Prognosen des Deutschen Mieterbunds zufolge sollten sich Mieter:innen aber auch 2023 nicht allzu große Hoffnung auf Besserung machen.

Schon jetzt ist der Wohnungsmarkt in vielen Teilen Deutschlands ein heikles Thema. Den Prognosen des Deutschen Mieterbunds zufolge sollten sich Mieter:innen aber auch 2023 nicht allzu große Hoffnung auf Besserung machen.
Denn der Bund hat jetzt eine akute Warnung bezüglich des Wohnungsmarktes ausgesprochen.
"So laut wie jetzt haben die Alarmglocken des Wohnungsmangels lange nicht mehr geschrillt", so Mieterbund-Präsident Lukas Siebenkotten gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Demnach werde die Situation immer dramatischer.
Siebenkotten erwarte ein "sehr hartes Jahr für Mieterinnen und Mieter".
Ihm zufolge müssten Bund und Länder das Ruder jetzt herumreißen oder "wir erleben ein ungeahntes Desaster auf dem Wohnungsmarkt."
Die Funke-Zeitungen zitieren außerdem eine Studie des Hannoveraner Pestel-Instituts sowie des schleswig-holsteinischen Instituts Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen Kiel (Arge), welche besagt, dass der Wohnungsmangel in der Bundesrepublik so hoch sei wie seit 30 Jahren nicht mehr.
Demnach wäre das Wohnungsdefizit Ende 2022 bundesweit auf 700.000 Wohnungen gekommen.
Die Faktoren, die die Eskalation am sowieso schon angespannten Wohnungsmarkt im letzten Jahr nochmal haben zuspitzen lassen, waren demnach der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die dadurch zugezogenen Menschen sowie gestiegene Investitionskosten. 
Am Donnerstag wollen Mieterbund, IG Bau und Caritas bei einer Pressekonferenz in Berlin zum Thema "Wohnen in der Krise" informieren.