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Iran verurteilt Ex-Vizeminister zum Tode

12.01.2023 • 10:58

Im Iran wurde nun ein weiteres höchst umstrittenes Todesurteil gefällt. Der ehemalige Vize-Verteidigungsminister des Landes, Ali Resa Akbari, soll wegen angeblicher Spionage mit dem Leben bezahlen.

Im Iran wurde nun ein weiteres höchst umstrittenes Todesurteil gefällt. Der ehemalige Vize-Verteidigungsminister des Landes, Ali Resa Akbari, soll wegen angeblicher Spionage mit dem Leben bezahlen.
Laut der Nachrichtenagentur Tasnim hat das Oberste Gericht das Strafmaß bereits bestätigt. Akbari sei demnach ein Schlüsselspion des britischen Geheimdienstes gewesen. Angeblich sei er enttarnt worden, als ihn der iranische Geheimdienst mit falschen Informationen in eine Falle gelockt habe.
Nach Informationen der BBC wurde Akbari bereits 2019 festgenommen. Die Vorwürfe wies der Ex-Vize-Verteidigungsminister, der auch die britische Staatsbürgerschaft besitzt, demnach zurück. 
Mittlerweile soll er in Einzelhaft gebracht worden sein. Das deutet in der Regel auf eine unmittelbar bevorstehende Exekution hin.
Die britische Regierung fordert derweil die sofortige Freilassung des ehemals ranghohen Politikers, wie die "tagesschau" berichtet. Dessen geplante Hinrichtung sei laut Außenminister James Cleverly "politisch motiviert".
Das Online-Medium "amwaj.media" berichtete, dass Akbari im Verteidigungsministerium enge Kontakte zu Politikern gehabt habe, welche sich nach der jüngsten Protestwelle im Land um Vermittlung und Versöhnung bemüht hatten.
Spionageverfahren werden im Iran für gewöhnlich hinter verschlossenen Türen begangen. Menschenrechtsgruppen geben an, dass die Angeklagten weder einen eigenen Anwalt wählen, noch die Beweise gegen sich selbst einsehen dürfen.